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Symantec hat zusammen mit chip.de eine
Umfrage unter Internetbenutzern durchgeführt. Ziel der Untersuchung war es
herauszufinden, wie stark die Verbreitung von Spam-Mails vorangeschritten ist
und wie Anwender mit der unerwünschten Flut von unaufgefordert
zugeschickten E-Mails umgehen. Darüber hinaus sollte festgestellt werden,
inwieweit E-Mail-Benutzer sich über die potenzielle Gefahr von Spam-Mails
bewusst sind. In einem Zeitraum von 10 Tagen haben knapp 8.000 E-Mail-Benutzer
über die populäre Webseite chip.de an der Untersuchung
teilgenommen.
Spam = Ärger + Zeitverlust + Risiko
Vor allem
private PC-Benutzer müssen sich mit Spam herumschlagen (73 Prozent). Knapp
jeder Vierte wird sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz von
unerwünschten Werbemails belästigt. Die Zahl der Spam-Mails nimmt
beachtliche Ausmaße an. 52 Prozent der Befragten registrierten pro Woche
in ihrem E-Mail-Eingang zwischen 10 und 50 solcher Botschaften.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die, dass Spam nicht mehr nur
ärgerlich ist, sondern E-Mail-Benutzer zunehmend schädigt. Die
meisten Befragten empfanden Spam als lästig, jeder Zehnte musste jedoch
einen weiter gehenden Schaden durch die unerwünschte Werbeflut hinnehmen.
Die Schäden bestanden vornehmlich in der verdeckten Installation von
Dialern, in dem Erwerb von raubkopierter Software oder in bestellter und nie
gelieferter Ware.
"Kriminelle haben das Medium E-Mail für sich entdeckt", so
die Einschätzung von William Plante, Leiter weltweiter Markenschutz bei
Symantec. "Die Fälle, in denen zum Beispiel raubkopierte Software von
Symantec via Spam-Mail angeboten werden, haben stark zugenommen. Anwender
erwerben Software in dem Glauben, ein leistungsfähiges Originalprodukt zum
Schnäppchenpreis zu erhalten. Was sie bekommen, ist jedoch nur eine
billige Kopie ohne volle Funktionalität, ohne Anspruch auf aktuelle
Virensignaturen oder Online-Hilfe."
Christian Riedel, Chefredakteur von CHIP Online gibt zu bedenken:
"Sicherlich kann man es auch schon als Schädigung empfinden, wenn man
ständig Zeit darauf verwenden muss, unerwünschten Werbemüll aus
dem E-Mail-Eingang zu entfernen. Während dem Privatanwender die Zeit
raubenden Löschaktionen lediglich die Laune verderben, führen sie im
beruflichen Bereich zu einer Produktivitätsminderung." Inwieweit sich Spam
am Arbeitsplatz letztlich volkswirtschaftlich negativ auswirkt, lasse sich
schwer sagen, das Problem sollte jedoch von den Verantwortlichen nicht
unterschätzt werden, so Riedel weiter.
Zwischen Schicksalsergebenheit und
Protest
E-Mail-Benutzer verfolgen unterschiedliche Strategien im
Umgang mit Spam. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer versuchen, die Werbeflut zu
ignorieren. Sie gaben an, Spam-Mails ungelesen zu löschen. 4 Prozent
halten es für eine gute Idee, eine Antwort-Mail mit der Bitte um
Streichung aus dem E-Mail-Verteiler zu schicken. "Gerade darauf warten manche
unseriöse Anbieter. Die Antwort-Mail bestätigt nur die Richtigkeit
der E-Mail-Adresse. Eine solche Reaktion kann daher anschließend zu einer
Zunahme des Spammings führen", warnt William Plante von Symantec.
Obwohl die Mehrzahl der Befragten Nachteile durch Spam erleiden,
schützen sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) in keiner Weise davor.
E-Mail-Benutzer seien Spam jedoch nicht hilflos ausgeliefert, macht Plante von
Symantec klar. Spam-Filter oder Spam-Blocker, wie sie in Produkten wie Norton
Internet Security enthalten sind, könnten einen Großteil der
Werbeflut ausschalten. Wer bisher nicht über solche Software verfügt,
sollte einige Tipps beherzigen, die Symantec in seinem Spamwatch-Center unter
www.symantec.com/spamwatch/ zusammengefasst hat. Dort erhalten E-Mail-Benutzer
Hinweise, wie man seriöse von unseriösen Angeboten unterscheidet und
werden über adäquate Reaktionen auf Spam aufgeklärt.
