• 19. Mai 2013

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Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann

Richard Wagner heute

"Ich hasse ihn - auf Knien"

  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.

Was Wagner vorgestern bedeutete, belegen unzählige Bücher und Artikel: Er war schon der gleichsam offizielle Komponist Deutschlands, noch ehe Adolf Hitler die Macht ergriff. "Neudeutsch-preußischer Reichsmusikant" höhnte ihn etwa der "Kapital"-Autor Karl Marx. Nach Hitlers Machtergreifung wurde Wagner zum Staatskomponisten des sogenannten Dritten... weiter




Selbst Wagner-Marken tendieren zur (Über-)Größe . . . - Foto: epa/Jan Woitas

Ein Meister des ganz Kleinen

  • Als Titan verehrt und selbst dem Größenwahn verfallen, war Richard Wagner indes, wie schon Friedrich Nietzsche feststellte, der "größte Miniaturist der Musik". - Ein persönliches Plädoyer für das Pianissimo.

Als eine Musikwissenschafterin mit hoher Affinität zu Richard Wagner sehe ich mich immer wieder mit derselben, klischeehaften Ablehnung des Phänomens Wagner konfrontiert, ja stellte bei mir selbst zuweilen einen seltsamen Unmut diesem Titanen gegenüber fest, für den die Literatur hauptsächlich Superlative (er-)findet: der Tristan als "Gipfel und... weiter




"Für mich war Musik schon früh etwas Lebensnotwendiges. Als ich später einmal keine Möglichkeit hatte, Musik zu machen, bin ich depressiv geworden." Walter Arlen - Foto: Bernadette Conrad

"Musik ist das Beste, was mir passiert ist"

Walter Arlen

  • Der in Wien geborene Komponist Walter Arlen erzählt von den schlimmen Tagen im März 1938, dem Glück, das er in Amerika fand, seiner großen Liebe zu Liedern - und von der Nostalgie über all das Verlorene, die in seiner Musik steckt.

"Wiener Zeitung": Herr Arlen, der 12. März 1938 war jener Tag, der Ihr Leben für immer aus dem vertrauten Gleis brachte. Können Sie sich daran erinnern? Walter Arlen: Ich kann mich genau erinnern: Es war es ein Samstag. Am Freitag davor fand das letzte Familienabendessen statt. Aber wir wussten natürlich nicht, dass es das letzte sein würde . . ... weiter




"Brauche Berge zum Festhalten"

Peter Habeler

  • Der Tiroler Extrembergsteiger Peter Habeler über Gipfel-Erlebnisse und gefährliche Seilschaften, die Mount- Everest-Expedition mit Reinhold Messner vor 35 Jahren - und über die kleinen Freuden nach einem Abstieg.

"Wiener Zeitung": Herr Habeler, wir sitzen hier in Ihrem Haus in Finkenberg im Zillertal, umgeben von hohen Bergen. Könnten Sie auch im Flachland leben? Peter Habeler: Nicht auf Dauer. Ich bin froh, dass ich hier leben kann. Von hier aus überblicke ich meine geliebten Mountains . Viele Menschen haben ein Problem damit, von Bergen umgeben zu sein... weiter




Edmund Hillary (links) und Tenzing Norgay kurz nach ihrem spektakulären "Gipfelsieg" 1953. - Foto: wikimedia

"Am einsamsten Platz der Welt"

  • Vor 60 Jahren, am 29. Mai 1953, bestiegen Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen den Mount Everest. Heute ist das "Dach der Welt" zu einem Abenteuerspielplatz für Pauschaltouristen verkommen.

"Auf der Schneefläche angekommen, gab es nichts als Luft - in jeder Richtung. Mit ungeheurer Befriedigung stellten wir fest, dass wir auf dem höchsten Punkt der Erde standen. Es war 11.30 Uhr am 29. Mai 1953." So beschrieb der Neuseeländer Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest vor 60 Jahren... weiter




Das "Highlinen" in gebirgigen Höhen ist die Königsdisziplin des "Slacklinens": Hier Christian Waldner unterwegs zur Innsbrucker "Frau Hitt", 2012. - Foto: Slackliner.at

Fester Stand auf dem Band

  • Der Tiroler Christian Waldner ist einer der Stars der österreichischen "Slackline"-Szene. Nach wagemutigen Touren im Hochgebirge überquert er nun am 24. Mai den Wiener Stephansdom in rund 60 Metern Höhe.

Es begann vor ungefähr zehn Jahren im Kletterparadies von Arco im Trentino, nahe dem Gardasee. Der junge Tiroler Sport- und BWL-Student Christian Waldner, geboren 1979, war mit Freunden von einer fordernden Klettertour zurückgekommen, und alle lagen matt und ausgelaugt in den Zelten. Aber wie das bei jungen Menschen so ist... weiter




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