• Artikel vom 14.01.2012, 07:30 Uhr

WienerJournal

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Imperiale Eleganz


Von Silvia Matras
  • Wiens Modepalette ist um einen Akzent reicher: Margarita González erinnert mit ihren edlen Modellen an die Glanzzeiten Spaniens und Österreichs, als die Habsburger beide Länder unter ihrer Herrschaft vereinten.

 - © Gonzales

© Gonzales

Wäre da nicht der kleine weiße Hund Coco, der gerne die Szene beherrscht und um Aufmerksamkeit bettelt, aber auch für Heiterkeit sorgt, weil er den einzigen Sessel vor dem Computer belegt und diesen hin und wieder anknurrt, könnte man meinen, man sei in den Ankleidesalon einer spanischen Marquesa hineingeplatzt. Teppiche schützen gegen die Kälte des Marmorbodens, bequeme, mit Seide tapezierte Fauteuils laden zum Verweilen ein. Man braucht Zeit, sich an dieses ungewohnte und ungewöhnliche Ambiente zu gewöhnen. Denn mit Modegeschäft oder Boutique hat dieser Ort nichts gemeinsam.

Werbung

Auch Margarita González ist nicht die typische Modelady - was immer man sich unter einer solchen vorzustellen hat. Ihr persönlicher Stil ist mit "adeliger Eleganz" am besten charakterisiert: cremefarbene Bluse mit Jabot und Kamee, dazu eine Hose in Dunkelblau mit farblich passenden Stiefeln.

DAS ZWEIFARBENPRINZIP

Information

Praktisch & gut:

Margarita González, Showroom: Stubenring 4, 1010 Wien, www.margarita-gonzalez.com, T: 0622/70 82 38, 0699/10429135

Bunte, auffällige Muster oder extravagante Schnitte sind Margaritas Sache nicht. Sie huldigt dem klassischen Modell: Die Taille sitzt dort, wo sie hingehört, der Ausschnitt lässt den Busen nur ahnen, die Röcke sind entweder bodenlang oder bedecken das Knie, Jacken schneidet sie vorzugsweise gerade. Auffallend ist auch, dass sie nie mehr als zwei Farben pro Modell verwendet. Oft auch nur eine einzige, die dafür in dezenten Abstufungen. Dafür spart sie nicht mit Spitzen, Rüschen, Stickereien und Perlenbordüren, die ihre Abendkreationen zu echten Kostbarkeiten machen. Wie etwa die taubengraue Abendrobe. Der Rock ist aus Organza mit eingewebten Metallfäden, die einen feinen Glanz zaubern. Das Samtoberteil aus einem etwas dunkleren Farbton schmückt ein antiker Perlenkragen, der aus der Schatztruhe ihrer Großmutter stammt.

Die Taille wird mit einem zarten Perlenband betont. Um das Spiel mit der Farbe Blau fortzusetzen, ist der Rocksaum mit einer Spitzen- und Samtbordüre im Ton des Oberteils eingefasst.

Ähnlich kostbar und extravagant wirkt auch das Abendkleid im matten Grünblau. Den Rock aus Seidenchiffon färbte Margarita selbst ein. Raffiniert wirken die mattgrünen Kreise auf dem zarten Hellblau. Beide Farben wiederholen sich auf dem Oberteil aus besticktem, blauem Tüll, auf grüner Seide aufgefüttert. Blickfang ist der Gürtel aus alten Muranoperlen, der in der aus dem Orient kommenden Makramée-Technik das Oberteil mit dem Rock verbindet.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-01-11 11:47:26
Letzte Änderung am 2012-01-12 16:05:41


Werbung



Beliebte Inhalte



Claudia Tobias - geschäftsführende Parteiobfrau des BZÖ-NÖ Laut unserer gültigen Verfassung geht das Recht vom Volke aus, doch was bedeutet dieser von der der Politik so gern zitierte Satz wirklich...weiter

