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E-Card international Vorbild

Aufzählung Roll-out ist abgeschlossen.
Aufzählung Nächster Schritt: Chefarztbewilligung übers System.

Wien. Alle E-Cards sind verschickt, bis Ende des Jahres sollen alle Ärzte an das System angeschlossen sein. Nun sollen die nächsten Ausbauschritte in Angriff genommen werden. Bereits ab nächstem Jahr sollen chefärztliche Bewilligungen über das System eingeholt werden. Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass das Projekt mehr Qualität und Service für den Patienten bringe.

Die Vorsorgeuntersuchung Neu soll ebenfalls über die Karte laufen. Die Ärzte können damit ersehen, auf welche Leistungen der Vorsorgeuntersuchung Anspruch besteht bzw. welche schon durchgeführt wurden. Künftig sollen auch elektronische Überweisungen möglich sein, am Ende des Ausbaus stehe als Ziel die elektronische Gesundheitsakte, so Rauch-Kallat. Für den Arzt ergebe sich damit die Möglichkeit, Einsicht in für ihn zugelassene Befunde zu nehmen.

Entgegen vieler Unkenrufe habe man das Projekt "voll in der Zeit" zu Stande gebracht, freute sich die Ministerin. Innerhalb von sechs Monaten seien 8,2 Millionen Karten verschickt worden, täglich 70.000, eine "logistische Meisterleistung". Lediglich einmal habe es bisher einen Totalabsturz gegeben und drei Mal einen Offline-Betrieb, zog die Ministerin Bilanz.

In sechs Monaten habe man 10.600 Ärzte ans Netz gebracht, erklärte der zuständige Manager im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer. 219 Ärzte würden noch fehlen und bis Ende des Jahres installiert. Die Zahl der E-Card-Verweigerer schätzt er auf 250. Diese würden sich doch noch überzeugen lassen, glaubt Schörghofer.

Die Kosten des Projektes bezifferte Hauptverbands-Präsident Erich Laminger mit 116 Millionen Euro.

Österreich sei mit der E-Card jedenfalls international Vorbild, betonte Rauch-Kallat. Laminger berichtete von Anfragen von England bis Australien.

Dienstag, 13. Dezember 2005 00:00:01

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