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Blogger rühren die Werbetrommel

Von Judith Regner / WZOnline

Von den derzeit rund 22 Millionen existierenden Weblogs tümpelt der Großteil von ihnen vor sich hin. Ihre unspektakulären Einträge locken höchstens Freunde der Blogger auf diese Seiten. Doch im Blog-Universum tummeln sich nicht nur Selbstdarsteller. In den USA hat mittlerweile auch die Werbewirtschaft entdeckt, dass Weblogs besser sind, als ihr Ruf.

Dass sie mit ihrem Weblog Geld verdienen würde, damit hat Anita Campbell nicht gerechnet, als sie vor zwei Jahren "Small Business Trends" ins Leben rief. "Eigentlich wollte ich meinen Kunden nur ein besseres Service zu bieten und mein Unternehmen bekannter machen", so Campbell. Doch der Blog zog immer mehr Leser an und schließlich klopften die ersten Unternehmen an, um auf ihrer Site bezahlte Anzeigen zu schalten. Mittlerweile hat sich ihr Blog von einem simplen Marketing-Werkzeug zu einer Einkommensquelle gewandelt.

Zumindest im US-amerikanischen Wirtschaftsleben hat das Ansehen von Weblogs einen Bedeutungswandel vollzogen. Während vor nicht allzu langer Zeit die Blogosphäre von Unternehmen noch als Umschlagplatz für Gerüchte und Klatsch angesehen wurde, fließen laut Forrester Research in den USA heuer bis zu 100 Millionen Werbedollar in die Taschen von Blogger. Weblogs haben sich mittlerweile etabliert, so die New York Times. Firmen bezahlen für Anzeigen auf Weblogs und laden Blogger ein, auf den Firmen-Websites zu publizieren.

"Weblogs macht es einem Unternehmen einfach leichter, sein Zielpublikum zu erreichen", sagt Brian Clark von GMD Studios, einem experimentellen Medienunternehmen. "Wenn man beispielsweise Anhänger der New York Mets ansprechen will, inseriert man einfach in einem entsprechenden Blog", so Clark.

Den wachsenden Respekt gegenüber Blog-Schreibern zeigt auch das Beispiel von General Motors: Der US-Automobilkonzern behandelt ausgewählte Blogger wie Journalisten und lädt sie zu Pressekonferenzen ein.

Montag, 28. November 2005 16:09:31
Update: Dienstag, 29. November 2005 13:51:00

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