Im Fischamender Fischaturm befindet sich noch heute der Glockenersatz aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. - © Johann Werfring

Museumsstücke

Für Kaiser und Vaterland15

  • Die Glockenstube des sechsstöckigen Fischaturms bietet den Besuchern nicht nur einen wunderbaren Ausblick über die Stadt Fischamend.

Der im Hochmittelalter errichtete und im 17. Jahrhundert weiter aufgestockte Fischaturm in Fischamend, der zunächst als "Auslug" und später auch dem örtlichen Nachtwächter als Quartier diente, ist seit 1927 Heimstatt eines Heimatmuseums mit herrlichen Exponaten. Das Emporsteigen zu den einzelnen Ausstellungsebenen gleicht einer beschaulichen... weiter




Je nach Belichtungszeit hält die Fotografie bei einer Sonnenfinsternis rosafarbige Protuberanzen oder die silbrige Korona fest, wie hier zum Beispiel bei der Finsternis 1981 in Sibirien. - © Pinter

Extra

Himmelskundler im Feindesland

  • Am 21. August 1914 gab es eine totale Sonnenfinsternis: Deutsche Astronomen wollten den Himmel auf der Krim beobachten, wurden aber vom beginnenden Weltkrieg daran gehindert - und landeten in Mistelbach.

Europa im Frühjahr 1914: Noch herrscht Frieden. Astronomen fiebern der totalen Sonnenfinsternis vom 21. August entgegen. Der Schatten des Mondes soll in weniger als zweieinhalb Stunden von Nordkanada aus nach Ostindien marschieren - über Grönland, den Nordatlantik, Norwegen, Schweden, Russland, die Türkei, Persien und Pakistan... weiter




"Mein lieber Bub!" So beginnen die Aufzeichnungen von Hermann Pfeiffer an seinen Sohn im Sept. 1914. - © Archiv Ingrid Pfeiffer

Extra

"Es wird Nacht um mich!"10

  • Die Titanic der Adria: Vor hundert Jahren, am 13. August 1914, sank der k. k. Passagierdampfer "Baron Gautsch". Ein geretteter Arzt aus Graz hat ein Tagebuch geführt, das nun erstmals veröffentlicht wurde.

Der Kapitän und die Mannschaft verließen als Erste das sinkende Schiff. Der Dampfer war zu nahe an der Küste mitten in die Katastrophe navigiert worden. Weder der Kapitän noch der Erste Offizier hatten sich auf der Kommandobrücke aufgehalten. So wurden alle Warnungen ob des halsbrecherischen Kurses ignoriert... weiter




Traurige Widmung in einer Feldausgabe. - © Helmut Zemann

Kraut und Rüben

"Es ist ein Schnitter, heißt der Tod"

Viel ist erschienen zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg. Man mochte sich mitunter fragen, ob es vielleicht schon zu viel war. Und doch wirft jede Facette ein neues Licht auf das schwer Fassbare. Die von einigen Ausstellungsprojekten (s. Nota bene, S. VI) gesammelten persönlichen Erinnerungsstücke erleichtern etwa das Einfühlen in die uns zum Glück... weiter




Österreichische Soldaten mit Haubitze in Palästina. - © Postkarte eines unbekannten Fotografen/Wikimedia Commons

Extra

Kanonen unter Palmen17

  • Der Nahe Osten war im Ersten Weltkrieg eine heftig umkämpfte Region. In Palästina kamen ab 1915 auch österreichisch-ungarische Soldaten zum Einsatz.

"Na, ich glaub’ doch, die sehen wir nimmer." Mit diesen Worten soll Kaiser Franz Joseph den Befehl unterzeichnet haben, durch den im Jahr 1915 Soldaten der k.u.k. Armee nach Palästina abkommandiert wurden. Doch diese resignative Aussage des Kaisers sollte sich nicht bewahrheiten, die österreichisch-ungarischen Truppen sollten im Nahen Osten eine... weiter




Das den Ersten Weltkrieg einleitende Telegramm, das im Museum der Karadjodevic-Dynastie im serbischen Oplenovac aufbewahrt wird. - © Foto: Stadler

Erster Weltkrieg

Pandoras Büchse öffnet sich9

  • Wie Diplomaten und Generäle vor und beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs versagten.

Am 25. Juli 1914 um 18.30 Uhr verließen der k.u.k. Gesandte Wladimir Baron Giesl von Gieslingen und das Gesandtschaftspersonal Belgrad mit dem fahrplanmäßigen Personenzug nach Budapest. Der Zug querte die Save und war in der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie, im Grenzbahnhof Semlin. Um 17.58 Uhr hatte der serbische Ministerpräsident Pai&... weiter




Jubelnd liefen die Menschen in den Abgrund. Die Ansichtskarte aus der Anfangszeit des Ersten Weltkriegs zeigt die Wiener Mariahilfer Straße mit Marschkompagnie. - © Wien Museum

Extra

Der Abonnent in Schönbrunn16

  • 1914 stimmten die Medien eifrig in die allgemeine Kriegsbegeisterung ein. Die "Wiener Zeitung" setzte mehr auf Sachlichkeit.

