Karl Freiherr von Skoda (1878-1929). - © ONB Bildarchiv Austria

Wirtschaftsgeschichte

Geheimrat der Kanonen6

  • Der Großindustrielle Karl Freiherr von Skoda führte den ererbten Stahlkonzern zu Wachstum und Blüte.

Als Karl von Skoda 1900 von seinem unerwartet gestorbenen Vater Emil, dem Gründer der Skoda AG, dessen Unternehmensanteile erbte, war aus einer kleinen Pilsner Werkstätte mit 30 Mitarbeitern ein breit gefächertes Unternehmen mit 3000 Beschäftigten entstanden. Weltweite Absatzmärkte fanden die Skodawerke als Ausrüster der Zucker- und Brauindustrie... weiter




Eine Kriegsanleihe aus dem Jahr 1915 über 2000 Kronen. - © Hutar

Erster Weltkrieg

Wie viel kostet ein Krieg?4

  • Der Erste Weltkrieg war für Österreich finanzpolitisch eine große Herausforderung.

Der Erfolg hat viele Väter, das gilt auch für Zitate: "Zum Krieg führen sind drei Dinge nötig: Geld, Geld und nochmals Geld." Gleich vier Personen wird dieser Spruch zugeschrieben: Zwei weniger bekannten Heerführern der Renaissancezeit, dem kaiserlichen Feldherren Raimondo Montecuccoli und dem Prinzen Eugen... weiter




Charles Péguy (1873-1914), hier auf einem Bild aus dem Jahr 1910. - © Foto: adoc-photos/Corbis

Charles Pequy

Antimoderner Freigeist3

  • 1914 fiel der französische Schriftsteller Charles Péguy an der Front im Ersten Weltkrieg. In Frankreich war er lange als reaktionär verschrien. Im hundertsten Todesjahr erlebt Péguy eine Wiederkehr.

"Schießen, Schießen, schießen, Herrgott!", schreit der Leutnant Charles Péguy, bevor eine Kugel aus deutscher Artillerie seine Stirn zertrümmert. Es ist der 5. September 1914, ein Tag vor dem "Wunder an der Marne", dem entscheidenden Wendepunkt der Materialschlacht zwischen Deutschland und Frankreich... weiter




Dieser verwundete amerikanische Kriegsteilnehmer ist der spätere Autor und Nobelpreisträger Ernest Hemingway. - © Foto: Corbis

Literatur

Idealisten und Pazifisten11

  • Die US-amerikanische Literatur befasste sich seit dem Kriegseintritt der USA intensiv mit dem kriegerischen Geschehen. Pathetische Verherrlichungen standen dabei neben sachlich-nüchternen und kritischen Darstellungen.

Die Kriegsjahre 1914 bis 1918 brachten gewaltige Umwälzungen des politischen, ökonomischen und sozialen Systems in den USA. Unter seinem demokratischen Präsidenten Woodrow Wilson gab das Land die anfängliche Neutralität auf, entsandte mehr als eine Million Soldaten nach Europa und verhalf den alliierten Verbündeten zum Sieg gegen die Mittelmächte... weiter




Der "Medikamenten-Akzessist" Trakl. - © Foto: anonym/imagno/picturedesk.com

Georg Trakl

Schwermut und Verskunst12

  • Vor 100 Jahren starb in einem Krakauer Militärspital der Sanitätssoldat Georg Trakl an einer Überdosis Kokain. Nur wenige wussten damals, dass das Leben eines sprachmächtigen Lyrikers zu Ende ging.

Die ukrainische Stadt Horodok trug einstmals den Namen Grodek; zu Beginn des Ersten Weltkriegs waren die Bewohner dieser galizischen Stadt noch Untertanen der habsburgisch-kaiserlichen Majestät. Im September 1914 kam es in Grodek zu schweren Kämpfen zwischen österreichischen und russischen Regimentern. Es gab Tote und Verletzte... weiter




Heimito von Doderer in der Uniform der Wien-Breitenseer "Dreier-Dragoner". - © Foto: Hannelore und Gustav König

Heinito von Doderer

Abgesang auf die Ehre4

  • 1914 erwartete der junge Heimito von Doderer noch einen Krieg unter Ehrenmännern. Doch zeigen seine literarischen Berichte von der Front, dass er von diesem hehren Offiziers-Ideal Abschied nehmen musste.

Für Heimito von Doderer endete der Erste Weltkrieg bereits am 12. Juli 1916 nach nicht einmal fünf Monaten an der galizischen Front. Seine Ausbildung zum Kavallerieoffizier beim no-blen k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment "Friedrich August König von Sachsen" Nr. 3 hatte länger, beinahe neun Monate, gedauert... weiter




Gliedmaßen? Geht auch ohne! Das suggeriert dieses Plakat der Invalidenfürsorge. - © Wien Museum

Erster Weltkrieg

Idylle mit Invaliden

  • Das Wienmuseum zeigt den Wiener Weltkriegs-Alltag.

