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  • vom 28.01.2015, 20:20 Uhr

Veranstaltungen

Update: 02.02.2017, 11:37 Uhr

Impressionen von den Alpbach Talks

Bildungswende - Vom "Du sollst" zum "Ich kann"


Die Alpbach Talks beschäftigten sich am 26. Januar 2015 mit dem Thema Bildung, das aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen dringend ein Umdenken erfordert. - © Fotos: Simon Rainsborough  Am Podium diesmal die Bildungsinnovatorin Margaret Rasfeld von der Evangelischen Schule Berlin Mitte und  Daniel Landau, "einer der promintesten und engagiertesten Pädagogen Österreichs"...  ... wie ihn Wolfgang Riedler, der Geschäftsführer der Wiener Zeitung, in seiner Begrüßungsrede bezeichnete.  Frau Rasfeld hat auch zwei ihrer Schülerinnen, Ivi Kussmaul und Paulina Unfried (hier mit D. Landau) nach Wien mitgebracht.  Auf Augenhöhe. Caspar Einem, Vizepräsident des Europäischen Forum Alpbach, und Wolfgang Riedler, Geschäftsführer der Wiener Zeitung.  Während die Gäste eintreffen...  wartet man im Saal schon gespannt...  ... auf den Beginn einer Veranstaltung, die nichts Geringeres verspricht als einen Anstoß zu einer Bildungswende.  Wolfgang Riedler begrüßte im Namen der Wiener Zeitung und wies ...  ... vor den vielen Zuhörerinnen und Zuhörern im übervollen Musensaal der Albertina...  ... darauf hin, dass die Bildungsdebatte, als eine der liebsten politischen Diskussionsthemen, durch überzogene Erwartungen und Anforderungen zum Scheitern verurteilt ist.  Caspar Einem, Vizepräsident des Europäischen Forum Alpbach, sprach über gesellschaftliche Veränderungen...  ... die Ängste und Orientierungslosigkeit hervorrufen, denen man  nicht im Wettkampf jeder gegen jeden...  sondern mit gemeinsamer Problemlösungsfähigkeit begegnen kann.  Was wir brauchen, so Einem, ist Begeisterung für Neues und die Unterstützung von Neugier von Kindern und Jugendlichen.  Daniel Landau, Pädagoge und Obmann des Bildungs-NGO "Jedes K!ND!" spürt die Begeisterung, die ...  ... Margaret Rasfeld versprüht. Sie ist seit 37 Jahren im Schuldienst und findet...  ... es gibt nichts Schöneres, als Kinder und Jugentliche zu begleiten.  Corinna Mittlbach von der Initiative "Teach for Austria" macht noch einmal darauf aufmerksam, dass Bildung in Österreich...  immer noch abhängig ist vom Bildungsweg und sozialem Einkommen der Eltern.  Mittlbach, die Lehrerin in einer Neuen Mittelschule im 11. Bezirk ist, weiß um die Wichtigkeit, Kinder zu motivieren und zu begeistern und ...  ...bezeichnet das als eine der größten Herausforderungen als Lehrer.  Paulina Unfried (l.) und Ivi Kussmaul (r.) sitzen gerne am Podium neben ihrer Direktorin und ...  ... erzählen selbstbewußt über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Schulsystemen.  Pauline wollte an ihrer Regelschule immer die Beste sein. Als sie an die ESBZ kam, war der Druck raus und sie erlebte, dass man "für sich selbst lernt, weil man gerne lernen möchte".  Ivi erzählt, wie es an ihrer Schule zugeht.  Hier gibt es keine Noten, die Schülerinnnen und Schüler melden sich selbst zum Test an, wenn sie sich bereit fühlen.  "Es gibt einem das Gefühl, ja, ich kann das wirklich, ich kann etwas verstehen".  In die ESBZ "sind alle da, weil sie da sein wollen. Ein richtig schönes Gefühl", beschreibt es Ivi Kussmaul.  Das Publikum läßt sich von diesem Gefühl anstecken und ...  hört mit einem Lächeln den beiden Schülerinnen zu.  Rasfeld stellt fest, dass Schule im 19. Jahrhundert stehen geblieben ist.  Nachdenkliche ...  Gesichter ...  im Publikum.  "Wir müssen echt aufpassen, dass uns die Output- und Test-Orientierung nicht die Humanität wegnimmt", mahnt Rasfeld.  Da ob des großen Interesses für das Thema der Musensaal zu klein geworden ist...  wurde Ton und Bild in das benachbarte Billardzimmer übertragen.  "Die Zeit der Pflichterfüller ist vorbei! Jetzt brauchen wir Menschen, die Verantwortung übernehmen!"  Das Modell "Höher, schneller, weiter" läuft vor die Wand, findet Rasfeld.  Wieder Nachdenken im Publikum als Rasfeld feststellt, dass dieses Konkurrenz-Modell nicht zukunftsfähig ist.  "Die Zukunft liegt ...  in der Kraft des Teams, des Wir, der Interdisziplinarität...  ... und im Handlungsmut", sagt Rasfeld.  