Die Titelseite bereitete der Redaktion der "Wiener Zeitung" diesmal keine Arbeit. Sie wurde fixfertig geliefert. Der Autor, ein Beamter durch und durch, hatte schon früher für das Blatt geschrieben, Korrekturen würden nicht nötig sein. Also direkt zum Setzer mit dem Manuskript, der mit Bedacht 14 Bleilettern zu einer denkwürdigen Überschrift... weiter




Krieg und Karikatur: Historische Quellen wie dieser US-Kriegs-Cartoon aus 1916, ein Ausstellungsstück der Wien-Bibliothek, werden neuerdings per Tweet versendet. Online finden sich wahre Schätze. - © WBR

Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg in 140 Zeichen7

  • Auf der Social-Media-Plattform Twitter wird im Andenken an den Ersten Weltkrieg so mancher Archivschatz gehoben.

Twitter zählt wohl zu den merkwürdigsten Social-Media-Trends der letzten Jahre. Der Kurznachrichtendienst, bei dem registrierte Mitglieder die Möglichkeit haben, Gedanken und Informationen kurz und knapp in die Welt hinaus zu zwitschern, hat derzeit weltweit über 255 Millionen User und zählt neben Facebook und dem Foto-und-Video-Sharing-Dienst... weiter




Buchcover. - © kitab-verlag

Philosophie

Wie Wittgenstein den Ersten Weltkrieg erlebte

(Wei) Obwohl Ludwig Wittgenstein zu seinen Lebzeiten nur ein einziges Buch veröffentlichte, den sprachpuristischen "Tractatus logico-philosophicus", gilt er heute als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Gesamtwerk wird allerdings sehr widersprüchlich gedeutet. Antimetaphysisch war es jedenfalls... weiter




Vereidigung der Attentäter (v.l.): Marcello de Nardo, Florian Graf, Alexander Hoffelner, Stefan Gorski. - © Festspiele Reichenau/Carlos de Mello

Nicolaus Hagg

Ein Stück Geschichte erwacht zu prallem Bühnenleben

  • In "1914 - Zwei Wege in den Untergang" zeigt Nicolaus Hagg, wie gefährlich es ist, wenn Menschen zu Helden werden wollen.

Die Welt erstickt heuer fast in Büchern und Ausstellungen zum Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand, das 1914 den Ersten Weltkrieg auslöste. Nimmt sich das Theater eines so bekannten historischen Stoffes an, droht Fadesse - man hört ständig das Papier wissenschaftlicher Abhandlungen rascheln - oder Krampf -... weiter




Das Attentat von Sarajevo, 1924 dargestellt in der Illustrierten "Das interessante Blatt". - © Bild: Archiv Wojta

Erster Weltkrieg

Als er noch nicht "der Erste" war8

  • Aus sicherem Abstand gedenken wir heuer des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs. Wie aber wurde - u. a. in der "Wiener Zeitung" - zehn, zwanzig und fünfundzwanzig Jahre nach Sarajevo des Juni und Juli 1914 gedacht?

Gedenken allüberall. Die bildgebenden Medien tun es mit unterschiedlich geglückten Dokumentationen und Dokudramen, der Hörfunk mit entsprechenden Features, und auch der Buchmarkt zollt dem Erinnerungsrausch Tribut und ergießt ein Füllhorn einschlägiger Werke über uns: Historiker heben zu neuen Deutungen an... weiter




"Historisches Gedenken ist nur dann sinnvoll, wenn es einen Beitrag zum Problembewusstsein beisteuern kann", sagt Wolfgang Maderthaner im Gespräch. - © J. Kerviel

Erster Weltkrieg

"Unsere Zeitgenossen"9

  • Wolfgang Maderthaner, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, denkt über Sinn und Unsinn von Gedenkjahren nach und erläutert Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs.

"Wiener Zeitung": Gedenkjahre wie das zu 1914 bieten die Chance, das Wissen der Geschichtswissenschaft aus dem Elfenbeinturm zu holen. Wird diese auch genutzt? Wolfgang Maderthaner: Solche Gedenkjahre bieten sicherlich einen guten Anlass, sich ernsthaft in einer breiten Öffentlichkeit mit Ereignissen wie dem Ersten Weltkrieg auseinanderzusetzen... weiter




Eine Kriegsgefangenenkarte von 1915 aus dem Lager Antipicha bei Tschita in Sibirien. Abbildung: Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung

Erster Weltkrieg

Explosion des Schreibens6

  • Wer schreibt, der bleibt: Im Ersten Weltkrieg greifen viele zu Tinte und Bleistift - Schüler, Mütter, Generäle, Diener. Ein Bildband der Wienbibliothek gibt Einblick in private Tagebücher und Briefe.

