• 3. September 2015

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"Alle sind Marxisten, ein wenig, unbewusst", schrieb der linke Theoretiker Antonio Gramsci vor hundert Jahren. Hier Marx-Figuren des Künstlers Ottmar Hörl. Foto: dpa/Thomas Frey

Linke

Was Linkssein heute bedeutet20

  • Im Gegensatz zum Befund der Entideologisierung haben zeitgemäße Linke recht wohl Bruchstücke von politischen Theorien im Kopf, die sich zu einer "Meuterei unserer Zeit" verdichten lassen.

Der Befund ist allgemein verbreitet: Politik ist heute weitgehend entideologisiert. Aber dieser Befund - oder will man es eher Lamento nennen? - geht noch weiter: Während sich früher Linke brennend für komplizierte theoretische Abhandlungen interessierten, ziegeldicke Bücher nicht nur lasen, sondern auch richtiggehend studierten... weiter




Leo Trotzki, August 1937, drei Jahre vor seinem Tod. Foto: Bettmann/Corbis

Politmord

Mordbefehl an "Mornard"6

  • Vor 75 Jahren verübte ein spanischer Sowjetagent in Stalins Auftrag ein tödliches Attentat auf Leo Trotzki. Chronologie einer Verschwörung.

"Aaaaaaaaaaa. . .". Es ist der wohl meistzitierte Todesschrei der Kriminalgeschichte. Lang gezogen, nicht enden wollend. "Ein Schrei, den ich niemals vergessen werde. Er klingt mir noch immer in den Ohren." So sagte der Mörder später. Sein Opfer: Der führende Kopf der Oktoberrevolution sowie Gründer und Organisator der Roten Armee, Leo Trotzki... weiter




"Noch immer bedeutet die Stalin-Zeit den Triumph im vaterländischen Krieg, Befreiung, den Sieg einer gerechten Sache": Aufmarsch in der Moskauer Innenstadt. Foto: S. Ilnitsky/epa

Interview

"Russland reagiert wie ein enttäuschter Liebhaber"13

  • Die in Kiew geborene und in St. Petersburg lebende Soziologin und Menschenrechtsexpertin Anna Schor-Tschudnowskaja spricht über Sowjetnostalgie, Moskaus Lügen und die allzu nachgiebige Haltung des Westens.

"Wiener Zeitung": Frau Schor-Tschudnowskaja, der Historiker Eric Hobsbawm hat vom "kurzen 20. Jahrhundert" gesprochen, das von 1914 bis 1989 dauerte. Doch sind wir aus dem 20. Jahrhundert je herausgekommen? Anna Schor-Tschudnowskaja: Ich glaube eher nicht an solche Abgrenzungen. Der soziale Wandel ist immerwährend, wenn auch nicht unbedingt linear... weiter




Mit ihrer ausgeklügelten Ikonographie bis heute als letzte prunkvolle Manifestation des alten Österreich interpretierbar: die Ankeruhr am Wiener Hohen Markt. Foto: apa/Helvetia

Zeit-Geschichte

Als die Zeit aus den Fugen geriet8

  • Vor 100 Jahren, am 18. August 1915, ist die Ankeruhr in Wien erstmals in Betrieb gegangen, allerdings unter schwierigen Kriegs-Bedingungen.

Im Krieg gehen die Uhren anders. Vor knapp hundert Jahren belegten zwei für die Geschichte der Stadt Wien bedeutsame Ereignisse die buchstäbliche Wahrheit dieses Ausspruchs. Es war im Jahr 1911, als die Lebens- und Rentenversicherungs-Gesellschaft "Der Anker" erstmals Pläne für eine prunkvolle Uhr an ihrem Firmensitz am Hohen Markt präsentierte... weiter




Im 19. Jahrhundert wurden unter anderem die allgegenwärtigen langen Kleiderschleppen der feinen Damen als Ursache der Staubmisere in Wien angesehen. Foto: Ansichtskarte, Sammlung Thomas Hofmann

Stadt-Geschichte

Dauerthema Staubbelastung2

  • Im Wien des 19. Jahrhunderts boten dichte Staubwolken auf Straßen und Plätzen vielfach Grund zur Klage.

"Wenn man in der reizenden Oase sitzt, welche Wiener Bockkeller (Nußdorf) heißt, und man wendet den Blick gegen Wien, so sieht man von der Weltstadt nix, gar nix, bloß eine unheimliche Staubwolken - und in dieser Wolken loschiren wir!" Derartige Bilder wie man sie in den "Jörgel Briefen" vom 3. August 1872 lesen konnte, waren im 19... weiter




Erst 47 Jahre alt, starb Ignaz Philipp Semmelweis am 13. August 1865 - ausgerechnet an einer Blutvergiftung. Abbildung: wikipedia

Medizin

Der Retter der Mütter15

  • Vor 150 Jahren starb Ignaz Philipp Semmelweis. Der Arzt entdeckte die Ursache des Kindbettfiebers und fand dagegen ein wirksames Mittel. In der etablierten Ärzteschaft stieß er aber nur auf Ablehnung.

Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass in Operationssälen von Krankenhäusern größte Reinlichkeit herrscht und man diesen Saal nicht etwa im Straßenanzug betreten darf. Es ist ja durchaus einsichtig, dass die Heilung von Wunden entsprechende hygienische Maßnahmen voraussetzt. Schon die Chirurgen in der griechischen Antike wussten um die... weiter




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