An der ESBZ gibt es keinen Frontalunterricht, hier können Kinder selbständig und selbstbestimmt lernen ohne Noten und ohne Angst, erzählt sie weiter.  "Projekte wecken Begeisterung", sagt die Bildungsexpertin...  ... und wenn sie so leidenschaftlich über ihre Schule erzählt, überträgt sich diese Begeisterung auch auf das Publikum.  Ivi Kusmaul (in der Mitte) und Paulina Unfried erzählen strahlend und selbstbewußt über ihre Schule, über das Tutorensystem...  wo Lehrer die Schüler dabei unterstützen, eine eigene Lösung für ein Problem zu finden...  und über das Fach "Herausforderung", bei dem drei Wochen lang an einem eigenen Projekt gearbeitet wird...  Die "Herausforderung" kann auch eine Radtour in Schweden sein...  bei der man lernt, dass es besser ist, sich für einen Weg zu entscheiden, selbst wenn er der falsche ist, als zu verzweifeln.  Aber bis man zum Projekt "Herausforderung" kommt...  lernt man "Verantwortung", ein Projekt, bei dem die Schüler etwas soziales oder umweltrelevantes machen.  Sie lernen, in der Gesellschaft aktiv zu werden,  und für andere Verantwortung zu übernehmen.  "Eindringlicher kann man nicht zeigen, was Begeisterung heißt", fasst Daniel Landau zusammen und...  ... stellt auch gleich noch drei Bücher zum "nachlesen" vor: EduAction - Wir machen Schule (Rasfeld, Spiegel)<!--[if gte mso 9]>Normal021falsefalsefalseDE-ATX-NONEX-NONE<![endif]--><!--[if gte mso 9]><![endif]--><!--[if gte mso 10]><style>/* Style Definitions */table.MsoNormalTable{mso-style-name:"Normale Tabelle";mso-tstyle-rowband-size:0;mso-tstyle-colband-size:0;mso-style-noshow:yes;mso-style-priority:99;mso-style-parent:"";mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;mso-para-margin:0cm;mso-para-margin-bottom:.0001pt;mso-pagination:widow-orphan;font-size:11.0pt;font-family:"Calibri","sans-serif";mso-ascii-font-family:Calibri;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-hansi-font-family:Calibri;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-font-family:"Times New Roman";mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-fareast-language:EN-US;}</style><![endif]-->  <!--[if gte mso 9]><![endif]--><p class="MsoPlainText">"Wie wir Schule machen - Lernen, wie es uns gefällt", das drei Schülerinnen der Schule Alma (14), Jamila (15) und Lara-Luna (16) geschrieben haben...</p>
  und das neueste Buch "Schulen im Aufbruch - Eine Anstiftung" (Rasfeld,Breidenbach)  "Was wir brauchen ist ein Zutrauen in das Potential unserer Kinder", sagt Rasfeld zum Schluss.  Danach fragte...  das Publikum.  Und hörte Rasfelds Ausführungen...  gebannt zu, denn bei manchen Dingen geht es eben um die Sache abseits von parteipolitischen Interessen.  <span style="text-align: left;" dir="ltr" class="irc_su">Stefan Unterberger von der Wiener Lerntafel erkundigte sich nach Nachahmern für dieses Schulkonzept.</span>  Das Publikum lässt sich von Rasfeld inspirieren...  und stellt Fragen ...  über Fragen.  Und hörte selbst nach mehr als einer Stunde gebannt zu.  Mitgeschrieben hat man klassisch mit Stift ...  ... und ganz modern mit Laptop.  Und Margaret Rasfeld ruft immer wieder zum Neudenken auf.  Das Publikum ist sichtlich von den Ausführungen begeistert.  Und fragt...  und fragt...  und fragt.  Zum Schluss wurde auch noch etwas überzogen.  Das Publikum aber war bis zuletzt aufmerksam und begeistert.  Vielen Dank für einen Abend voller Begeisterung (v.l.n.r.): <span class="fbPhotosPhotoCaption" tabindex="0" data-ft="{" tn":"k"}"="" id="fbPhotoSnowliftCaption"><span class="hasCaption">Wolfgang Riedler (Wiener Zeitung), Margret Rasfeld (Schuldirektorin, Bildungsinnovatorin), Paulina Unfried (Schülerin), Caspar Einem (Vizepräsident Europäisches Forum Alpbach), Ivi Kussmaul (Schülerin), Daniel Landau (Bildungs-NGO "Jedes K!nd") </span></span>  Jetzt durfte man auch persönlich noch Fragen stellen,  Erfahrungen austauschen,  nachhaken,  Bücher erwerben und ...  signieren lassen.  Mit einer ganz besonderen Widmung natürlich!  Die Stimmung war freundlich, positiv  nachdenklich  und freudig.  Mit viel Emotion wurde an diesem Abend ...  noch lange diskutiert,  gefragt,  beraten und ...  ... lächelnd beobachtet.  Bei einem Gläschen Wein ...  ... konnte man den inspirierenden Abend ausklingen lassen. - © Fotos: Simon Rainsborough 



