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Strategien gegen den Terrorismus

Nach den Anschlägen des 11. September werden zahlreiche, unterschiedliche Strategien und Maßnahmen gegen den Terrorismus entwickelt. Die Ziele und Erfolgsaussichten differieren, und in vielen Fällen sind die Entscheidungen von taktischen Überlegungen beeinflusst.

  • Trauer um die Toten des AnschlagsSicherheitsbestimmungen: Vor allem im Flugverkehr aber auch in zahlreichen anderen Bereichen werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Bürgerrechtsaktionen warnen allerdings davor, dass es in der Folge der Anschläge zu Bestimmungen kommen könne, die den Schutz der Privatsphäre verletzen.
     
  • Aufklärung: Im Rahmen internationaler Kooperationen von Polizeibehörden wird versucht, die Netzwerke der Terrororganisationen transparent zu machen und juristische Nachweise für die Täterschaft zu erbringen. Weiters sollen dadurch geplante Aktionen im Vorfeld verhindert und Terroristenzellen ausgehoben werden.
     
  • Kommandoaktionen: Eliteeinheiten und/oder Mitarbeiter der Geheimdienste werden gegen Einrichtungen und Personen eingesetzt. Ob es zu Entführungen und anschließenden Gerichtsverfahren kommt, ist unklar. Auf die Frage, ob er Bin Laden tot sehen wolle, sagte Bush: "Ich will Gerechtigkeit. Und es gibt ein altes Plakat im Westen, auf dem steht: 'Tot oder lebendig'".
    Durchgeführt werden solche Aktionen von Non-offlcial-cover-Agenten (NOCs). Allerdings verfügen die Geheimdienste kaum über NOCs, die im fundamentalistischen Milieu agieren können.
  • Antiamerikanische Proteste in Quetta/PakistanFinanzielle Austrocknung: Das Geld, das internationale Netzwerke benötigen, stammt aus einem Geflecht von Unternehmen. Durch systematische Aktionen gegen die beteiligten Firmen sowie das Einfrieren und Beschlagnahmung von Konten sollen die finanziellen Ressourcen verknappt werden. Das Problem dabei ist, dass wesentliche Summen aus illegalen Unternehmungen (Waffenschmuggel, Drogenhandel) stammen.
     
  • Soziale Maßnahmen: Die Quellen des Fanatismus heißen Armut, Unterdrückung und mangelnde Bildung. Gebiete wie Afghanistan, Palästina und der Libanon werden seit Jahrzehnten von Kriegen heimgesucht. Erst eine wesentliche Verbesserung der Lebensbeduingungen könnte den Zustrom zu radikalen Gruppierungen stoppen.
     
  • Krieg: Die USA sind entschlossen gegen die Verantwortlichen und ihre Unterstützer mit militärischen Mitteln vorzugehen. Das versicherte Präsident George Busch in seiner "Rede an die Nation" am Abend des 11.9. Er sei überzeugt, dass die "den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen" könnten. Kritiker weisen darauf hin, dass groß angelegte Militäroperationen vor allem die Zivilbevölkerung treffen würden, ohne den Terrororganisationen effektiv zu schaden.