Regisseur Michael Bay lässt in "Transformers – Die Rache" wieder der großen Action den Vortritt
"Wir sind doch alle große Kinder"
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"Genau dorthin!" – Zumindest Regisseur Michael Bay weiß immer, wo es langgeht. Foto: Paramount
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Von Christina Mondolfo

"Transformers – Die Rache" startet am 24. Juni.

Gibson: "Bay ist ein guter Irrer".
Wien. Regisseur Michael Bay ist kein Mann der leisen Töne. Wenn er filmisch zur Sache geht, lässt er es immer ordentlich krachen, Action pur ist angesagt.
Das bewies der 1965 geborene Amerikaner erstmals Mitte der 90er Jahre mit "Bad Boys", um seine Karriere als Action-Regisseur in der Folge mit "The Rock", "Armageddon", "Pearl Harbour" und "Transformers" zu untermauern.
Besonders die Geschichte um die wandelbaren Roboter erwies sich als echter Kassenschlager, worauf Bay zwei Jahre hart arbeitete, um den zweiten Teil, "Transformers – Die Rache", in die Kinos zu bringen. Natürlich in der Hoffnung, dass die gigantische Trick- und Materialschlacht erneut die Kassen zum Klingeln bringt. Diese Hoffnung hegen ganz offensichtlich auch die Darsteller, von denen einige bereitwillig auf Promotiontour gingen und dabei auch in Wien Halt machten. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" erzählten sie über ihre Zusammenarbeit mit Michael Bay.
Tyrese Gibson, der schon in "2 Fast 2 Furious", "Transfomers" oder "Death Race" jede Menge Action-Erfahrung gesammelt hat und in "Transformers – Die Rache" wieder als Sergeant Epps dabei ist, beschreibt Bay als "guten Irren": "Bei ihm muss alles schnell gehen und er treibt ständig alle an. Dennoch schafft er es, aus sämtlichen Darstellern immer das Beste rauszuholen." Dass der Regisseur dabei auch größten Wert auf echte Explosionen, real durch die Luft fliegende Autos oder abstürzende Hubschrauber legt, ist dem großgewachsenen Darsteller mit der markanten Stimme nur recht: "Ich liebe es, all die Action-Szenen selbst zu machen. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, den Versicherungen klarzumachen, dass mir nichts passieren wird. Aber in Wahrheit sind wir doch alle große Kinder, denen das riesigen Spaß macht."
Auch Josh Duhamel, der als Captain Lennox die US-Truppen gegen die bösen Decepticons in den Kampf führt, hat so seine Erfahrungen mit dem Regisseur gemacht: "Michael Bay hat unendlich viel Energie und es ist schwer, mit ihm Schritt zu halten." Spaß habe ihm das Ganze trotzdem gemacht, auch wenn er in Zukunft lieber öfter seriöse, tiefergehende Charaktere spielen wolle.
Ramon Rodriguez, der als nerviger College-Anfänger und Verschwörungstheoretiker Leo für Humor sorgt, war der Hang Bays zu Echtzeit-Action nicht ganz geheuer: "Ich mag zwar Action-Szenen, aber die vielen Explosionen und das ganze Drumherum fand ich schon zum Teil angsteinflößend. Noch dazu, wo ich fast alles selbst machte. Wir haben viele Stuntmen um ihren Job gebracht, glaube ich. Ach ja, und welche Geschichten man auch immer über Bay und seine verrückte Arbeitsweise hört – sie sind alle wahr", lacht er. "Trotzdem hat er viel Humor und er liebt die Improvisation, deshalb durfte ich wahrscheinlich so viel Unsinn machen." Wie das aussieht, ist ja bald im Kino zu bewundern...
Produzent Lorenzo diBonaventura hat beide "Transformer"-Filme produziert, kennt Bay und seine Ansprüche gut: "Michael hat meist schon den ganzen Film im Kopf – leider gibt er das nicht immer an die anderen weiter. Trotzdem klappt alles wie am Schnürchen. Außer vielleicht die Drehgenehmigungen für historische Plätze wie in diesem Fall in Ägypten: Sechs Monate lang hatten wir verhandelt und das Ganze schon zu einem positiven Abschluss gebracht, als es plötzlich ‚Nein‘ hieß. Aber letztendlich haben wir es ja doch geschafft."
Auf Erfolg beim Publikum hofft auch er: "Beim ersten Teil hatten wir Angst, dass er beim Publikum durchfällt. Jetzt haben wir Angst, dass wir die Erwartungen der Leute enttäuschen." Spätestens ab Ende Juni weiß er mehr.
Printausgabe vom Donnerstag, 18. Juni 2009
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