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Meldungen zum Thema Spam |
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Übernommene Rechner: "Rund ein Drittel des Spam stammt inzwischen von 'unschuldigen' Systemen, die durch Computerviren oder Würmer gekidnappt wurden", sagte Gernot Hacker vom Sicherheitssoftware- Unternehmens Sophos auf einer Fachkonferenz zum Thema Computersicherheit des Marktforschungsunternehmens IDC in Frankfurt. "Die Verschleierung der Quelle und des Ziels von Spam war schon immer teuer", sagte Hacker. "Kidnapping von Systemen ist die neueste Methode." Laut IDC werden 2004 in Europa 17 Milliarden Spam-Mails verschickt, werden 2007 sollen es 23 Milliarden sein. (09/2004) US-Spammer: Die meisten Spam-Mails kommen aus den Vereinigten Staaten (42,53 Prozent), danach folgen Südkorea (15,42 Prozent) und China mit Hongkong (11,62 Prozent). Die danach gereihten Länder sind nur mehr im einstelligen Prozentbereich aktiv. Deutschland liegt auf Platz sieben. Die Methoden der Spammer werden außerdem immer skrupelloser, erklärte er: "Viele sind inzwischen dazu übergegangen, fremde Computer zu hacken und unter ihre Kontrolle zu bringen, um ihre Spam-Mails verschicken zu können." Von solchen "Zombie-PCs", die heimlich gekapert wurden, werden laut Sophos rund 40 Prozent aller Werbe-Mails verschickt. (08/2004) Microsoft reagiert: Auch bei Microsoft werden eifrig
Anti-Spam-Strategien entwickelt. Im aktuellen Microsoft Executive E-Mail
liefert Bill Gates den Zwischenbericht "Nützlichkeit von E-Mails aufrecht
erhalten und verbessern". Demnach gehen bereits viele Verbesserungen auf den
weit reichenden Einsatz der SmartScreen-Technologie zurück, da diese
zwischen zuverlässigen und unzuverlässigen Sendern unterscheiden
könne. So werde beispielsweise im Hotmail über 95 Prozent der
ankommenden Spam-Mails ausfiltert. Dennoch seien die aktuell verfügbaren
Filter-Technologien nicht ausreichend. Zur Bekämpfung der
fälschlichen Verwendung eines Domain Namens, dem so genannten
"Domain-Spoofing", werde der Sender-ID-Standard erfolgreich getestet,
verrät Gates. Notwendig sei jedoch auch eine Kombination von
unterschiedlichsten Methoden, um die Spam-Wellen
einzudämmen. Stress Während in Deutschland mehr als 80 Prozent der
Internet-Nutzer sämtlichen Spam in der Mailbox sofort löschen,
reagiert fast jeder zweite Japaner mit einer verärgerten Antwort-Mail an
den Absender. Den größten Erfolg hat Spam in den USA: Hier haben 20
Prozent schon mal Produkte von Spam-Anbietern gekauft. Dies ergab eine
Yahoo-Umfrage unter 37.000 Internet-Nutzern in elf Ländern. [Mehr...] Juristische Schlachten: Der US-amerikanische Provider EarthLink hat einen Ring von Spammern verklagt. Das Unternehmen verlangt von den Spammern, künftig keine unerwünschten Werbe-Mails mehr zu verschicken und fordert zusätzlich Schadensersatz. Auch AOL hat bei einem Gericht in Orlando Klage eingereicht: Mehr als 35 Millionen Spam-Mails sollen an AOL-Mitglieder geschickt worden sein. Unterdessen wird in den USA ein Urteil in einem anderen Prozess als wichtiger Schritt im Kampf gegen Spam gewertet. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass so genannte Do-not-call-Listen zulässig sind. Darauf sind Telefonnummern vermerkt, deren Besitzer nicht von Werbeanrufen belästigt werden wollen. Analog dazu könnten nun Anti-Spam-Listen zum Einsatz kommen. (Quelle: Symantec Security News) Das Jahr des Spams wird 2004 nach den Angaben von Brightmail. Aus dem aktuellen Spam-Report schließt das Unternehmen, dass bis zu zwei Drittel aller Mails unverlangte Werbung transportieren könnten. 2003 waren es bereits 56 Prozent. Filter-Test: Die Zeitschrift c't hat im August 2003 (Nr. 17/03) Spam-Filter getestet. Dabei hat sich der Bayes-Filter des E-Mail-Programms Mozilla sehr gut geschlagen. Die sWeb-Freemailer bieten Filter an, die Mails bereits auf dem Server sortieren. Die Ergebnisse bei GMX, Yahoo, Web.de, Hotmail oder Arcor fallen im Test jedoch sehr unterschiedlich aus. Einige Filter blocken Nachrichten ab, die keine Spam-Mails sind. Andere hingegen fischen zu wenig Spam aus der E-Mail-Flut. [Mehr bei c't...] Wirtschaft gegen Spam: Eine Aufklärungskampagne bei Internet-Nutzern soll den Kampf gegen die unkontrollierte Werbemail-Flut unterstützen. Der deutsche eco-Verband der Internet-Wirtschaft hat dafür einen Anti-Spam-Leitfaden veröffentlicht. [Mehr...]. Gesetzesinitiative: Nach Virginia will nun auch der
US-Bundesstaat Kalifornien Spammern das Leben schwer machen. Das kalifornische
Oberhaus, der Senat, verabschiedete vergangene Woche ein verschärftes
Gesetz gegen unverlangt versandten Werbemüll. Staat als Spammer: Im Mai 2003 überschüttete die Bundesfinanzierungsagentur Mitarbeiter der Uni Wien mit Werbemails [Mehr...] Konzerne gegen Spam: Im Mai 2003 beschlossen die Software- und Internetanbieter Microsoft, AOL und Yahoo, gemeinsam den Schutz ihrer Kunden vor unerwünschten Werbe-Emails verstärken. Zum einen sollen Lösungen entwickelt werden, der den Versand von Spam-Mails über die Email-Dienste von AOL, Microsoft und Yahoo erschweren. Dazu würden Standards für Werbemails entwickelt, mit denen sich Spam-Mails von seriösen Emails unterscheiden ließen. Die Anbieter würden sich künftig auch über Beschwerden der Kunden austauschen und bei der strafrechtlichen Verfolgung der unerlaubten Versandmethoden helfen. "Um dies zu erreichen, sollen die Mittel für die Archivierung elektronischer Beweismittel verbessert werden, die Rückschluss auf die Aktivitäten von Spammern geben." Mit Hilfe bestehender Internet-Adressbücher sollen die Absender außerdem leichter identifiziert werden können. |
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