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Kauz, Magdalena: der hut, das Wasser, die Liebe

Von Markus Bundi

"Und dass man immer nur um sich selbst weint, egal, was der Anlass ist." – So lautet einer von Magdalena Kauz’ Sätzen der Erzählung "der Hut, das Wasser, die Liebe". Ein Satz, der losgelöst auch für sich stehen könnte, und solche Epigramme finden sich in dieser Erzählung der 45-jährigen Schweizer Autorin zuhauf. Sie ergeben eine lose Bilderabfolge, Sequenzen, die assoziativ, ja notwendig aufeinander folgen und von einer Beziehung in ihren letzten Atemzügen berichten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer Hutmacherin, einer Sichtweise, die die Dinge beseelt, sie in der jeweiligen Stimmung des Subjekts erscheinen lässt – derweil ihr Partner, ein Architekt, seine jüngste Liebschaft pflegt. Bis die Ich-Erzählerin doch den letzten Schritt tut: "Einfach gehen, wenn die Zeit da ist, ohne Streit, einfach gehen." Auch wenn das leichter klingt, als es in Wahrheit ist. Doch nicht zuletzt genau diesen Trennungsschwierigkeiten verdanken sich ja die vorliegenden poetisch-subtilen Konzentrate.

Magdalena Kauz: der hut, das Wasser, die Liebe. Erzählung. Kyrene Verlag, Innsbruck 2008, 96 Seiten, 16,90 Euro.

Printausgabe vom Samstag, 19. Juli 2008
Online seit: Freitag, 18. Juli 2008 15:52:00

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