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Iriserkennung

Die Iris des menschlichen Auges bietet dafür mit ihren zahlreichen Merkmalen wie Sprenkeln, Streifen und Punkten 266 biologische Attribute. Im Vergleich dazu bietet die Fingerkuppe für den Fingerprint nur ca. 40 Merkmale.

IriserkennungWas es mit dem Scannen der Iris auf sich hat, wissen James-Bond-Fans schon seit "Never say never again", als über die computergestützte Erkennung der Iris eine Atomwaffe freigegeben wurde. Mit einer aufwendigen Augenoperation konnte dieses biometrische Verfahren zugunsten des Bösewichts mißbraucht werden. Mittlerweile ist die Methode der Iriserkennung Realität. Da sie jedoch äußerst kostenintensiv ist, wird sie für besonders sicherheitsrelevante Prozesse verwendet.

Die Iriserkennung funktioniert im Prinzip folgendermaßen:

  • Ein Iriserkennungssystem enthält üblicherweise drei verschiedene CCD-Kameras.
  • Zwei ermitteln mithilfe eines bildverarbeitenden Verfahrens die Position des Kopfes und der Augen aus einem Gesamtbild.
  • Mit diesen Informationen wird eine Zoom-Kamera auf die Augen gerichtet und erstellt von diesen eine Nahaufnahme.
  • Über das so entstandene Iris-Bild legt das System im Anschluss eine Maske aus acht konzentrischen Ringen, die dem Pupillendurchmesser und dem Lidstand dynamisch angepasst werden.
  • Die Software durchsucht dann innerhalb dieser Maske charakteristische Verästelungen der Adern und speichert diese in einer Art menschlichem Strichcode.
  • Dieser Code weist die höchste Merkmalsdichte aller biometrischen Verfahren auf. Dementsprechend klein ist daher auch die theoretische Chance eines identischen Iris-Codes mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1015 bis 1:1030.