Neuartige Suchmaschine hat ihren Testbetrieb aufgenommen
Weiß WolframAlpha mehr als Google?
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Die schöne Julia, errechnet von Wolfram.
(© CC)
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Von WZ Online (fez)
Washington. Eine Suchmaschine, die auf konkrete Fragen konkrete Antworten gibt. Das soll das Online-Service WolframAlpha sein, das am Wochenende in den USA ans Netz ging. Ihr Erfinder Stephen Wolfram nennt seinen Dienst eine "Maschine des computerisierten Wissens".
"Wir versuchen, so viel Weltwissen wie möglich zu sammeln und es mit dem Computer aufzuarbeiten", sagt Wolfram. Er hat mit der Mathematica-Software schon einmal Furore gemacht. Sein jüngster Streich funktioniert nicht nach Art herkömmlicher Suchmaschinen. WolframAlpha, derzeit noch im Beta-Stadium, arbeitet eher wie eine Datenvermittlungszentrale, die weltweit vernetzte Datenbestände in Echtzeit interpretiert.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen versteht sich WolframAlpha auch auf mathematische Anfragen: Mit dem Befehl "Julia set c=-0.38+0.62i" gibt sie zum Beispiel eine fraktale Julia-Menge komplett mit dem Diagramm ihrer komplexen Zahlen aus. Und auf die in Englisch zu formulierende Frage, wie viele Menschen in Österreich leben, gibt die Wissensmaschine wie aus der Pistole geschossen zur Antwort: 8,36 Millionen. Dazu erscheint ein übersichtliches Diagramm mit dem Bevölkerungswachstum seit 1970 auf dem Bildschirm.
Als Konkurrenten zu Google sehen sich die Macher von WolframAlpha nicht. "Wir wollten nie ein Google-Killer sein", sagte der britische Mathematiker Jon McLoone, einer der Entwickler, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Stärke des Systems seien Fakten. Durch Zugriff auf aktuelle und historische Daten von knapp 18.000 Wetterstationen könnten zum Beispiel auch Fragen wie die nach der aktuellen Temperatur auf Mallorca sofort beantwortet werden.
Google arbeitet bereits an einem ähnlichen Projekt: In "Google Squared" will das kalifornische Unternehmen im Netz gesammelte Informationen in Datenblättern und Tabellen übersichtlich aufbereitet präsentieren. WolframAlpha greift auf bereits bestehende Datenbanken zu, die andere im Netz zur Verfügung stellen – die Quellen werden immer angegeben.
Ein wenig frischer Wind kann der Suchmaschinen - Wirtschaft vermutlich nicht schaden: Google beherrscht in den USA mehr als zwei Drittel des Marktes für Suchmaschinen, gefolgt von Yahoo (20 Prozent) und Microsoft (zehn Prozent).
http://www.wolframalpha.com/
Sonntag, 17. Mai 2009 15:31:00
Update: Dienstag, 19. Mai 2009 12:14:00
Kommentare zum Artikel:
18.05.2009 22:56:51 Wolfram ist herrlich!
Wenn man fragt: How many roads must a man walk down before you can call him a man? Sagt Wolfgram: The answer my friend is blowin in the wind...
Maniac
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