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Westsahara benötigt Hilfe

Aufzählung Überflutung rückt Konflikt wieder in die Öffentlichkeit.

Wien. (az) Eine Naturkatastrophe rückt den jahrzehntelangen Konflikt zwischen der Westsahara und Marokko, das dieses Gebiet beansprucht, wieder an das Licht der Öffentlichkeit.

Das saharauische Volk leidet unter einer humanitären Katastrophe. 60.000 Menschen in Flüchtlingslagern wurden aufgrund verheerender Regenfälle im Februar obdachlos. Durch die Flutkatastrophe wurden 50 Prozent der Infrastruktur in den Flüchtlingsdörfern zerstört, darunter auch öffentliche Einrichtungen. Besonders hart trifft die saharauischen Flüchtlinge in dem wüstenhaftem Gebiet die Vernichtung zahlreicher Lebensmittel-Depots.

"Die Sahauris haben das Wenige, das sie hatten, nun auch durch die Überflutung verloren," appelliert Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich, die zu Spenden aufruft.

Der zweite Grund für das neue Interesse an dem Konflikt ist ein umstrittenes Fischereiabkommen der EU mit Marokko, das auch die Westsahara betrifft. Dieses soll im Frühjahr dem Europäischen Parlament vorgelegt werden.

Karin Scheele, Vorsitzende der Saharauischen Gesellschaft und österreichische EU-Abgeordnete der SPÖ, sieht nun Gelegenheit für eine erneute Diskussion. Sie fordert, dass "die österreichische Regierung im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft eine politische Lösung zwischen Marokko und der Westsahara forciert."

Die ehemalige spanische Kolonie Westsahara wird seit Mitte der 1970er Jahre von Marokko beansprucht. Die Befreiungsbewegung "Frente Polisario" (Volksfront) versucht seitdem aus dem Untergrund und dem benachbarten Ausland die Unabhängigkeit zu erreichen.

Spendenkonto: PSK 1.740.400, BLZ 60000, Kennwort Westsahara

Printausgabe vom Samstag, 11. März 2006
Update: Freitag, 10. März 2006 18:00:00

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