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Rudolf Steiner

Anthroposoph Rudolf Steiner.  Foto: Wikipedia

Anthroposoph Rudolf Steiner. Foto: Wikipedia

Von Christa Karas

Die Anthroposophie war seine Rettung: Rudolf Steiner (1861 in Donji Kraljevec, Kroatien geboren, 1925 in Dornbach, Schweiz, gestorben), war nicht nur auf Grund seiner Armut, sondern auch wegen seiner aus heutiger Sicht schizoiden Persönlichkeitsstörung, die – trotz eines Stipendiums – keine Kontinuität eines Studiums zuließ, nachgerade gezwungen, seine eigene esoterische Mixtur aus Philosophie, Religion und Okkultismus zu entwickeln.

Aufzählung 'Einspruch' der Anthroposophen

Auf dem Weg dahin musste er sich vielen anbiedern, mit denen er sich wegen seiner anmaßenden Art alsbald überwarf: Schon mit 16 habe er Kants "Kritik der reinen Vernunft" gelesen, aber verworfen, wie überhaupt so gut wie alle Philosophen außer Nietzsche und Stirner. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit deren Werken war ihm ebenso wenig möglich wie eine rationale Argumentation seiner eigenen verworrenen Thesen. Kritik begegnete er, so der Religionswissenschafter Hartmut Zinser, mit einer Immunisierungsstrategie, die auf "höheres Wissen" verwies.

Das Gros der Zeitgenossen reagierte hämisch auf seine Vorträge. Hermann Hesse nannte ihn einen "krampfhaften Magier und angestrengten Willensmenschen", Kurt Tucholsky befand: "Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen."

Einen späteren Adepten hatte Steiner indessen in Heinrich Himmler, dem nicht nur dessen "Rassentheorie" und das Okkulte gefielen: Steiner und die Anthroposophische Gesellschaft wurden von wohlhabenden, meist weiblichen Kreisen mit einem Hang zur Esoterik so großzügig unterstützt, dass sie auch Schriften finanzieren konnten, in denen Verschwörungstheoretiker den Juden und den Freimaurern die Schuld am Ersten Weltkrieg anlasteten – was dann von den Nazi rezipiert wurde. Die außergewöhnliche Karriere eines ewigen Autodidakten mit Folgen wie Waldorf-Pädagogik, biologisch-dynamischem Landbau und einer "Medizin" ohne Wissenschaft.

Printausgabe vom Samstag, 05. April 2008
Update: Montag, 07. April 2008 12:13:00


Kommentare zum Artikel:

17.04.2009 17:18:51 Warum verbreiten Sie Lügen ?
Christa Karas

Sie sollten sich schämen, durchaus schämen, eine solche Lügengeschichte über Rudolf Steiner zu verbreiten. Warum tun Sie das - haben Sie dazu persönliches Resentiment ?

Sie wissen ganz genau, dass Rudolf Steiner Vortragstätigkeit in Deutschland einstellen sollte, weil die "Braunen" diese Tätigkeit, sogar durch physiche Attentate, zu unterbrechen gesucht habe. Hitler hat Steiner gehasst, weil Steiner seine Ideologie schon sehr früh durchschaut hat.

Steiner hat sich in seinen philosophischen Werken mit sowohl Zeitgenossen, wie Denker der Historie auseinandergesetzt, deshalb ist Ihre Aussage "Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit deren Werken war ihm ebenso wenig möglich wie eine rationale Argumentation seiner eigenen verworrenen Thesen" ganz einfach eine gemeine Lüge, was Sie sehr leicht dadurch feststellen könnten, wenn Sie sich nur ein bescheidenes Kenntnis der Werkreihe von Steiner erwerben wollte.

Vermitteln Sie als Journalistin sachliche informationen oder im Gegenteil gemeine Lügen - falls das letztere sind Sie kaum würdig ernst genommen zu werden - oder sich Journalist zu nennen

MfG
Lars Smith
Lars Smith
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