Die Fußball-EM in Portugal ist um eine Sensation reicher: Nach England, das am Donnerstag im Elfmeterschießen von Portugal heim geschickt wurde, schied gestern auch Frankreich im Viertelfinale aus. Der Titelverteidiger musste sich Griechenland 0:1 geschlagen geben.
Wer gedacht hätte, das französische Starensemble würde sich für die großteils mäßigen Vorstellungen in der Gruppenphase zum Anpfiff der K.O.-Phase rehabilitieren wollen und mit Glanz und Glorie ins Halbfinale dribbeln, wurde gestern Abend bitter enttäuscht. Zu gut waren die Griechen von "Trainerfuchs" Otto Rehagel taktisch eingestellt, zu ideenlos und behäbig die Angriffe der Franzosen. Bei der eher blass wirkenden Mannschaft blieb selbst Superstar Zinedine Zidane, gut gedeckt von seinen griechischen Bewachern, lange Zeit farblos.
Und so waren Chancen in der ersten Hälfte auf beiden Seiten Mangelware – nur in der 15. Minute riss es die griechischen Fans kurzfristig von den Sitzen, als sie einen Ball von Charisteas bereits zu Unrecht imTor wähnten, ehe ihn Barthez abfing. Auch die Franzosen kamen kaum zu Möglichkeiten, die besten fand noch Thierry Henry in der 25. Minute mit einem Kopfball sowie in der 43. Minute nach einem Sololauf durch die griechischen Abwehrreihen vor – es blieb aber bis zum Pausenpfiff beim 0:0.
Mit Seitenwechsel erhöhten die Franzosen allerdings den Druck, scheiterten in der 57. Minute zwei Mal nur knapp an einem Torerfolg. Den schafften acht Minuten später dafür in dieser Phase des Spiels überraschend die Griechen: Zagorakis erkämpfte sich auf der rechten Seite den Ball gegen Lizarazu, flankte präzise auf Charisteas, der keine Probleme hatte, per Kopf zum 1:0 einzunetzen. Der dann einsetzende Sturmlauf der Franzosen, die nun auf den Ausgleich drängten, kam zu spät, die EM in Portugal hatte um eine Sensation mehr
Freitag, 25. Juni 2004 22:59:25
Update: Sonntag, 04. Juli 2004 16:17:00