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Die Angst vor den Piraten

Die <em>Jolly Roger</em> darf nicht durch alle Medien wehen.

Die Jolly Roger darf nicht durch alle Medien wehen. (© J. Hutsch / Wikimedia - Creative Commons)

Von WZ Online

Der Wahlkampf in Deutschland wird härter, und die Piratenpartei dürfte den etablierten Parteien doch mehr Angst machen, als sie zugeben wollen. Nun wurde bekannt, dass die 14 Tageszeitungen der SHZ-Gruppe nicht über die Piraten oder die Freien Wähler berichten dürfen.

Der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) gilt als CDU-nahe. Wie die Landesgruppe der Piraten meldete, wurde der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Helmut Andresen, zu einem Pressegespräch erst ein- und dann wieder ausgeladen.

Veranlasst wurde dies laut der Aussendung durch den Redakteur Frank Jung auf Weisung der Chefredaktion. Vor der plötzlichen Absage hatte der SHZ ein entsprechende Gespräche bereits mit den Direktkandidaten der Region Schleswig/Flensburg von CDU, SPD, FDP, Grünen, SSW und Linken geführt.

Zeitung findet sich objektiv

Chefredakteur Stephan Richter sieht die Sache naturgemäß anders und schickte uns folgende Stellungnahme: "Die Behauptung, unsere Zeitungsgruppe unterdrücke bei der Wahlberichterstattung kleiner Parteien wie die Freien Wähler oder die Piratenpartei, ist nachweislich falsch. Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden, indem er in unsere Zeitungen schaut. Laufend erscheinen in den verschiedenen Ausgaben Berichte über Kandidaten oder Wahlkampfaktionen der Freien Wähler oder über die Piratenpartei. Allein in der letzten Woche vor der Wahl räumten wir diesen beiden Gruppierungen - die verschiedenen Texte und Fotos zusammengerechnet - eine ganze Zeitungsseite ein. Dies ist umfangreicher, als in jeder anderen schleswig-holsteinischen Zeitung. Der Blick in unsere Zeitung zeigt, dass die Behauptungen jeder Grundlage entbehren."

Neun Prozent bei der Jugendwahl

Freuen dürfen sich die Piraten hingegen über die gelungene Kommunikation mit den Internetkids. Bei der sogenannten Kinder- und Jugendwahl der Bildungsinitiative U18 würden sie mit 9,15% in den deutschen Bundestag einziehen.

(Quelle: U18)

Zu Thema

Aufzählung Piraten segeln erfolgreich durchs Web

Link

Aufzählung Jugendwahl U18



Freitag, 18. September 2009 22:09:00
Update: Freitag, 25. September 2009 14:30:00


Kommentare zum Artikel:

25.09.2009 13:06:45 Recherche
...wäre von unseren österreichischen Nachbarn angebracht gewesen. Dann wüssten Sie, dass sich diese Aktion des Ein- und Ausladens auf eine konkrete Serie bezog, in der die Spitzenkandidaten vorgestellt werden. Das hat nichts mit der generellen Berichterstattung über die Parteien in SH zu tun. Zu einem Artikel gehören immer zwei Seiten!
Herbert Frey
21.09.2009 11:29:17 Danke an die Nachbarn
Das ich so was aus der Wiener Zeitung lesen muss liegt wohl am Wohnort (Flensburg). Das ist eigentlich ein Grund dem SHZ den Rücken zu kehren!

Grausig diese Entwicklung!
Jens
20.09.2009 16:04:30 Es gibt sie noch:
Sachliche Berichte.
Suchender
20.09.2009 09:55:47 Großartiges
Demokratieverständnis.
mike
19.09.2009 23:03:41 sogen. Volksparteien abwählen
64 Jahre Lug und Betrug.Jetzt muß Schluß sein. Unsere Kinder und das gesamte D.Volk wird seit dem Kriegsende in Sippenhaft genommen und entmündigt,sowie entrechtet. Es muß Schluß damit werden,deshalb die bisherigen verlogenen Volksparteien abwählen ,was heißt: keine Stimme am 27.09.09 diesen Großparteien von SPD,CDU/CSU ,FDP,LINKE und den Grünen.Kontrolle bei der Auszählung muß sein.
Piraten zeigt deshalb,wo der Hammer hängt.D.Volk wach auf!
Pawlak
19.09.2009 02:00:03 Vielen Dank!
Vielen Dank an die Wiener Zeitung und vor allem an den für diesen Bericht zuständigen Redakteur, dass sie einen Bericht über diese Vorgänge veröffentlicht haben!

In Deutschland hat praktisch keine Redaktion über diesen Skandal berichtet.

Scheinbar sind die Medien in Österreich ehrlicher als ihre Kollegen in Deutschland.
Yoshimo
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