• 19. Mai 2013

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Sören Kierkegaard gilt als Ahnherr des modernen Existenzialismus: hier die Plastik von Louis Hasselriis im Hof der Dänischen Königlichen Bibliothek in Kopenhagen. - Foto: wikipedia

Einzelkämpfer des Denkens

  • Die Gedanken des am 5. Mai vor 200 Jahren geborenen Philosophen Sören Kierkegaard kreisten buchstäblich um Gott und die Welt - und können bis heute als Anleitung zur Selbsterfahrung verstanden werden.

Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard, der am 5. Mai vor 200 Jahren geboren wurde und am 11. November 1855, nach einem vergleichsweise ereignisarmen Leben, starb, war ein Einzelkämpfer des Denkens, der sich seine Überlegungen zu Gott und der Welt so schwer werden ließ, dass sie, losgelöst von ihrem Urheber... weiter




Evans Rolle war die eines "reisenden Sozialhistorikers": Company Town, Alabama 1936. - Foto: Walker Evans

Lyrischer Dokumentarist

  • Der US-Amerikaner Walker Evans (1903-1975) gilt als einer der Pioniere der modernen dokumentarischen Fotografie. Die Landesgalerie Linz bietet aktuell einen Überblick über sein Gesamtwerk.

In Linz läuft zur Zeit eine besondere Fotografie-Ausstellung, die für Österreich eine sehr späte Premiere darstellt: Unter dem Titel "Decade by Decade" (von Jahrzehnt zu Jahrzehnt) wird im klassizistischen Museumsbau der "Landesgalerie Linz" (die einen Teil der oberösterreichischen Landesmuseen bildet) ein Überblick über das Gesamtwerk des... weiter




"Uns geht es vor allem darum, den heutigen Jugendlichen zu vermitteln, was warum passiert ist, wer davon profitiert hat, wer weggeschaut hat, wer angepasst war, und was man heute tun kann." Willi Mernyi - Foto: N. Wagner-Strauss

"Die jungen Rechten treten jetzt cooler auf"

Willi Mernyi

  • Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, erklärt, was dieser Verein heute noch leisten kann, weshalb Österreich ein Ausstiegsprogramm für Rechtsextreme braucht - und was er als Gewerkschaftsvertreter im ORF-Publikumsrat vertritt.

"Wiener Zeitung": Herr Mernyi, als Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ) erhalten Sie angeblich immer wieder Post von Leuten, die Sie oder das Komitee beschimpfen. Stimmt das? Willi Mernyi: Ja, umso mehr, je mehr wir in den Medien präsent sind. Das Mauthausen Komitee hat erst unlängst eine Broschüre über Nazi-Devotionalien auf... weiter




Erzherzog Ferdinand Maximilian in der Uniform der k.k. Kriegsmarine, 2. Hälfte 19. Jahrhundert. - © Heeresgeschichtliches Museum, Foto: Alexander Eugen Koller, Artwork: Hannes Eder

Illusionen eines Imperators

  • Das desaströse, spätkoloniale Abenteuer von Kaiser Maximilian in Mexiko ist ein politisches Lehrstück, über welches in österreichischen Geschichtsbüchern überraschend wenig Informatives zu finden ist.

Im Wiener Hofmobiliendepot findet derzeit eine sehenswerte Ausstellung über das bewegte Leben des Kaisers Maximilian von Mexiko unter dem Titel "Der Traum vom Herrschen" statt. Der genaue historische Anlass für diese Ausstellung ist allerdings unklar, weil Max von Ende Mai 1864 (Ankunft in Mexiko) bis Mai 1867 (Erschießung am 19... weiter




Stimme der Elenden: Veza Canetti (1897-1963). - Foto: Carl Hanser Verlag

Alltagsdramen der Schwachen

  • Die in Wien geborene und im Londoner Exil verstorbene Schriftstellerin Veza Canetti schrieb beharrlich gegen das soziale Elend und die Unmoral an. Am 30. April jährt sich ihr Todestag zum 50. Mal.

Im Jahr 1933 erhielt Veza Canetti den zweiten Preis des Kurzgeschichten-Wettbewerbs der Wiener "Arbeiter-Zeitung" - es waren 827 Einreichungen, und der erste Preis wurde nicht vergeben. Ihre Erzählung "Ein Kind rollt Gold" liefert eines der nachhaltigsten Bilder der purzelnden Valutawerte und Moralbegriffe in den Inflationsjahren: Die fünfjährige... weiter




"Sowohl in meinen Büchern als auch am Theater interessieren mich jene Figuren am meisten, die in einen Abgrund blicken, ohne sich dabei hinter ihrem Ernst zu verbarrikadieren." Joachim Meyerhoff - Foto: Robert Wimmer

"Auf Begabung kann man nicht bauen"

Joachim Meyerhoff

  • Burgtheater-Star Joachim Meyerhoff über seinen Wechsel ans Hamburger Schauspielhaus, seinen Bezug zu Wien, die Mischung aus Biographie und Fiktion in seinen Romanen - und über seine Liebe zu Bäumen.

"Wiener Zeitung": Herr Meyerhoff, Sie wurden im Vorjahr in der Kategorie "Bester Schauspieler" mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet und zählen zu den meistbeschäftigten Schauspielern des Burgtheater-Ensembles. Trotzdem werden Sie ab Herbst an das Schauspielhaus Hamburg wechseln. Das hat sicher einen Grund. Joachim Meyerhoff: Das hat viele Gründe... weiter




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