• 27. Mai 2015

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Eine neue Friedenskapelle an der ehemaligen Reichsgrenze beim Passo di Vezzena: Die Fahnen symbolisieren den Wandel der Gedenkkultur der einstigen Gegner. - © Foto: Stadler

Italiens Kriegseintritt 1915

Der Kampf um die Erinnerung

  • Vor 100 Jahren trat Italien in den Krieg gegen Österreich-Ungarn ein. Dieser Akt gibt heute Anlass zu einer gemeinsamen Gedenkkultur.

1915: Als am 23. Mai Italiens Botschafter die Kriegserklärung von König Viktor Emanuel III. dem k.u.k. Außenminister Graf Burián überreichte, kam dies nicht unerwartet: Italien war zwar mit Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich im Dreibundvertrag, der 1912 bis 1920 verlängert worden war und eine wechselseitige Beistandspflicht vorsah... weiter




Irmina verlebt einige Jahre in England, wo sie mit ihrer deutschen Herkunft konfrontiert wird. - © Cartoon: Yelin/Reprodukt

Comic

Entmutigte Aufbruchslust6

  • Die Zeichnerin Barbara Yelin hat die Tagebücher ihrer Großmutter zur Grundlage des Comic-Bandes "Irmina" gemacht - eine beeindruckende künstlerische Auseinandersetzung mit der deutschen Zeitgeschichte.

"Wissen Sie, ich tue, was ich will!" Europa 1934: Eine ehrgeizige, 19-jährige Deutsche bricht nach England auf, um in London ihre Ausbildung als Fremdsprachensekretärin fortzusetzen. Am liebsten hätte sie ja auf einem Schiff angeheuert und als "Kapitän" die Welt bereist. Neugierig, unternehmungslustig, mutig, scheint sie zu wissen, was sie will... weiter




"Vielleicht ist ja das Theater, ganz im Sinne von Brechts Lehrstücken, viel wichtiger für die, die es machen, als für die, die es sehen." Martin Wuttke - © Foto: Robert Newald

Martin Wuttke

"Überforderung kann durchaus produktiv sein"3

"Wiener Zeitung": "Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet", bemerkte der damalige Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankenfein am Höhepunkt der Finanzkrise. In Henrik Ibsens "John Gabriel Borkman" hegt die Titelfigur ähnliche Ansichten. In dem Stück, das am 28. Mai im Rahmen der diesjährigen Wiener Festwochen Premiere feiert... weiter




Vea Kaiser.Foto: APA/ Hans Klaus Techt

Literatur

Keine Insel der Seligen5

  • Die österreichische Autorin Vea Kaiser legt mit "Makarionissi" einen Roman über eine griechische Migrantenfamilie vor.

Das Verhältnis zwischen Griechen und Deutschen könnte Entspannung vertragen. Auch im privaten Bereich, etwa als Mitte der 1970er Jahre zwischen der temperamentvollen Griechin Eleni und dem deutschen Hippie Otto die Wogen hochgehen, weil sich ein Kind ankündigt. Eleni ist mit ihrem Mann und Cousin Lefti aus einem vom Krieg zerrütteten griechischen... weiter




Seit 2009 werden Fingerabdrücke auch für Reisepässe erhoben und gespeichert. - © apa/Pfarrhofer

Kriminalistik

Verräterische Papillarlinien1

  • Vor mehr als 150 Jahren wurde erstmals die Bedeutung von Fingerabdrücken für die Identifizierung von Personen erkannt. Mittlerweile hat die "Daktyloskopie" viele Täter überführt.

Am Abend des 29. Juni 1892 stürzt die 26-jährige Gelegenheitsarbeiterin Francisca Rojas schreiend aus ihrer Hütte in Necochea, einem Dorf an der argentinischen Atlantikküste: "Meine Kinder . . . o Gott, die Kinder!" Der sechsjährige Bub und das vierjährige Mädchen der alleinerziehenden Mutter liegen erschlagen in ihrem Blut... weiter




Nicht wegen Bilder-, sondern wegen Urkundenfälschung wurde der raffinierte Maler Wolfgang Beltracchi verurteilt. Sein Medienruhm ist dafür ungebrochen. - © APA/dpa/Peter Kneffel

Kunstgeschichte

Kriminalität und Künstlertum2

  • Von Benvenuto Cellini bis Wolfgang Beltracchi reicht der Reigen jener Männer, bei denen ästhetisches Schaffen und verbrecherisches Tun Hand in Hand gehen..

Die Medien stürzen sich mit Begeisterung auf Nachrichten, die mit "Kunst und Verbrechen" einerseits, "Künstler als Ausnahmemenschen" andererseits zu tun haben. Dabei sind doch Musik, Malerei, Literatur angeblich schöne Künste. Wie kann also jemand seine "feinen Finger" einerseits für die Fertigung von Kunst einsetzen, andererseits für Mord... weiter




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