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Biometrische Techniken

Minutien als Darstellung von charakteristischen Punkten (rot) eines Fingerabdruck-Bildes Als biometrische Erkennungszeichen kommen eine Reihe von Körper- und Verhaltensmerkmalen in Frage. Am weitesten verbreitet ist die "Kontrolle" per Fingerabdruck. Unverwechselbar ist auch die Netzhaut des Auges sowie verschiedene Aspekte des Körperbaus wie beispielsweise die Geometrie der Hand. Alle biometrischen Messverfahren funktionieren nach dem demselben Grundprinzip:

  • Personalisierung ("Enrollment"): Das "System" lernt den Benutzer kennen, indem es seine Merkmalstruktur analysiert.
  • Biometrische Muster werden von dem zu identifzierenden Merkmal erzeugt. Dazu vermessen Scanner und Computer hierzu Gesicht, Iris, Stimme, Finger oder die ganze Hand.
  • Reduzierte Messergebnisse ("Templates"): Das "System" speichert nicht komplette Bilder, sondern nur ausgewählte Merkmale. Als so genannte Templates gespeichert, dienen diese künftig als Vergleichsmuster, wann immer der Mensch sich per Fingerabdruck oder Stimme ausweisen soll.

Jedes Verfahren bietet hinsichtlich Sicherheit, Akzeptanz und Fehlerquoten unterschiedliche "Stärken" und "Schwächen":

Verfahren

 

Erläuterung

 

Vor- und Nachteile

Hand

Geräte erfassen die Abmessungen der Finger und die Dicke der Hand oder liefern auch ein Venenbild.

Vorteil: schon seit mehr als zehn Jahren im Einsatz.
Nachteil: die geometrischen Abmessungen von menschlichen Händen unterscheiden sich nicht genügend

Netzhaut (Iris)

Die Struktur der Augennetzhaut wird mittels eines ungefährlichen Laserstrahls abgetastet.

Vorteil: sehr fälschungssicher und niedrige Falscherkennungsraten von bis zu 1 zu 1.000.000.
Nachteil: Ängste der Benutzer, die Augen mittels Laser abtasten zu lassen

Finger- abdruck

Fingerabdrücke sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und eigenen sich hervorragend zur physiologischen Erkennung.

Vorteil: sehr fälschungssicher und niedrige Falscherkennungsraten von bis zu 1 zu 1.000.000; im Bankenbereich beruhen schon heute 68 Prozent der Biometrie-Anwendungen auf dem Fingerabdruckverfahren.
Nachteil: durch den allgemein bekannten Einsatz bei der Polizei bei Verbrecherjagd gibt es eine hohe Hemmschwelle der Benutzer hinsichtlich Persönlichkeitsrechte

Gesicht

Die Erkennung erfolgt von persönlichen Gesichtsmerkmalen.

Vorteil: völlig berührungsfrei.
Nachteil: umfangreiche Datensätze erfordern schnelle und teure Systeme. Da das System auch zur Erkennung und Identifikation von Personen in der Öffentlichkeit angewandt werden kann, gibt es auch datenschutzrechtliche Problem

Unter- schrift

Erkennung von charakteristischen Unterschriftenmerkmalen wie Dynamik des Schreibstiftes.

Vorteil: wird vom Benutzer akzeptiert.
Nachteil: Problem der Trennung variabler und invarianter Teile bei der Erkennung, hoher Zeitbedarf

Stimme

Es erfolgt eine Spektralanalyse eines (meist vorbestimmten) gesprochenen Wortes.

Vorteil: wird vom Benutzer akzeptiert.
Nachteil: Problem der Trennung variabler und invarianter Teile bei der Erkennung sowie hoher Zeitbedarf

Quelle: tecChannel