iPhone-Verlust als PR-Gag von Apple?

Gerüchte über geplante Marketing-Aktion.
New York/Wien. (apa/med) Der US-Elektronikkonzern Apple macht derzeit mit einem – scheinbaren – Missgeschick Schlagzeilen: Nach zu viel Biergenuss soll ein Apple-Programmierer einen hochgeheimen iPhone-Prototypen in einer deutschen Bar in Kalifornien liegen gelassen haben.
Die auf Hightech spezialisierte Internetseite Gizmodo soll das Handy dann von den Findern gekauft haben und stellte Fotos und technische Details des neuen Geräts ins Internet.
Die genaue Beschreibung zahlreicher Features des Prototyps führten zu einem Ansturm von Fans und Technik-Interessierten auf die Homepage.
Am Dienstag ist bei Gizmodo nach eigenen Angaben zudem noch ein Brief von Apple-Chefjustiziar Bruce Sewell eingegangen – mit der Aufforderung, das iPhone 4G rasch wieder herauszurücken.
In der Branche stellt man sich jetzt die Frage, ob Apple das Gerät nicht vielleicht absichtlich verloren hat, mit anderen Worten: ob es sich bei der Begebenheit nicht um eine geschickte Marketing-Aktion des IT-Riesen handelt. Damit könnte Apple die Neugier auf das neue iPhone steigern, das ja erst im Juni vorgestellt werden soll. Der US-Konzern und sein Chef Steve Jobs sind für strikte Geheimhaltung bekannt und lösen damit in der Branche und unter Fans regelmäßig Spekulationen um neue Produkte aus.
Sollte das Gerät jedoch tatsächlich unabsichtlich an die Öffentlichkeit gelangt sein, stellt sich die Frage, ob Gizmodo mit der Veröffentlichung technischer Details des Handys die Rechte von Apple verletzt hat. Im Internet wird bereits über mögliche Klagen von Seiten des Konzerns spekuliert.
Printausgabe vom Donnerstag, 22. April 2010
Online seit: Mittwoch, 21. April 2010 16:12:13
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