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Tipps für Ihre Suche

Im Heuhaufen fündig werden

Von Gerald Jatzek

Das Internet ist bekanntlich die gewaltigste Ansammlung von Daten, über die die Menschheit je verfügt hat. Es ist aber auch reichlich chaotisch organisiert. Die wichtigste Hilfe bei der Orientierung stellen - nach der eigenen Intelligenz - Suchmaschinen dar.

Die Studie "Wegweiser im Netz" der Bertelsmann-Stiftung legt nahe, dass es oft schon an dieser hapert: 21 Prozent der Abfragen bestehen aus einem Wort, jede elfte Anfrage enthält Tipp- oder Rechtschreibfehler, vier von fünf Anwendern beachten bloss die erste Resultatseite. Abhilfe würde die Lektüre der Hilfeseiten schaffen...

Vertrauen x 2

Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum richtigen Ergebnis stellt die Einschränkung auf eine Suchmaschine dar. Googles Stärke liegt in der Anzahl der durchsuchbaren Seiten, Yahoo glänzt durch einen Katalog. Double Trust bietet fragt beide gleichzeitig ab und liefert je vierzig Treffer. Diese kann man im voraus gewichten, indem man auf einem "Trust-o-meter" einstellt, welchem Unternehmen man mehr traut.

Metasuchen

Metasuchmaschinen sammeln die Ergebnisse einzelner Suchsites und kombinieren sie. Zu den ausgeklügeltsten Angeboten dieser Art gehört Turbo 10. Im Standardmodus werden zehn Sites angesteuert, spannend wird es freilich mit der Funktion "My Collection". Dort kann man sich aus 800 Suchmaschinen und Katalogen sein persönliches Menü zusammenstellen.

KartOO verzichtet auf lange Ergebnislisten und stellt die Fundstellen grafisch dar. Dass das System arbeitet, wird dem Anwender durch einen etwas kindisch wirkenden Dschinn vermittelt. Der Ansatz ist interessant, doch die Mustererkennung dahinter ist nicht immer treffsicher. Außerdem hat das System noch Probleme mit Umlauten.

Vivisimo fasst Fundstellen nach Begriffen zusammen, die häufig in den Dokumenten auftauchen. Durch Klicken auf die Begriffe öffnen sich Untermenüs, die einen weiterführen. Vivisimo eignet sich daher vor allem für Suchen nach hierarchisch gegliederten Inhalten.

Für Wissenschaftler

Forschungsberichte, Dissertationen und Presseaussendungen wissenschaftlicher Instituitionen in Deutschland lassen sich über das Forschungsportal finden.

Österreich ist da etwas verschlafener. Beim Bibliothekenverbund gibt es zwar eine Datenbank mit Dissertationen, doch vollständig ist diese erst ab dem Jahr 2004. Davor findet man nur vereinzelt Abschlussarbeiten.

Google Spezial

Das Internet ist wesentlich mehr als das World Wide Web und e-Mail. Die Diskussionen des Usenet sind nach Interessen gegliedert, und in vielen Fällen sind die Gruppen moderiert. Das bedeutet, dass die Beiträge erst nach der Prüfung durch einen Administrator freigeschaltet werden. Der Anteil an Wortmüll und Spam wird dadurch gewaltig reduziert, der Anteil der gehaltvollen Beiträge steigt. "Google Groups" durchsucht sowohl die aktuellen Diskussionen wie das Usenet-Archiv. Zusätzlich bietet die Mutter aller Suchmaschinen persönlichen Startseiten, auf denen der Anwender Nachrichten, Börsenkurse und Wetter nach senem Geschmack zusammenstellen kann.

Schließlich kann man Google auch dazu verwenden, eine Site zu durchsuchen. Benutzen Sie dazu das Muster "site:URL". Wenn Sie Berichte zum Thema "Apple" bei der Wiener Zeitung suchen, geben Sie "Apple site:wienerzeitung.at" ein.

Samstag, 02. Juli 2005 00:00:00
Update: Sonntag, 03. Juli 2005 03:25:00

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