• vom 09.03.2017, 17:51 Uhr

Plus Energie

Update: 09.03.2017, 17:55 Uhr

Smart Meter: Roll-out mit regionalen Unterschieden




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Von Klaus Fischer

  • Bis Smart Meter flächendeckend in Österreich installiert sind, wird noch einige Zeit vergehen.

Noch sind die digitalen Stromzähler ("Smart Meter") in Österreich eine eher seltene Spezies: Schätzungen der Regulierungsbehörde Energie-Control Austria (E-Control) zufolge waren Ende 2016 rund 590.000 solche Geräte installiert. Der Ausrollungsgrad beläuft sich laut E-Control somit auf etwas zehn Prozent, also jenen Wert, der bereits für Ende 2015 angepeilt war. Ob das für Jahresende 2017 ins Auge gefasste Ziel von 70 Prozent erreicht wird, gilt in der Elektrizitätswirtschaft als offen - mit örtlichen Unterschieden. Zuständig für die Installation sind die regionalen Netzbetreiber. In Ober-österreich etwa ist das die Netz Oberösterreich, die als "Vorreiter" in Sachen Smart Metering gilt.
Sie hat nach eigenen Angaben bereits über 340.000 Smart Meter bei ihren Kunden montiert und geht davon aus, im eigenen Versorgungsgebiet die 70 Prozent zu erreichen. Die Netz Niederöster-
reich hingegen unternimmt im Sommer einen großen Roll-out-Test, in dessen Rahmen sie 10.000 Zähler einbaut und nochmals ihr gesamtes digitales Strommess-System inklusive aller Prozesse prüft und evaluiert. Erst, wenn alles einwandfrei funktioniert, beginnt der Roll-out in ganz Niederösterreich. "Wir verfolgen einen ambitionierten Zeitplan und möchten die Ziele der Richtlinie möglichst bald erreichen", heißt es seitens des Unternehmens. Letzters bezieht sich auf die "dritte Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie" der EU. Diese schreibt vor, bis Ende 2020 mindestens 80 Prozent der Kunden mit Smart Metern auszustatten. Österreich leistet sich dabei übrigens eine Sonderhürde: Jeder Stromkunde hat das individuelle Recht, die Installation eines Smart Meters abzulehnen ("Opt-out"). Bisher halten sich die diesbezüglichen Wünsche allerdings in Grenzen: Laut Netz Oberösterreich begehrt "nicht einmal ein Prozent unserer Kunden ein Opt-out". Der EU-Kommission zufolge sollen die Smart Meter den Kunden helfen, sich über ihren Stromverbrauch besser zu informieren und durch effizientere Nutzung elektrischer Energie Geld zu sparen. Ob das funktioniert, ist umstritten. Einen Vorteil haben die Kunden aber auf jeden Fall, heißt es aus der E-Wirtschaft: Sie müssen künftig keine Termine für die Stromablesung mehr vereinbaren. Und das sei ja auch etwas wert.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-09 17:53:04
Letzte ńnderung am 2017-03-09 17:55:20



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