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Biographie
Zwischen Kult und Vergessen (NZZ)
Türkische Lyrik
Nazim Hikmet (English)
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Werke (Auswahl) |
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Eine Reise ohne Rückkehr / Dönüsü
olmayan Yolculuk. Gedichte und Poeme. Türkisch - Deutsch, Dagyeli Verlag.,
Berlin 2001
Gedichte. Eine Auswahl,
Ammann Verlag, Zürich 2001
Das schönste Meer ist das noch nicht befahrene.
Türkisch - Deutsch, Dagyeli-Verlag, Berlin 2001
Menschenlandschaften (4 Bände), Germinal / Buntbuch,
Berlin 1981 (z. T. vergriffen)
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Sekundärliteratur |
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Gronau, Dietrich: Nazim Hikmet; Rowohlt, Reinbek
1991 |
Nazim Hikmet ist der bekannteste türkische Lyriker innerhalb
und außerhalb des Landes. Der am 20.1.1902 in Saloniki geborene Sohn
eines Paschas war zunächst Anhänger des türkischen Nationalismus
wandte sich aber rasch davon davon ab, als er die blutigen Auswirkungen
erkannte und wurde zur Symbolfigur der demokratischen Bewegungen.
1921-24 studiert Hikmet in Moskau, wo er von Wladimir
Majakowskij entscheidend beeinflusst wird und sich zum Kommunismus bekennt.
Durch den Einsatz von reimlosen Zeilen im Blankvers bricht Hikmet mit den
Traditionen der türkischen Lyrik.
1925-26 lebt Hikmet in Istanbul und veröffentlicht
in Zeitschriften.
1926 wird er Grund eines
Gedichts zu 15 Jahren Zwangsarbeit und Exil verurteilt und flieht nach
Moskau.
1928 kehrt Hikmet in die
Türkei zurück und wird zu 7 Monaten Haft verurteilt.
1929 Gedichtband "835 Zeilen"
1934-35 erneut in Haft
1937 "Epos über Bedrettin, Sohn des Richters von
Simavne"
1938 wird Hikmet zu 15 Jahren
Gefängnis verurteilt. Bis 1965 sind seine Werke in der Türkei
verboten und werden ausschließlich im Ausland gedruckt und unter der Hand
verbreitet. In der Haft arbeitet Hikmet an seinem Hauptwerk "Ansichten der
Menschen in meinem Heimatland".
Erst 1950 wird der Dichter nach internationalen Protesten
freigelassen. Kurz danach wird er zum Militär einberufen und erhält
gleichzeitig mit der Einberufung Morddrohungen. Hikmet flieht mit einem
Ruderboot übers Schwarze Meer und wird von einem rumänischen Frachter
aufgenommen.
1950-63 lebt Hikmet
vorwiegend in Moskau. Nach offener Kritik an Stalin vor dem sowjetischen
Schriftstellerkongress bringt ihn ins Visier des KGB, der sich jedoch mit der
Überwachung des prominenten Flüchtlings begnügen muss.
1961 stirbt Nazim Hikmet in Moskau.
2002 wird von
der UNESCO zum Nazim Hikmet-Jahr erklärt. Weltweit finden Veranstaltungen
zum 100. Geburtstag des Dichters statt. |