
Inspiriert von George Orwells Roman "1984", hinterfragte die Ausstellung des Österreichischen Kulturforums New York gegenwärtige Strategien von Überwachung, Kontrolle und Machtmissbrauch durch Sprache.
Der Katalog dokumentiert mit zahlreichen Farbabbildungen, einem Essay der Kuratoren und Interviews mit den beteiligten Künstlern nicht nur die Ausstellung, sondern bietet darüber hinaus mit Essays von Michael Freund, Matthias Karmasin und Steve Lohr einen Ausgangspunkt für die weiterführende Diskussion über Öffentlichkeit und Privatsphäre, Überwachung und Kontrolle im Informationszeitalter.
Noch vor der Eröffnung stellte die Huffington Post/Art Info fest, dass es einer außergewöhnlich toleranten Regierung bedarf, die ihrer US-Vertretung eine derartige Ausstellung erlaubt. "Wer hätte gedacht, dass Österreich diese Regierung ist?".
Die Schau stieß auf enormes Interesse der New Yorker. Schließlich hat bereits die renommierte Wochenzeitschrift Village Voice die Ausstellung als "Beste" der Stadt bezeichnet: "Mit Geist, ästhetischen Genüssen und ein wenig Verrücktheit, ist die Ausstellung NineteenEightyFour eine kleines Gegenmittel für unsere derzeitige kulturelle Malaise".
Die in dieser Ausstellung vertretenen KünstlerInnen, die aus Österreich, anderen Ländern Europas und den USA kommen, stellen Überwachungssysteme und sprachliche Codes in Frage. Sie zeigen aber auch – in Malerei, Zeichnung sowie mittels Skulptur, Video und Installation – Möglichkeiten der subversiven Aneignung.
Die Ausstellung war von Mai bis September 2010 im Österreichischen Kulturforum New York zu sehen.
KünstlerInnen: Cory ARCANGEL & Hanne MUGAAS (US/NO), Judith FEGERL (A), Nicolas GROSPIERRE & Kobas LAKSA (P), Dariusz KOWALSKI (A), Paul LAFFOLEY (US), Mark LOMBARDI (US), Rachel OWENS (US), Florian & Michaël QUISTREBERT (FR), Gerold TAGWERKER (A), Tris VONNA-MICHELL (UK), Clemens VON WEDEMEYER (D), Flora WATZAL (A), Jordan WOLFSON (US)