Bestechung wird zu wenig bekämpft

Studie: Auch Österreich agiert noch zu zögerlich.
Wien. Unmittelbar vor der Veröffentlichung des weltweiten Korruptionsberichts heute, Mittwoch, hat die Organisation Transparency International (TI) am Dienstag den jüngsten Fortschrittsbericht zur Umsetzung der OECD-Konvention zur Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger präsentiert.
Österreich gehört demnach zu jenen Staaten, die die Strafverfolgung bei Auslandsbestechung nicht ernst genug nehmen. Auch in 17 weiteren Ländern (darunter Industriestaaten wie Italien, Großbritannien und Japan) werden die Konventionsbestimmungen demnach wenig bis gar nicht durchgesetzt. Für den Bericht verglich Transparency insgesamt 34 Staaten, die die Konvention der OECD ratifiziert hatten.
Der Wiener Politologe Hubert Sickinger, im Beirat der Österreich-Sektion von TI, betonte gegenüber der APA, dass "Bestechungen durch österreichische Firmen im Ausland die Justiz kaum beschäftigen".
Printausgabe vom Mittwoch, 25. Juni 2008
Online seit: Dienstag, 24. Juni 2008 18:22:08
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