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Bisher fast 600 Millionen Dollar Spenden gesammelt

Materialschlacht wie noch nie im US-Wahlkampf

Washington. Noch bis zum 4. November dauert es, bis die Entscheidung über den nächsten Präsidenten – oder die nächste Präsidentin – der USA gefallen sein wird, aber bereits der Weg zur Kandidatur ist mit Dollars gepflastert wie nie zuvor: Fast 600 Millionen davon haben laut der US-Wahlkommission FEC die Kandidaten insgesamt an Spenden eingesammelt.

Spitzenreiter im Geldscheffeln sind nicht wie gewohnt die gemeinhin als Vertreter der Großindustrie betrachteten Republikaner: Clinton und Obama haben deutlich mehr Spenden gesammelt als der Spitzenreiter der Republikaner, Mitt Romney.

Über die Chancen eines Kandidaten entscheidet im US-Wahlkampf neben Charisma und Programm vor allem die Kriegskasse – und da führt die frühere First Lady Hillary Clinton mit mehr als 118 Millionen Dollar, knapp gefolgt von ihrem parteiinternen Rivalen Barack Obama mit knapp 104 Millionen.

Bei den Republikanern strömen die Millionen nicht im selben Ausmaß: Romney liegt mit seinen 90 Mio. deutlich vor John McCain mit 42 und Mike Huckabee mit überhaupt nur knapp neun Millionen.

Wer hat, der hat: Während Romney mit rund 88 und McCain mit 39 Millionen fast alles wieder ausgegeben haben, haben Clinton und Obama mit 38 bzw. knapp 19 Millionen noch satte Reserven – bzw. hatten, denn die in den FEC-Daten noch nicht enthaltenen Ausgaben des Jänners, vor allem im Vorfeld des "Super Tuesday", dürften auch ihre Finanzmittel enorm strapaziert haben. Der Multimillionär Romney bestreitet einen Gutteil seines Wahlkampfbudgets aus der Privatschatulle.

Experten schätzen, dass die Kandidaten bis zum 4. November mindestens eine, unter Umständen bis zu zwei Milliarden Dollar ausgeben werden. Die Gesamtkosten für die Wahl 2004 wurden von der FEC auf 693 Millionen Dollar beziffert. Im Jahr 2000 gab George W. Bush 185 Millionen Dollar aus, Al Gore 120 Millionen.

Printausgabe vom Freitag, 08. Februar 2008
Online seit: Donnerstag, 07. Februar 2008 16:49:00

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