Amos, Tori : Abnormally Attracted To Sin
Von Francesco Campagner
Als 1992 "Little Earthquakes", das Solo-Debüt von Tori Amos, erschien, konnte man sich an den zwölf Songs, die von Wut und (Leidens-)Kraft geprägt waren, kaum satt hören. 17 Jahre später hat Amos mit "Abnormally Attracted To Sin" ein deutlich fröhlicheres Album veröffentlicht.
17 Songs und über 70 Minuten Musik bietet sie ihrem Publikum – in einer Zeit, die von Klingeltönen und simplen Melodien beherrscht wird, ein Paradoxon. Amos setzt auf Cinemascope-Feeling, um den Hörer in ihre musikalische Welt zu entführen. Diese hat sich im Laufe der Jahre nicht verändert: Noch immer sind Bösendorfer und Synthesizer die bestimmenden Elemente, wird hie und da ein Streicher-Arrangement hinzugefügt, und stets darauf geachtet, dass Mrs. Amos’ Stimme die Oberhand behält. Und so kann man auch diesmal der Musikerin auf dem gewohnten Selbstfindungstrip folgen. Ein durchaus schönes, allerdings auch ein wenig langweiliges Unterfangen.
Tori Amos: Abnormally Attracted To Sin. (Universal)
Printausgabe vom Samstag, 13. Juni 2009
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