"Gestatten Sie bitte folgende Anfrage" - mit diesen Worten erreicht mich im Herbst 2013 folgendes Mail: "Im Zuge der Vorbereitung einer Publikation zum Ersten Weltkrieg bin ich auf Briefdokumente aus unserem Archiv gestoßen, die Schüler der 4. Klasse a der Knabenvolksschule Erdbergstraße im 3. Bezirk im Jahr 1914 an österreichische Soldaten an die... weiter




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Anno 1914





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Auf dem Weg in den Krieg: Soldaten ziehen an die Front, Steyr 1914.

Klaus-Peter Josefs Großonkel Karl Sedlmayer (rechts). "Unsere Geister schleichen durch Wien und raunen durch die Paläste und lassen die Herren erzittern", ritzte Gavrilo Princip, der Attentäter von Sarajewo, mit dem Stiel eines Löffels in die Wand seiner Zelle.


Schlump

Mit einem Buch zum Ruhm

Die Etappe im Ersten Weltkrieg: Hans Herbert Grimms Roman "Schlump" schildert sie ebenso, wie auch Kampfhandlungen, distanziert und teils ironisch. Das Ergebnis ist ein literarisches Meisterwerk. - © apa/ Schweizerisches Bundesarchiv Und jetzt stellen wir uns einmal vor, Johann Wolfgang von Goethe hätte nur "Werther" geschrieben. "Werther" und sonst keine Zeile... weiter




Wiener Journal

"Mit Freuden ins Entsetzen"

20140509_tardi - © Albert Olive / efe / picturedesk.com Schwarze, verbrannte Erde, Mondlandschaften: verkohlt, verwüstet, umgepflügt mit Sprengmaterial aller Art, mehrfach... weiter




Ernst Jünger

Jünger, Ernst: Feldpostbriefe an die Familie 1915 - 1918

Kriegspost aus dem Stadtarchiv Mannheim. - © apa/dpa/Uwe Anspach Am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg. Drei Tage später trat der neunzehnjährige Schüler Ernst Jünger als Kriegsfreiwilliger seinen Dienst im... weiter





Menschenrechtserklärung

Kein Platz für das Weltereignis?

Ein großer Schritt für die Menschheit: Die "Déclaration" der französischen Nationalversammlung im 18. Jahrhundert. - © Archiv. Repro: Tatjana Sternisa In welchem Alter schreiben Zeitungsleute am ehesten mit ihrem Herzblut?Der Cicerone des Geschichtsfeuilletons ist felsenfest überzeugt: Etwa 30 muss... weiter




Fundstück

Schlafen auf dem Esstisch

Faksimile: Iris Friedenberger Bauspekulation ist ein altes Übel in Wien. Nicht zuletzt in der Ära des Vormärz wurden verstärkt Häuser mit billigen Wohnungen abgerissen und... weiter




Depeschen

Ein E-Mail, eingegangen um 17:03

Etrich-Taube aus Papier, nachgebaut von DI Heinz Mattanovich. - © Foto: H. Mattanovich Viele werden die Unstimmigkeit schon bemerkt haben: Beim Einsendeschluss der Nuss Nro. 336 passierte ein Malheur. Mit dem 4... weiter




Kraut und Rüben

Neuzeit und Antike - Szenen in Moll

Archimedes’ Tod, Gemälde von Thomas Degeorge (1815). - © Repro: Iris Friedenberger Noch heute steigen Dr. Luitgard Knoll, Wien 19, Tränen auf, wenn sie das Volkslied "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod" hört... weiter






17.09.2014: Eine Hitzewelle sorgt in Kalifornien für Durst und Schweißausbrüche. Das Wetter kann unbarmherzig sein.

In Florenz. © Clet Abraham Der Goethehof ist eine Ikone unter den Gemeindebauten der Stadt. Doch dem Prestigeprojekt des "roten Wiens" fällt mittlerweile der Putz ab - ietzt wird renoviert. Ein Lokalaugenschein.

"Big Bambu: 5,000 Arms to Hold You" im Israel Museum in Jerusalem  von Doug und Mike Starn besteht aus 10.000 Bambusästen und bedecken eine Fläche von rund 700 m2.  Jean-Claude Juncker präsentiert seine neue Kommission.

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