Hochfrequente Strahlung soll Fahrzeuge stoppen
Neue Waffe: Mikrowelle im Polizeieinsatz
Von Christian Hoffmann / WZ Online
Mikrowellen für die Polizei lautet die Devise und dabei geht es nicht um die Ausgestaltung von Kantinen. Seit mehr als zehn Jahren wird in den USA mit dem waffentechnischen Einsatz von Mikrowellen experimentiert und nun meldet die Firma "Eureka Aerospace" den erfolgreichen Test von serienreifen Mikrowellenkanonen.
Technisch geschieht beim Einsatz des Geräts, das binnen 18 Monaten in Polizeifahrzeuge eingebaut werden könnte, folgendes: Eine Gleichspannung von 640 Kilovolt wird in Mikrowelle umgesetzt und über eine Antenne auf das Ziel gerichtet, zum Beispiel ein Auto. Dort werden alle die elektronischen Bauteile zerstört, die Nervenbahnen jedes modernen Autos. Nach dem jetzigen Stand der Technik erreicht die neue Waffe, wie eine Sprecher der Firma bestätigt, eine Wirkungsradius von 15 Meter; in absehbarer Zukunft sollen es 200 Meter sein.
Das Problem bei der ganzen Sache besteht, wie der Physiker Peter Fisher gegenüber der "Technology Review" anmerkt, in den Nebenwirkungen. Ein Mirkowellenschuss kann nicht nur ein Fluchtfahrzeug stoppen, sondern jedes andere elektronische Gerät in der Umgebung, also zum Beispiel die Steuerung von Aufzügen in nahegelegnen Gebäuden oder andere Überwachungselektronik.
Weitere Informationen
Eureka Aerospace
Montag, 26. November 2007 12:23:56
Update: Montag, 26. November 2007 12:29:00