"Wie kleide ich mich fesch in teuren Zeiten?" Heute mag es zynisch klingen. Aber das war eine Frage, die Frauen während des Ersten Weltkriegs beschäftigte. Und so gab es in Zeitschriften allerlei Schnittmuster unter diesem Titel oder zum Thema "Anzüge für Krankenpflegerinnen können bei aller Einfachheit auch kleidsam sein"... weiter




Im Fischamender Fischaturm befindet sich noch heute der Glockenersatz aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. - © Johann Werfring

Museumsstücke

Für Kaiser und Vaterland18

  • Die Glockenstube des sechsstöckigen Fischaturms bietet den Besuchern nicht nur einen wunderbaren Ausblick über die Stadt Fischamend.

Der im Hochmittelalter errichtete und im 17. Jahrhundert weiter aufgestockte Fischaturm in Fischamend, der zunächst als "Auslug" und später auch dem örtlichen Nachtwächter als Quartier diente, ist seit 1927 Heimstatt eines Heimatmuseums mit herrlichen Exponaten. Das Emporsteigen zu den einzelnen Ausstellungsebenen gleicht einer beschaulichen... weiter




Je nach Belichtungszeit hält die Fotografie bei einer Sonnenfinsternis rosafarbige Protuberanzen oder die silbrige Korona fest, wie hier zum Beispiel bei der Finsternis 1981 in Sibirien. - © Pinter

Extra

Himmelskundler im Feindesland

  • Am 21. August 1914 gab es eine totale Sonnenfinsternis: Deutsche Astronomen wollten den Himmel auf der Krim beobachten, wurden aber vom beginnenden Weltkrieg daran gehindert - und landeten in Mistelbach.

Europa im Frühjahr 1914: Noch herrscht Frieden. Astronomen fiebern der totalen Sonnenfinsternis vom 21. August entgegen. Der Schatten des Mondes soll in weniger als zweieinhalb Stunden von Nordkanada aus nach Ostindien marschieren - über Grönland, den Nordatlantik, Norwegen, Schweden, Russland, die Türkei, Persien und Pakistan... weiter




"Mein lieber Bub!" So beginnen die Aufzeichnungen von Hermann Pfeiffer an seinen Sohn im Sept. 1914. - © Archiv Ingrid Pfeiffer

Extra

"Es wird Nacht um mich!"12

  • Die Titanic der Adria: Vor hundert Jahren, am 13. August 1914, sank der k. k. Passagierdampfer "Baron Gautsch". Ein geretteter Arzt aus Graz hat ein Tagebuch geführt, das nun erstmals veröffentlicht wurde.

Der Kapitän und die Mannschaft verließen als Erste das sinkende Schiff. Der Dampfer war zu nahe an der Küste mitten in die Katastrophe navigiert worden. Weder der Kapitän noch der Erste Offizier hatten sich auf der Kommandobrücke aufgehalten. So wurden alle Warnungen ob des halsbrecherischen Kurses ignoriert... weiter




Traurige Widmung in einer Feldausgabe. - © Helmut Zemann

Kraut und Rüben

"Es ist ein Schnitter, heißt der Tod"

Viel ist erschienen zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg. Man mochte sich mitunter fragen, ob es vielleicht schon zu viel war. Und doch wirft jede Facette ein neues Licht auf das schwer Fassbare. Die von einigen Ausstellungsprojekten (s. Nota bene, S. VI) gesammelten persönlichen Erinnerungsstücke erleichtern etwa das Einfühlen in die uns zum Glück... weiter




Österreichische Soldaten mit Haubitze in Palästina. - © Postkarte eines unbekannten Fotografen/Wikimedia Commons

Extra

Kanonen unter Palmen18

  • Der Nahe Osten war im Ersten Weltkrieg eine heftig umkämpfte Region. In Palästina kamen ab 1915 auch österreichisch-ungarische Soldaten zum Einsatz.

"Na, ich glaub’ doch, die sehen wir nimmer." Mit diesen Worten soll Kaiser Franz Joseph den Befehl unterzeichnet haben, durch den im Jahr 1915 Soldaten der k.u.k. Armee nach Palästina abkommandiert wurden. Doch diese resignative Aussage des Kaisers sollte sich nicht bewahrheiten, die österreichisch-ungarischen Truppen sollten im Nahen Osten eine... weiter




Das den Ersten Weltkrieg einleitende Telegramm, das im Museum der Karadjodevic-Dynastie im serbischen Oplenovac aufbewahrt wird. - © Foto: Stadler

Erster Weltkrieg

Pandoras Büchse öffnet sich9

  • Wie Diplomaten und Generäle vor und beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs versagten.

