Ein kurzer Rückblick
Ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Beziehungen zwischen Grönland und Dänemark Zwangsverhütung: Zwischen 1960 und 1991 wurden tausenden grönländischen Frauen und Mädchen ohne ausreichende Aufklärung und teils ohne ihr Wissen im Auftrag der dänischen Regierung Verhütungsspiralen eingesetzt. Man wollte so das Bevölkerungswachstum in Grönland kontrollieren. Die dänischen Behörden betrachteten hohe Geburtenraten als soziales und wirtschaftliches Problem. Die damals verwendeten Spiralen waren für junge Mädchen, die noch kein Kind geboren haben, medizinisch ungeeignet. Die Folgen waren gesundheitliche Komplikationen bis hin zur Unfruchtbarkeit. Die dänische Regierung hat inzwischen einen Versöhnungsfonds eingerichtet, über den Betroffene eine finanzielle Entschädigung von rund 40.000 € pro Person beantragen können. Versuchskinder: In den 1950er Jahren verschleppte der dänische Staat mehrere Inuit-Kinder nach Dänemark, um sie sprachlich und kulturell an die dänische Gesellschaft anzupassen. Das "Projekt" sollte eine neue grönländische Elite formen, führte jedoch dazu, dass viele Kinder den Kontakt zu ihren Familien und ihrer Muttersprache verloren. Jahrzehnte später erkannte Dänemark das Vorgehen offiziell als problematisch an, entschuldigte sich bei den Betroffenen und zahlte den noch lebenden Versuchskindern eine einmalige Entschädigung. Einen allgemeinen Fonds für alle Betroffenen vergleichbarer Maßnahmen gibt es jedoch nicht.
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