  • Sehenswert (2)





  • vom 26. Januar 2015 im Musensaal der Albertina

Die Wiener Zeitung und das Europäische Forum Alpbach luden in Kooperation mit der Bildungs-NGO "jedesK!ND" am 26. Januar 2015 in den Musensaal der Albertina zu einem "Alpbach Talk" zum Thema:

Bildungswende


Viele Eltern, LehrerInnen und PädagogInnen sind sich einig: Frontalunterricht in Mathematik und Deutsch reicht heute nicht mehr aus, um junge Menschen auf die großen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Margret Rasfeld ist eine Vorkämpferin für die Schule der Zukunft. Als Direktorin einer Berliner Gemeinschaftsschule setzt sie ein völlig neues pädagogisches Konzept um und zeigt, dass Schulen schon heute einen anderen Weg einschlagen können. Im Gespräch mit dem Bildungsaktivisten und AHS-Lehrer Daniel Landau erzählt sie, wie Schulen die Bildungswende schaffen können.

Begrüßung:
Caspar EINEM, Vizepräsident, Europäisches Forum Alpbach, Wien
Wolfgang RIEDLER, Geschäftsführer, Wiener Zeitung GmbH, Wien

Diskussion:
Margret RASFELD, Bildungsinnovatorin und Leiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum
Daniel LANDAU, AHS-Lehrer und Sprecher "jedesK!ND - die Bildungs-NGO"
Ivi KUSSMAUL, Schülerin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum
Paulina UNFRIED, Schülerin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum

Die Reihe "Alpbach Talks" wurde ins Leben gerufen, um die offene, zukunfts- und lösungsorientierte Diskussionskultur des Europäischen Forums Alpbach nach Wien zu bringen.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-01-27 15:49:19
Letzte Änderung am 2017-02-02 11:37:30


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