Experten der Princeton University entdecken neue Schwachstelle
Datenraub durch Tiefkühlung
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(© photos.com)
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Von WZ Online / Franz Zauner
Was passiert eigentlich, wenn man handelsübliche Speicher auf minus 50 Grad kühlt? Das fragten sich Forscher der Princeton University, und bevor jemand die unvermeidliche Frage stellen konnte, ob sie nichts Besseres zu tun haben, präsentierten sie alarmierende Resultate.
Die gefrorenen Speicher geben ihre Daten preis. Darunter auch jene Bits, die als Schlüssel für geschützte Dateien dienen. Die Schwachstelle, die damit entdeckt wurde, heißt Datenraub durch Tiefkühlung.
Wer sensible Daten auf seinen Laptop verschlüsselt, konnte bisher sein mobiles Gerät reinen Herzens spazieren führen. Im Falle des Verlusts wären die Daten ja gesichert. Die Experimente der Princeton University könnten das Vertrauen in herkömmliche Verschlüsselungsprogramme erschüttern. Besonders gefährdet erscheinen Laptops im "Sleep"-Modus.
Normalerweise verlieren DRAM-Chips ihren Content innerhalb weniger Sekunden. Werden sie tiefgekühlt, bleiben die Daten noch stundenlang frisch – auch ohne Stromzufuhr. Dies könnten Hacker nutzen, so die Theorie, um die Bytes aus dem Speicher zu kopieren und später allenfalls jene vertraulichen Inhalte stehlen, die sich im Speicher befinden.
Die Forscher aus Princeton folgern daraus, dass man herkömmliches Memory nicht mehr als sicheren Ort zur Aufbewahrung von sensiblen Daten sehen darf. Programme wie Microsofts BitLocker, Apples FileVault und dm-cryp konnten laut Angaben der Forscher mit dieser Methode geknackt werden.
Der Princeton-Bericht
Montag, 25. Februar 2008 11:14:29
Update: Montag, 25. Februar 2008 11:55:00
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