|
Der Terminus Computervirus
wird oft unpräzise für alle Software gebraucht, die darauf abzielt,
den Betrieb von Systemen zu beeinträchtigen.
Jeffrey S. Shulman,
der Autor des Programms VirusBlockade spricht von Hexually-Transmitted
Diseases (HTDs), die in drei Formen auftreten: als Viren, Trojanische Pferde
und Würmer.
Die nebenstehende Grafik zeigt die Anteile der
Schädlinge im Jahr 2002.
|
|
| Bezeichnung |
Beschreibung |
| 1. Viren |
Wie ihre natürlichen Namensgeber können Viren
nicht alleine existieren. Es handelt sich um Programmteile, die sich an
Programme hängen und mit diesen in den Arbeitsspeicher geladen werden. Von
dort aus kopieren sie sich selbsttätig in andere Anwendungen. |
| 1.1. Linkviren |
= Viren wie oben beschrieben |
| 1.2. System-Viren |
Systemviren nisten sich in den Systembereichen von
Speichermedien ein. (Bootsektor, Partitionstabelle) und werden so bei jedem
Start in den Hauptspeicher (RAM) geladen, was eine äußerst effektive
Verbreitung ermöglicht. Der Virus wird durch den Start des Computers
aktiviert. |
| 1.3. TSR-Viren |
Viren in Terminate-and-stay-Programmen werden in den
Hauptspeicher geladen und per Tastendruck aufgerufen . Sie beeinträchtigen
meist die Ein/Ausgabefunktionen. |
| 1.4. Stealth-Viren |
Stealth-Viren verfügen über Möglichkeiten,
der Entdeckung durch einfache Virenschutzprogramme zu entgehen. Der
Tequila-Virus tarnt sich z.B., indem er bei Abfragen die ursprüngliche
Länge des Gastprogramms ausgibt, das somit unverändert
erscheint. |
| 1.5. Makroviren |
Makroviren sind in den Makrosprachen von Programmen
geschrieben und tarnen sich als sog. "Makros" (kleine Routinen, die der
Anwender selbst entwickeln kann). Besonders betroffen sind davon die Microsoft
Office-Programme (s. Schutz).
Der Virus wird durch den Aufruf des Dokuments aktiv (wenn die Abfrage "Makros
ausführen" bestätigt wird). |
| 1.6. Script-Viren |
Script-Viren sind in den Sprachen Visual Basic Script und
Javascript gehalten. Dabei sind vor allem Viren in VB Script eine Gefahr, da
viele Microsoft-Systeme das Ausführen von Scripts standardmäßig
erlauben. In Techspeak heißt es, der Windows Scripting Host ist
offen (s. Schutz Punkt 3.).
Dadurch kann der Virus automatisch aktiv werden! |
| 1.7. Mailviren |
Mailviren sind Viren, die per Mail verschickt werden und
diesen Weg ausnutzen, um sich selbständig zu verbreiten. Das bekannteste
Beispiel ist der Loveletter-Virus. Abgesehen von dieser
Eigenschaft handelt es sich um destruktive Programme (Makroviren, Script-Viren,
Würmer), wie sie auf dieser Seite dargestellt sind. |
| 2. Trojanische Pferde |
Trojanische Pferde sind Programme, die außer der
vordergründigen Aufgabe noch eine zweite erledigen. Der "Happy-Virus" etwa
zeigt beim Aufruf zunächst nur ein Feuerwerk mit Glückwünschen
an. Trojanische Pferde können sich nicht selbst vervielfältigen, die
Programme müssen ausgeführt werden, damit Schaden entstehen kann.
Meist erfolgt die Vervielfältgung jedoch über einen zweiten
Programmteil. |
| 3. Würmer (Worms) |
Würmer sind ebenfalls eigenständige Programme.
Allerdings können sie sich selbst replizieren, und dies ist auch ihre
'Aufgabe'. Selbst riesige Speicherkapazitäten werden dabei rasch
erschöpft. Der "Internet-Wurm" legte im Herbst 1988 solcherart tausende
Computer still. |
| 4. Logische Bomben |
Logische Bomben entwickeln ihre zerstörerischen
Aktivitäten erst beim Eintreten gewisser Bedingungen (Datum, Anzahl von
Kopien etc.). Sie kommen zumeist innerhalb von Betrieben vor und stammen nicht
selten von unzufriedenen / gekündigten Mitarbeitern. |
| 5. Bakterien |
Eine eigene Gruppe von destruktiven Programmen
vervielfältigt sich mit dem Ziel, Rechenleistung oder Speicherplatz von
Systemen in Anspruch zu nehmen und diese letztendlich zu überlasten.
Bisweilen werden solche Programme auch als Kaninchen bezeichnet. |