Am 25. Juli 1914 um 18.30 Uhr verließen der k.u.k. Gesandte Wladimir Baron Giesl von Gieslingen und das Gesandtschaftspersonal Belgrad mit dem fahrplanmäßigen Personenzug nach Budapest. Der Zug querte die Save und war in der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie, im Grenzbahnhof Semlin. Um 17.58 Uhr hatte der serbische Ministerpräsident Pai&... weiter




zurück zu Dossiers


Anno 1914





Werbung




Auf dem Weg in den Krieg: Soldaten ziehen an die Front, Steyr 1914.

Klaus-Peter Josefs Großonkel Karl Sedlmayer (rechts). "Unsere Geister schleichen durch Wien und raunen durch die Paläste und lassen die Herren erzittern", ritzte Gavrilo Princip, der Attentäter von Sarajewo, mit dem Stiel eines Löffels in die Wand seiner Zelle.


Schlump

Mit einem Buch zum Ruhm

Die Etappe im Ersten Weltkrieg: Hans Herbert Grimms Roman "Schlump" schildert sie ebenso, wie auch Kampfhandlungen, distanziert und teils ironisch. Das Ergebnis ist ein literarisches Meisterwerk. - © apa/ Schweizerisches Bundesarchiv Und jetzt stellen wir uns einmal vor, Johann Wolfgang von Goethe hätte nur "Werther" geschrieben. "Werther" und sonst keine Zeile... weiter




Wiener Journal

"Mit Freuden ins Entsetzen"

20140509_tardi - © Albert Olive / efe / picturedesk.com Schwarze, verbrannte Erde, Mondlandschaften: verkohlt, verwüstet, umgepflügt mit Sprengmaterial aller Art, mehrfach... weiter




Ernst Jünger

Jünger, Ernst: Feldpostbriefe an die Familie 1915 - 1918

Kriegspost aus dem Stadtarchiv Mannheim. - © apa/dpa/Uwe Anspach Am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg. Drei Tage später trat der neunzehnjährige Schüler Ernst Jünger als Kriegsfreiwilliger seinen Dienst im... weiter





Präsente anno dazumal

Wunder-Weihnachtsbuch in Wien

Innentitel des "Parley" 1849. - Rechts: Fest-Einkäufe einst. Erstand die Frau mit Boa vielleicht ein Werk des US-Autors? - © Quellen: Zit. Werk aus 1849/"Das Kränzchen", 21. Folge, Stuttgart etc. o.J. (= ca. 1909)/Archiv Wann und wie mag der nunmehr ramponierte Band in die Kaiserstadt gekommen sein? Das beschabte Exemplar mit eingerissenem Buchrücken, um das es geht... weiter




Fundstück

Literaten auf dem Glatteis

 - © Faksimile: Iris Friedenberger Eislaufen und Schreiben scheinen eine nahe Verwandtschaft zu haben. Klopstock, Herder und Goethe - um nur die drei prominentesten Beispiele zu nennen... weiter




"WZ"-Chef Conrad Dominik Bartsch

Mozarts fast vergessener Bruder

Einblick in eine Wiener Freimaurerloge um 1790. Ganz rechts sitzend soll Mozart dargestellt sein, neben Schikaneder. Ob auch C. D. Bartsch auf dem Bild ist, bleibt offen. - © Wien Museum Die Tinte auf den Notenblättern war noch nicht trocken, als im Prager Ständetheater das Orchester zur Ouvertüre der "Oper aller Opern" anhob - so will... weiter




Kraut und Rüben

SC Simmering ließ Knochen krachen

Das 4:0 ist ein Wunschtraum auf der Skizze Dr. Kremsers. - © Dr. M. Kremser Was Brutalität ist, ist hinlänglich bekannt: Simmering gegen Kapfenberg. Wie das sprichwörtlich gewordene Zitat Helmut Qualtingers genau lautet... weiter






Platz 10: CLEVERE ÄFFCHEN. Weißbüschelaffen können mit Lehrvideos etwas anfangen - jedenfalls wenn es darum geht, Leckereien aus einer Kiste zu holen. Den meisten der in Südamerika heimischen Tiere gelang das, nachdem sie im brasilianischen Dschungel per Video Artgenossen zugesehen hatten, die den Kistentrick schon beherrschten.

17.12.2014: Väterchen Frost unternimmt einen Spaziergang im "Dinosaurier Park" im russischen Royev Ruchey Zoo in der Nähe der sibirischen Stadt Krasnojarsk. Doch nicht für immer: Liebesschlösser an der Pont des Arts in Paris werden entfernt.

Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).  Der diesjährige Friedensnobelpreis ist am Mittwoch an Malala Yousafzai aus Pakistan und Kailash Satyarthi aus Indien verliehen worden.

Werbung