Strache verwies darauf, dass die "Zahl der verhaltensauffälligen Schüler" wachse und es auch immer wieder zu Attacken gegen Lehrer komme. Doch Fehlverhalten dürfe "nie mittels 'Tätschn' oder anderer Gewalt sanktioniert werden", hielt der FP-Chef fest. - APAweb/AP
  • Gewaltverbot ist gesetzlich verankert.
  • weiter

Noch bilden sich in Athen keine Schlangen vor den Bankomaten und Bankschaltern, aber es werden riesige Mengen an Euro-Guthaben von Privatpersonen aus den Banken abgezogen. - APAweb/Reuters
  • Schlangen vor den Bankschaltern in Athen waren bislang nicht zu sehen, aber das Geld wird abgezogen.
  • Übergangsregierung als Rettungsanker.
  • weiter

So soll die erste steirische Moschee samt angeschlossenem Kulturzentrum aussehen. Das Modell stammt vom Grazer GSP Architektur-Büro, das den Wettbewerb für das Bauvorhaben gewann. - APAweb / KARL HEINZ PUTZ
  • Vor Grundsteinlegung.
  • Glaubensgemeinschaft: Tat ist "abscheulich und herabwürdigend".
  • Aufklärungsarbeit notwendig.
  • weiter

Claudia Tobias - geschäftsführende Parteiobfrau des BZÖ-NÖ Laut unserer gültigen Verfassung geht das Recht vom Volke aus, doch was bedeutet dieser von der der Politik so gern zitierte Satz wirklich...weiter

 - © www.godany.com
  • Wer am Land wohnt, in der Stadt arbeitet und sich das subventionieren lässt, privatisiert den Nutzen und vergesellschaftet die Kosten...
  • weiter

  • Der seit Monaten schwelende Erdgas-Streit zwischen Nikosia und Ankara droht sich zu vertiefen, wenn die Zyprioten den EU-Vorsitz übernehmen.
  • weiter

Strache verwies darauf, dass die "Zahl der verhaltensauffälligen Schüler" wachse und es auch immer wieder zu Attacken gegen Lehrer komme. Doch Fehlverhalten dürfe "nie mittels 'Tätschn' oder anderer Gewalt sanktioniert werden", hielt der FP-Chef fest. - APAweb/AP
  • Gewaltverbot ist gesetzlich verankert.
  • weiter





Wien. (cra) Castingshows haben schon lange die Welt der Klassik erreicht: Zum vierten Mal diente der Auftakt der Wiener Festwochen als Austragungsort des Wettbewerbs "Eurovision Young Musicians." 
Im Bild: Emmanuel Tjeknavorian, der österreichische Teilnehmer des "Eurovision Young Musicians 2012".

Eine Skulptur des österreichischen Künstlers Emmerich Weissenberger wurde im Thermenpark Bad Blumau kontrolliert gesprengt. Die Reste der Plastik - sie ließ sich als Kombination aus Penis und Vulva interpretieren - wurden in einem Blumenbeet kompostiert. Die 3,5 Tonnen schwere aus organischen Materialien bestehende "Gaia" war schon  2011 bei der "Green Expo"am Wiener Heldenplatz zu sehen. Weissenbergers Projekt "Wahrnehmungsweg für Kunst und nachhaltige Entwicklung" in Bad Blumau ist damit nicht abgeschlossen. Der Film von Gaia und ihrer Sprengung soll im Herbst von der Österreich Werbung in Berlin gezeigt werden. Horst Faas wurde vor allem durch seine Fotos aus dem Vietnamkrieg berühmt.

Ein Bild von einem Bild der Welt macht diese junge Frau auf der Hong Kong International Art Fair. Das Werk stammt vom italienischen Künstler Alighiero Boetti. Ein Hauch von Underground durchströmte zum Auftakt des letzten Abends des diesjährigen Donaufestivals die Minoritenkriche: Konzert von Genesis Breyer P-Orridge, Tony Conrad und Edward O'Dowd.

Werbung