• 26. Mai 2013

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Nahversorger in Sachen Design: Ali Bechstein (links) und Peter Lindenberg. - Foto: Bernd Mats

"Schwarz ist das neue Weiß" hört man aus der Modebranche und "Alt ist das neue Neu" sagt man vom Design

Gebraucht ist "in"

  • "Schwarz ist das neue Weiß", hört man aus der Modebranche; "Rund ist das neue Eckig", wissen Küchen-Architekten; und "Alt ist das neue Neu", das steht zumindest auf dem T-Shirt, das Ali Bechstein trägt. Er ist Designhändler und betreibt mit Peter Lindenberg die "Vintagerie" im sechsten Wiener Gemeindebezirk. Ein Geschäft, in dem das Rad der Zeit zurückgedreht wird.

Wie viele Kunden heute da waren im Keller-Lokal in der Nelkengasse? Ali Bechstein zählt die Gläser. "Sechzig werden es gewesen sein", sagt er lächelnd. Jedem, der die Stiegen runterklettert, wird Rosé-Sekt offeriert. Egal, ob er schon einmal da war oder nicht. Das schafft eine lockere Atmosphäre inmitten der Sessel und Lampen, Sofas und Utensilien... weiter




Der bekannteste Flohmarkt in Österreich auf dem Parkplatz neben dem Naschmarkt. - Foto: stadbekannt.at

Antiquitäten-, Altwarenhändler und Privatpersonen bieten ihre Waren feil und versuchen ihr Glück

Ein Slalom zwischen Lust und Frust

  • Der bekannteste Flohmarkt in Österreich findet seit 1977 jeden Samstag bei der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse statt – auf dem Parkplatz neben dem Naschmarkt.

Zirka 220 Antiquitäten- und Altwarenhändler mit Fixplätzen und 240 Privatpersonen bieten zwischen 6:30 Uhr und 18 Uhr ihre Waren feil. Private dürfen sich maximal drei Mal im Jahr hinstellen, ein kleiner Platz (1,60 m x 2,00 m) kostet 18 Euro, ein doppelter (3,20 m x 2,00 m) 36 Euro. Die Reservierung erfolgt im Marktamt am Naschmarkt bis Freitag 12... weiter




- - © Corbis

Über den individuellen Bezug zu "seiner" Maschine

Der Weg ist das Spiel

  • Es kann sehr erotisch sein, mit einer gut gebauten Maschine eng umschlungen in Kurven zu liegen. Es kann aber auch einfach nur praktisch sein, am Autostau vorbei in die kleinste innerstädtische Parklücke zu finden.

Rund 700.000 einspurige Kraftfahrzeuge sind in Österreich zugelassen, darunter Mopeds, immer mehr Roller und etwa ein Viertel schwere Maschinen. Zwar gibt es gut sechsmal so viele Pkw wie Einspurige, doch geht es gerade bei Zweirädern nicht um Quantität, sondern um den ganz individuellen Bezug zu "seiner" Maschine... weiter




Harley-Davidson-Händler Ferdinand Fischer vor seinem Geschäft - © Andreas Pessenlehner

Ein barocker Mensch, so wie seine Motorräder

Seine Bescheidenheit, der Harley-Papst

  • Eigentlich ist er nur ein Motorradhändler wie viele andere. Doch Ferdinand Fischer hat es geschafft, nicht nur zum Inbegriff einer Kult-Marke zu werden, sondern auch gleich selbst Kult-Status zu erlangen. Als "Harley-Papst" und legaler Drogendealer.

Ferdinand O. Fischer, seit einer Woche 54 Jahre alt, raucht "Quartalszigarren" und liebt Whiskey. Der verheiratete Familienvater geht gerne in die Oper und frönt daheim der Musik von Johann Sebastian Bach und Richard Wagner. Seine Bartstoppeln sind mehr als drei Tage alt. Am Teller schätzt er Steaks mit Bratkartoffeln und unter dem schwarz-orangen... weiter




Das Mopedmodell DS 50 war ab 1968 auch mit Kickstarter erhältlich und wurde liebevoll Daisy genannt. - © Ehn/Motorradmuseum

Fast wäre die eigentliche Puch-Erfolgsgeschichte nie geschrieben worden

Aufstieg und Fall einer Legende

  • Die Motor- und Fahrräder aus dem Hause Puch werden seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr erzeugt. Dennoch ist der klingende Markenname im kollektiven Gedächtnis der Österreicher noch immer tief verwurzelt.

Die Anfänge der späteren österreichischen "Hausmarke" reichen tief in die k.u.k.-Vergangenheit zurück. 1862 kommt Johann Puch, in seiner slowenischen Landessprache Janez Puha genannt, als Sohn einer kinderreichen Familie in der damaligen Untersteiermark in Jursinci (heute Slowenien) zur Welt. 27 Jahre später macht er sich mit seinem genialen... weiter




- - © Christoph Jorda/Corbis

Mutig ist es, sich der Versagensangst zu stellen

Über Mut

  • In einem Zeitalter, in dem eh alles im Internet steht, was man nicht wissen will, wird der Mensch nahezu gezwungen zum gedanklichen Faulenzen. Das Thema, mit dem wir uns hier auseinandersetzen sollen, heißt also "Mut", und was fällt uns spontan dazu ein, außer Mut-ter, vermut-lich, Hel-mut und Sch-mut-z?

Bevor das Nachdenken begonnen hat, sind die Buchstaben M, U und T bereits bei www.wikipedia.de eingetippt. Simsalabim, dort steht, kurz und schwammig: "Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen." Sich trauen, etwas zu wagen Dabei verschwimmen leicht die Grenzen... weiter




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