Also empören wir uns auch ob solcher Diskriminierung. Nur: Es stimmt einfach nicht, ist vielmehr ein arger Missbrauch statistischer Globaldaten.
Denn erstens: Welche Firma ist so idiotisch, jemandem für die gleiche Arbeit ein Viertel mehr zu zahlen? Jeder Geschäftsführer, der das täte, würde vom Eigentümer mit nassen Fetzen davongejagt.
Zweitens: Wo sind eigentlich die zehntausenden Anzeigen bei den (um die eigene Wichtigkeit ringenden) Gleichbehandlungs-Beauftragtinnen, die jene Statistik durch Exempel aus dem wirklichen Leben unterlegen würden?
Drittens gibt es in der Tat Bereiche, wo Männer für anscheinend gleiche Arbeit wirklich mehr verdienen: im Fußball, im Tennis oder in der Kunst. Dort strömen zu den Männern in der Regel viel mehr Zuschauer. Sollen diese künftig immer auch Tickets für Frauenfußball erwerben müssen?
Viertens, und nur hier ist staatliches Gegensteuern legitim, wählen auch heute noch Mädchen in Massen überbesetzte, daher schlecht bezahlte Berufe wie Friseurin oder Kosmetikerin. Während sie die außerhalb von Krisenzeiten boomenden Branchen rund um Maschinen und Software meiden.
Fünftens gibt es von der Präsenzpflicht bis zum Pensionsantrittsalter viele nicht auf dem Gehaltszettel aufscheinende Bevorzugungen von Frauen.
Sechstens sei auf die enormen Steuerverschwendungen unter dem Titel "Gender" verwiesen, auf die frauenlastige Scheidungsjudikatur oder auf Mineralwasserfirmen, die gerne für Brustkrebs-, aber nie für die Prostatakrebsbekämpfung spenden.
Siebentens sind weit mehr Männer arbeitslos.
Und achtens zeigen zumindest deutsche Statistiken (für Österreich werden solche nicht erstellt), dass Männer im Schnitt viel mehr arbeiten. Bei den Selbständigen sind das etwa 49 Wochenstunden gegenüber 36 weiblichen. Von der überwiegend weiblichen Teilzeit ganz zu schweigen.
Trotz all dem gelten eigentlich Frauen als unsolidarisch und Männer als Machos, die diese Fakten auch nur zu erwähnen wagen.
Printausgabe vom Samstag, 26. September 2009Update: Montag, 28. September 2009 05:04:00
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