Wiener Zeitung Neu in der Linkmap:
 
  Wiener Zeitung Homepage Amtsblatt Homepage LinkMap Homepage Wahlen-Portal der Wiener Zeitung Sport-Portal der Wiener Zeitung Spiele-Portal der Wiener Zeitung Dossier-Portal der Wiener Zeitung Abo-Portal der Wiener Zeitung Suche Mail senden AGB, Kontakt und Impressum Das Unternehmen Benutzer-Hilfe
 Politik  Europa  Kultur  Wirtschaft  Computer  Wissen  extra  Panorama  Wien  Meinung  English  MyAbo 
 Kolumnen  Gastkommentar  Analyse Porträt  Limerick  Satiren  Cartoon  Leserbrief  Zitate 
Print this

Fünf Kleinstparteien wollen ins Hohe Haus – drei davon aus dem Stand und ohne große Chancen auf den Einzug

Roulette um die Vier-Prozent-Hürde

Ringen um den Einzug: Heide Schmidt (LIF), Fritz Dinkhauser, Mirko Messner (KPÖ), Wilfried Auerbach (Rettö) und Alfons Adam von den Christen (v. l. n. r.). Foto: apa

Ringen um den Einzug: Heide Schmidt (LIF), Fritz Dinkhauser, Mirko Messner (KPÖ), Wilfried Auerbach (Rettö) und Alfons Adam von den Christen (v. l. n. r.). Foto: apa

Von Katharina Schmidt

Aufzählung Am 28. September kandidieren so viele Kleinstparteien wie noch nie.
Aufzählung Liberale haben Chance auf Einzug ins Parlament.

Die Chancen stehen so gut wie noch nie. Und die Zahl der Kleinstparteien im Rennen ist so hoch wie nie. Fünf an der Zahl haben es geschafft, die 2600 nötigen Unterschriften zu sammeln, die für ein bundesweites Antreten nötig sind.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Politikverdrossenheit ist der Boom an Alternativlösungen einfach zu erklären, darin sind sich die Meinungsforscher einig. Allerdings sind die heuer angebotenen Lösungen teils althergebrachte: So tritt wieder einmal die KPÖ an. Die Kommunisten haben sich mit Mirko Messner denselben Spitzenkandidaten ausgesucht wie schon 2006, auch die Themen sind weitgehend dieselben. Der Ruf nach einer Umverteilung der Mittel von oben nach unten könnte allerdings angesichts der aktuellen Teuerungsdebatte für neuen Aufwind der KPÖ sorgen – doch selbst wenn das Ergebnis von 2006 (ein Prozent) verbessert werden kann, erscheint ein KPÖ-Einzug ins Parlament doch äußerst unrealistisch.

Ähnlich wird es auch den beiden neuen Parteien ergehen: Die Christen, die bei der niederösterreichischen Landtagswahl im März aus dem Stand 0,84 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten, bedienen wohl zu spezifische Themen, um österreichweit die Vier-Prozent-Hürde überspringen zu können. Bei "Rettet Österreich" ist es genau umgekehrt: Die Liste thematisiert lediglich einen Punkt, nämlich die Ablehnung des EU-Vertrags von Lissabon. Nur, dass dieses Thema eben auch im Wahlkampf jener Parteien, die wirklich im Parlament vertreten sind, eine maßgebliche Rolle spielt. Potenzielle Rettö-Wähler werden sich somit wahrscheinlich eher einer Partei zuwenden, die eine tatsächliche Repräsentation garantieren kann.

Bleiben noch das Liberale Forum und die Liste des Tiroler Rebellen Fritz Dinkhauser. Letzterer hatte zu Beginn des Wahlkampfs eine scheinbar große Chance. Allerdings zeigte bereits das knappe Rennen um die Unterstützungserklärungen, dass er mit seiner bodenständigen Andreas-Hofer-Manier österreichweit kaum punkten kann. Andererseits hat er in Tirol im Juni auf Anhieb 18,3 Prozent erkämpft – wenn er in den Nationalrat einzieht, dann wohl am ehesten über ein Grundmandat.

Die Liberalen haben mit Abstand die besten Chancen auf einen Einzug, derzeit variieren die Umfragen rund um die magischen vier Prozent. Einerseits mag das an der Bekanntheit des Liberalen Forums liegen – immerhin ist es die einzige Partei, die bereits im Nationalrat vertreten war. Auch ist Heide Schmidt, anders als Alexander Zach, der zuletzt nur auf einem SPÖ-Ticket ins Plenum einzog, ein bekanntes Gesicht, und sie hat mehr politisches Standing als Karin Resetarits, die noch 2006 als mögliche Spitzenkandidatin gehandelt worden war.

Schließlich geht Schmidt aber auch das größte Risiko ein: Sollte das neuerliche Antreten der Parteigründerin nicht den gewünschten Erfolg bringen, so kann das liberale Projekt wohl endgültig als abgehakt betrachtet werden.

Prüfen Sie Ihre Präferenzen

Aufzählung Wahlmaschine der Wiener Zeitung

Printausgabe vom Samstag, 20. September 2008
Online seit: Freitag, 19. September 2008 18:43:00


Kommentare zum Artikel:

20.09.2008 12:04:15 Keine Patei ist gegen den EU-Vertrag
Die Verfassungsklage wurde von der Bürgerinitiative Rettet Österreich (RettÖ) und nur von dieser eingebracht. Das BZÖ und die anderen "EU-Kritiker" reden nur.
Das wird uns aber nichts nützen.
Leider hat RettÖ keinen Meinungsforscher, der dies (sicher auch ohne Bezahlung) sicher bestätigen würde!
Daher lautet die einzige Alternative am 28.09. RETTÖ
Hartwig Steiner
Kommentar senden:
Name:

Mail:

Überschrift:

Text (max. 1500 Zeichen):

Postadresse:*


* Kommentare werden nicht automatisch veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.
Die Redaktion behält sich vor Kommentare abzulehnen. Wenn Sie eine Veröffentlichung Ihrer Stellungnahme als Leserbrief in der Druckausgabe wünschen, dann bitten wir Sie auch um die Angabe einer nachprüfbaren Postanschrift im Feld Postadresse. Diese Adresse wird online nicht veröffentlicht.

Wiener Zeitung - 1040 Wien · Wiedner Gürtel 10 · Tel. 01/206 99 0 · Impressum · AGB