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"Axolotl" oder: Eine Verblendung
Eine 18-jährige Autorin mutiert innerhalb weniger Monate vom Star zur Buhfrau der deutschen Literatur.
Helene Hegemann soll Teile von "Axolotl Roadkill" abgeschrieben haben.
Sind Lektoren und Literaturkritiker jetzt blamiert?
Wien.
"Jugend kennt keine Tugend", behauptet ein Sprichwort. Dass sie auch vom Autorenrecht wenig hält, demonstriert Deef Pirmasens in seinem Internet-Blog. Er weist Helene Hegemann nach, Teile ihres Romans "Axolotl Roadkill" abgeschrieben zu haben. Und stürzt den 18-jährigen Shooting Star vom Parnass der deutschen Literaturszene in den Orkus von Hohn und Empörung. Die Lektoren des Ullstein-Verlags, in dem "Axolotl Roadkill" erschienen ist, stürzen gleich mit. Und mit ihnen ein großer Teil der deutschen Literaturkritik, die Helene Hegemanns Roman überschwänglich feierte.
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Festspiel-Skandal: Ausweitung der Kampfzone
Beschuldigter Dewitte dürfte in Brüssel sein.
Steuerberaterin beurlaubt, Protokollchefin verdächtigt.
Spenden für Staatsbürgerschaft?
Salzburg.
(irr/apa) Noch am Freitag hielt es die Staatsanwaltschaft für unnötig, einen U-Haft-Antrag gegen Michael Dewitte zu stellen. Nun scheint sicher, dass der Hauptbeschuldigte im Skandal um die Osterfestspiele mittlerweile außer Landes ist: Die "Salzburger Nachrichten" (SN) melden, der entlassene Geschäftsführer des Festivals weile derzeit mit Ehefrau in seinem Heimatland Belgien.
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"Habe am Schluss meistens recht"
Galerist Ernst Hilger über die aktuellen Kunstpreise, die Wirtschaftskrise und die Qualität von Künstlern.
Preisrückgänge trafen etablierte lokale Künstler am stärksten.
Firmenbudgets für Kunst-Kooperationen stark gekürzt.
"Wiener Zeitung":
Die Krise hat den Kunstmarkt stark getroffen. Umsätze und Preise sind rückläufig. Ich nehme an, das bekam auch Ihre Galerie zu spüren?
Ernst Hilger:
Ich bin, wie alle anderen auch, von der Krise vergangenes Jahr kalt erwischt worden. Das hat mich nach einer sehr langen Phase der Erfolgsgewohntheit etwas aus dem Gleichgewicht geworfen.
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Ölgemälde und ein Nixentanz locken ins Wiener Dorotheum
Die Auktion am 17. Februar bietet auch zwei Werke von Karl Wilhelm Diefenbach.
Jan Breughels d. J. auf 45.000 Euro geschätztes, wohl in Zusammenarbeit mit einem Maler der Antwerpener Balen-Werkstatt ausgeführtes Gemälde der Muttergottes samt Jesusknaben im Blumenkranz zählte zu den Rückgängen der Dorotheums-Altmeister-Auktion vom Dezember.
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Wenn das Publikum bleibt
Tanzquartier-Intendant Walter Heun zieht positive Halbjahres-Bilanz.
Heun, Chef des Tanzquartiers, über seine Zwischenbilanz.
"Das Konzept geht extrem gut auf."
Wien.
Sein Plan geht auf. Obwohl er der Meinung ist, man solle dies erst am Ende einer getanen Arbeit behaupten. Walter Heun, seit der aktuellen Spielzeit neuer Intendant des Tanzquartier Wien, zieht im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" eine mehr als positive Zwischenbilanz: "Es geht überraschend gut."
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Geheimwaffe Gedankenkraft
Der Film "Männer, die auf Ziegen starren" ist eine Satire – die Fakten sind kaum weniger skurril.
Gedankenkräfte in militärischem Einsatz.
PSI-Soldaten üben "Remote Viewing".
Fakten und Verschwörungstheorien.
Wien.
Ein PSI-Soldat der US-Armee fixiert eine Ziege mit seinem Blick. Er will sie durch Gedanken töten. Ein anderer versucht, durch Wände zu gehen. "Männer, die auf Ziegen starren" ist der Titel des Films, in dem solches geschieht. Satire? Parodie auf "Akte X"?
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Web: EU fordert mehr Schutz für Kinder
Europäische Kommission sieht Jugendliche im Internet gefährdet.
Nicht alle sozialen Netzwerke schützen die Privatsphäre ausreichend.
20 Unternehmen haben Einstellungen verbessert.
Straßburg/Berlin.
Betreiber sozialer Netzwerke müssten die Privatsphäre von Kindern besser schützen. Dies forderte am Dienstag die Europäische Kommission in einer öffentlichen Nachricht. Einer EU-Studie zufolge gibt die Hälfte der europäischen Jugendlichen im Web persönliche Informationen preis, die möglicherweise für immer online bleiben und von jedem eingesehen werden können. Daher warnt die Kommission auch junge Menschen: "Erst denken, dann posten!"
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Im Schattenreich des Konsums
Burgtheater: Andrea Breth inszeniert "Quai West" von Koltès als perfekt umgesetztes Schattentheater.
Bei einem Aufenthalt in New York entdeckte Bernard-Marie Koltès (1948 bis 1989) einen "extrem seltsamen Ort": Den alten Hafen mit seinen stillgelegten Docks und einem großen, leeren Lagerhaus, Unterschlupf für die Underdogs, eine düstere Gegenwelt, "wo die normale Ordnung nicht existiert". Eine nicht mehr benutzte Lagerhalle im verfallenen Viertel einer nicht näher bezeichneten westlichen Großstadt wird dann in "Quai West" (1985) zum symbolischen Ort, wo der an den Wiener Bühnen seit längerem sträflich vernachlässigte französische Dramatiker die Welt der Erfolgreichen mit jener der Ausgegrenzten zusammenprallen lässt, als hätte er in einer metaphorischen Endzeitvision das Globalisierungszeitalter vorausgeahnt.
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Hawaii, das ist echt für die Fisch’
Premiere an der Volksoper Wien: Ein Prolo-Pärchen streift durch ein Operetten-Paradies von Paul Abraham.
Wovor die Bühnen einst bangten, das führt ihnen heute neues Leben zu. Ein Woody-Allen-Klassiker im Volkstheater, ein Dogma-Film auf den Josefstadt-Brettern: Was im Lichtspieltheater reüssierte, wird neuerdings schauspielerisch recycelt, mitunter sogar weitergedacht – wie an der Burg, wo Thomas Vinterberg demnächst eine Art Fortsetzung seines Kultfilms "Das Fest" in Szene setzt.
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