Darüber hinaus können Anwender über spamwatch@symantec.com
mit den Symantec-Experten in Verbindung treten, wenn sie via Spam ein
zweifelhaftes Angebot zum Kauf von Symantec-Produkten erhalten haben. Vor
allen Dingen sollten E-Mail-Benutzer nicht selber zur Quelle von Spam-Mail
werden, indem sie so genannte Kettenbriefe per E-Mail weiter verbreiten.
"Kettenbriefe haben uns doch schon in der Grundschule genervt", findet
Christian Riedel von CHIP Online. "Im E-Mail-Format werden sie kein bisschen
intelligenter. Sie verschwenden lediglich Zeit und Bandbreite."
Hintergrundinfos zur Studie
Umfrage-Parameter
Die Umfrage bestand aus insgesamt 17 Fragen und stand auf der
stark frequentierten Webseite von chip.de allen Interessierten zur
Verfügung. Sie ließ sich einfach durch Mausklick auf ein
Antwortmenü beantworten. Gefragt wurde unter anderem nach der Anzahl
erhaltener E-Mails pro Woche, dem Anteil von Spam, nach der Reaktion der
Befragten auf unerwünschte Werbemail und mögliche Schäden. Die
Anonymität der Teilnehmer war gewährleistet, lediglich Alter und
Geschlecht wurden erfragt. Chip.de übernahm die Auswertung der in der
Aktion generierten Daten.
"Wir haben nicht mit einem so großen Echo gerechnet",
kommentierte Christian Riedel, Chefredakteur von chip.de die unerwartet hohe
Zahl von knapp 8.000 Teilnehmern. "Aber offensichtlich ist Spam ein Reizthema,
weil sich immer mehr E-Mail-Benutzer damit auseinander setzen müssen." Das
gemeinsame Umfrageprojekt mit Symantec sei gelungen, so Riedel weiter, da man
wertvolle Erkenntnisse über die Bedeutung und Tragweite von Spam erhalten
habe.
Zahlen und Fakten der Studie
- Die meisten der Befragten (97 Prozent) kannten den Begriff
"Spam". Dieser hohe Kenntnisstand ist nicht zuletzt auf die gut informierte
Zielgruppe von chip.de zurückzuführen, die sich aus Entscheidern und
Meinungsführern der IT-Branche sowie interessierten Laien
zusammensetzt.
- 59 Prozent der Befragten nutzen E-Mail vorwiegend privat, 2
Prozent ausschließlich beruflich, 39 Prozent der Teilnehmer gaben an,
E-Mail sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich einzusetzen.
- 42 Prozent der Befragten gaben an, pro Woche 10 bis 50 E-Mails
zu erhalten. 29 Prozent erhalten 51 bis 100 E-Mails, 12 Prozent der Befragten
erhalten 101 bis 150 E-Mails.
- 73 Prozent der Teilnehmer werden an ihrem Heim-PC von Spam
heimgesucht, 24 Prozent müssen sich sowohl zu Hause als auch im Büro
mit Spam-Mail herumschlagen. Nur 3 Prozent gaben an, von Spam-Mail verschont zu
bleiben.
- Wöchentlich beläuft sich die Zahl der Spam-Mails bei
52 Prozent der Befragten auf 10 bis 50. 20 Prozent erhalten sogar 51 bis 100
Spam-Mails.
- Interessant ist die Reaktion der Befragten auf Spam: 92 Prozent
löschen die Werbepost ungelesen. 4 Prozent halten es für richtig,
Spam-Mails zu öffnen und den Absender zu bitten, vom Verteiler gestrichen
zu werden. Wenige Anwender (1 Prozent) protestieren auf herkömmlichem
Postweg gegen die Zusendung von Spam, sofern sich ein Absender ermitteln
lässt.
- Von jenen, die auf Spam-Mail reagiert haben, gaben immerhin 10
Prozent an, durch ihre Reaktion einen Schaden erlitten zu haben. 56 Prozent
hatten sich dadurch einen Virus eingefangen, 70 Prozent der Geschädigten
wurden auf eine Internetseite umgeleitet, von der aus sich ein Dialer-Programm
auf dem Rechner installierte, jeweils 1 Prozent gab an, bestellte Ware nie
erhalten zu haben und versehentlich raubkopierte Software bestellt zu
haben.
- 33 Prozent der Befragten berichteten davon, dass zeitweise ihr
E-Mail-Account durch Spam dermaßen verstopft war - beispielsweise nach
einem Urlaub -, dass keine regulären E-Mails mehr empfangen werden
konnten.
- Gut drei Viertel der Befragten schätzen die Gefahr
für Kinder mit E-Mail-Zugang durch Spam hoch bis sehr hoch ein.
- 53 Prozent der Befragten setzen bisher keinen Spam-Filter ein.
23 Prozent gaben an, dass ihr E-Mail-Provider Spam-Mail von vornherein
filtert.
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