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Die hier angeführten Techniken sind
vor allem für Privatpersonen interessant. Keine der angegebenen Techniken
bietet Institutionen hinreichenden Schutz vor Spam und/oder Mailviren. Den
wirksamsten Schutz stellen zur Zeit Filter sowohl am Server wie bei den
einzelnen Mitarbeitern dar. Grund dafür sind die verfeinerten Techniken
der Adressensammler:
- Spammer arbeiten inzwischen mit Virenprogrammierern zusammen.
Auf diese Weise werden Mailadressen aus den Adressebüchern von PCs
ausgelesen und übermittelt.
- Die Mitarbeiter von Institutionen sind zumeist in vielen
Adressbüchern von Kunden und Geschäftspartnern vermerkt. Würmer,
die sich auf deren PCs einnisten, versenden sich unabhängig aller
Vorsichtsmaßnahmen beim potentielen Adressaten und können dort nur
abgefangen werden.
- Professionelle Spammer resp. Verkäufer von Mailadressen
arbeiten inzwischen mit Interception, d.h. sie lesen Mailadressen auf Servern
aus, die Mail weiterleiten.
Verwenden Sie mehrere E-Mail-Accounts Spammer
beziehen ihre Adressenlisten aus vielen unterschiedlichen Quellen. Nutzen Sie
dieses Wissen, um ihr Postfach von Werbemails freizuhalten. Legen Sie sich
neben Ihrer eigentlichen Mailadresse weitere Adressen für unterschiedliche
Bereiche zu:
- für Online-Einkäufe
- für Gewinnspiele und dergleichen
- für Foren und Chaträume
- für Postings in Newsgroups etc.
Sollte eine dieser Adressen von Werbemails
überfllutet werden, legen Sie einfach einen neuen Account bei einem
Gratisanbieter an.
- Eine ausgezeichnete Liste bietet
Emailaddresses.com.
- Spezialisiert auf das Anlegen zahlreicher Adressen für
diesen Zweck ist Spammotel.
Hüten Sie Ihre Mailadresse Sie wollen
in einem Online-Shop nur etwas nachschauen, aber man verlangt Ihre Mailadresse?
Schreiben Sie ruhig donald@duck.com in die Maske, das funktioniert auch.
[Anmerkung nach Leserfeedback: Gemeint ist die Eingabe einer Adresse, von der
Sie annehmen, dass sie nicht existiert. Alternativ können Sie auch
die Mailadresse eines Ihnen bekannten Spammers eingeben.] Hinterlassen Sie
gültige Adressen nur dann, wenn Sie tatsächlich mit jemandem
kommunizieren möchten.
Nutzen Sie
Robinsonlisten In Deutschland bietet der I.D.I. eine
Mail-Robinsonliste
an. In der Schweiz können Sie Ihre Fax-Nr. und Mail-Adresse im
Telefonbuch mit Zeichen * (keine Werbung) kennzeichnen lassen. Mehr dazu finden
Sie bei Schweizer
Telefonbüchern. In Österreich ist Spam ohnehin verboten.
Leiten Sie Massenmails nicht weiter Egal ob
es sich um den Job handelt, bei dem man 10.000 $ im Monat verdient oder um eine
herzergreifende Geschichte, ob es eine vorgebliche Virenwarnung ist oder ein
elektronischer Kettenbrief mit Fluchdrohungen: Löschen Sie die Mail! Post,
die Sie auffordert, etwas massenhaft zu versenden, ist unseriös und macht
Sie zum Spammer.
Versenden Sie Mails mit bcc: statt mit
cc: Dadurch erhält der einzelne Empfänger nicht die Adressen
aller anderen Adressaten. Auch wenn der einzelne Empfänger
vertrauenswürdig ist, macht die Taktik Sinn. Viele Anwender senden
nämlich Mails direkt weiter - und dadurch können die
"Rattenschwänze" der cc:-Adressen leicht in falsche Hände geraten.
Die Bildschirmkopie zeigt die Funktion in Microsoft Outlook: Mehr zum Thema
cc:/bcc: steht bei Trollpress.
Tarnen Sie Mailadressen auf Ihrer Website
- Literale Angabe: Schreiben Sie einfach Xaver Maier at
meineseite dot de statt als Mailadresse. Diese darf dann freilich kein
klickbarer Link sein. Menschen können diese Angaben umsetzen. Die
maschinellen Adressensammler haben damit Probleme.
Grafik: Veröffentlichen Sie Ihre Mailadresse als leicht
verzerrte Grafik oder in einer Phatasieschrift. Dahinter darf wiederum kein
klickbarer Link liegen. Der Nachteil der Methode: Die Grafik passt
möglicherweise nicht zum Design.
- Codierung: Man ersetzt im Quellcode einfach alle Zeichen
durch die entsprechenden Character Entities. D.h. statt mailto: steht
mailto:.
Damit haben die Robots der Spammer, die das Web nach Adressen durchsuchen,
meistens Probleme. Ein konkretes Beispiel zeigt
Andreas Janke.
Empfangen Sie keine HTML-Mails
Deaktivieren Sie im Mailprogramm die Option HTML-Mails
empfangen. Solche Mails enthalten - neben bisweilen gefährlichem Code
- meist Bilder, die von einem Webserver geladen werden. Sobald Sie die Mail
lesen, wird eine Verbindung zu dem server hergestellt und der Spammer
weiß, dass Ihre Mailadresse benutzt wird. Der Effekt: Sie erhalten noch
mehr unverlangte Post.
Benutzer von Outlook haben dabei ein Problem.
HTML-Mail lassen sich erst ab Outlook 2002/Service Pack 1 (Windows) bzw.
Outlook 2000 (Mac) abschalten.
Antworten Sie nicht außer... Das
Angebot, sich von der Spamlisten streichen zu lassen, ist leider in seltenen
Fällen ernst gemeint. Antworten Sie auf eine solche Remove-Klausel ("To
unsubscribe simply reply with the subject...") nur, wenn Ihnen der Absender
bekannt ist (ein Geschäft, in dem Sie eingekauft haben; ein verbreiteter
Newsletter). Ansonsten teilen Sie dem Spammer solcherart mit, dass Ihre
Mailadresse genutzt wird. Und er wird sie entweder selbst weiterhin nutzen oder
verkaufen. Ausnahmen: s. Beschwerden.
Kein telefonischer Kontakt Spam mit einer
Telefonnummer und den Zeilen "Call here to be removed" wird in der Absicht
verschickt, Anrufe bei gebührenpflichtigen Nummern zu
provozieren. |