Texas: Trauriger Rekord bei Hinrichtungen

400. Exekution seit Wiedereinführung der Todesstrafe.
Huntsville/Tokio. Im US-Bundesstaat Texas ist am Donnerstag der 400. Delinquent seit der Wiedereinführung der Todesstrafe vor 30 Jahren hingerichtet worden. Der 32-jährige Johnny Conner war wegen der Ermordung einer Frau zum Tode verurteilt worden. Er hatte nach Ansicht der Richter die Besitzerin einer Tankstelle bei einem Raubüberfall getötet. "Was mir geschieht, ist unrecht", sagte Conner kurz vor seiner Hinrichtung. Am Ende betete der Afro-Amerikaner.
Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 fand ein Drittel aller Hinrichtungen in den USA in Texas statt. Allein in den fünf Jahren, in denen der jetzige US-Präsident George W. Bush dem Bundesstaat als Gouverneur vorstand, wurden dort 154 Todesurteile vollstreckt. Die EU hatte im Vorfeld gegen Conners Hinrichtung protestiert und die US-Behörden aufgefordert, die Vollstreckung von Todesurteilen auszusetzen. Dies wies Gouverneur Rick Perry schroff zurück. Die EU solle sich nicht in die Angelegenheiten des Bundesstaates einmischen, meinte er.
Printausgabe vom Freitag, 24. August 2007
Online seit: Donnerstag, 23. August 2007 18:14:32