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  • vom 13.05.2012, 08:00 Uhr

WienerJournal

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Ihr Auftritt bitte!


Von Silvia Matras

  • Vamp, dunkle Monroe, verruchte Bergsteigerin, kokette Ballerina, aber auch Karrierefrau, verwöhnte Lady - das alles fällt einem zur Mode von Ingried Brugger, Direktorin des Kunstforums Bank Austria, ein.

 - © Ingried Brugger

© Ingried Brugger

Anpassung ist nicht ihre Sache. Eher schockieren, Gewohntem Widerstand leisten, auch Aufsehen erregen. Nicht durch sie selbst als Person, da bleibt sie eher schlicht in Make-up und Kleidung. Sondern durch ihre Entwürfe.

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Nur Mut, meine Damen!

Zwei Abendkleider im Stil der Jahrhundertwende - beide eng auf den Körper geschnitten, eines mit den Kreisen, die an den Kuss von Klimt erinnern, fallen sofort auf, betritt man das helle Atelier in einem gepflegten Hinterhaus in der Tuchlauben. "Mögen Sie Klimt?" - die Antwort kommt vage, eher unbestimmt. Aber der Kontext zwischen Mode und Kunst tut sich sofort auf. Und bestätigt sich bei der Durchsicht der Modelle. "Meine Mode ist nichts für Schüchterne. Der Trägerin fällt die Aufmerksamkeit aller zu. Das muss sie wollen."

Unter Umständen kann das auch zu viel werden. Wenn die Bermudahose aus dickem Schottenkarostoff in Kombination mit einem sexy Oberteil und derben Schuhen daherkommt, dann wird wohl so manchem Betrachter oder Betrachterin der Mund vor Staunen nicht mehr zufallen. "Erotik der Aufmerksamkeit" nennt Ingried Brugger die Wirkung der roten Lackhose mit einer engen Walkjacke oder einer Dirndlbluse aus schwarzem Nappaleder.

Information

Atelier:
Tuchlauben 17/31, 1010 Wien, T: 0660/5464353, www.ingriedbrugger.com

Silhouette zeigen!

Sie betont, dass sie nicht für Idealfiguren schneidert, auch nicht für das jugendliche Schmollmündchen. Doch aber sind alle Modelle streng figurbetont. "Die Silhouette ist mir wichtig." Deshalb kennt sie kein Pardon. Taille muss sein, manchmal etwas weiter hinauf gesetzt, um die Figur zu strecken. Das ist aber auch schon das einzige Zugeständnis an die Frage der Tragbarkeit.

Also für die Allerweltsfigur sind solche Modelle sicher nicht. Da passt eher schon der Kurzmantel aus gelacktem Chintz. Mit jeder Drehung des weiten Glockenrockes sendet die Trägerin eine kokette Meldung aus: Seht her, mich freut das Leben! Ähnliches teilt die Trägerin der "Schneeflockenjacke" mit den aufgesteppten Rüschen der Umwelt mit: Ich bin verspielt, ich sehe mich in verschiedenen Rollen.

Natürlich gibt es auch das "kleine Schwarze" mit dem großen Effekt: Es mutiert entweder zum kleinen Silbergrauen, dessen Wirkung aus vielen aufgenähten Rosetten besteht, die irgendwie an Konfektschüsserln erinnern. Ähnlich die Kombination aus schwarzem Satinrock in Tulpenform mit einem korsettähnlichen Gilet. Auch dieses mit aufgenähten Rosetten. Aufgenähte Schleifen, Rüschen und Rosetten sind ganz augenscheinlich eines der Markenzeichen dieser Kollektion. Blickfang ist das kleine Schwarze mit doppeltem Glockenrock, ein Modell für Frauen mit schlanker Taille. Raffiniert wird hier mit weißen, eingewebten Linien gespielt, die sich im Tanz zu einem koketten Verwirrspiel aufdrehen.






Schlagwörter

Wiener Journal, Mode, Fashion

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-10 22:05:16
Letzte Änderung am 2012-05-11 13:50:48


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