Der Thronfolger, der 1914 getötet wurde. - © WZ/Erzh.Franz Ferd. Museum

Sarajevo

Auf Franz Ferdinands Spuren1

  • Erlebnisse auf einer teils beschwerlichen, aber höchst abwechslungsreichen Reise.

Der deutsche Journalist und Buchautor Frank Gerbert hatte die blendende Idee, tagegenau 99 Jahre nach Franz Ferdinand die Route zurückzulegen, auf der der österreichische Thronfolger am 22. Juni 1914 von seinem Schloss Chlumetz in Böhmen aus nach Sarajevo in den Tod fuhr. Mit modernen technischen Hilfsmitteln ausgerüstet und blendend mit dem... weiter




Erster Weltkrieg

Münkler, Herwig: Der Große Krieg1

  • Die Gefahr der Einkreisung.

Das anspruchsvolle Buch des deutschen Professors für Politikwissenschaftlers Herfried Münkler über den Ersten Weltkrieg macht derzeit auf dem Büchermarkt Furore. Das ist leicht erklärt. Es stellt vieles in den Schatten, was in allen möglichen Varianten bislang und auch heuer über dieses essenzielle Thema geschrieben, gesagt und gemutmaßt worden ist... weiter




Sarajevo

Sundhaussen, Holm: Von der Türkenburg zur Gedenkstadt

"Geschichte einer Stadt" hat der Verfasser sein Werk genannt. Daraus geworden ist eine Geschichte Bosniens - und seiner Nachbarn. Das muss man Holm Sundhaussen nachsehen, schließlich ist die Geschichte Sarajevos ohne Würdigung seines geografischen, kulturellen und politischen Kontextes nicht zu verstehen... weiter




Ein Rabbiner segnet Kaiser Karl und Zita im Jahr 1916. - © Sammlung Jenö und Vera Eisenberger

Ausstellung

Im Dienste Efraim Josseles

  • Das Jüdische Museum beleuchtet "Jüdisches Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg".

Wie ein prächtiger römischer Imperator steht er da, der Efraim Jossele. Auf dem Bild "Kaiser Franz Joseph zerschlägt die Ketten seiner jüdischen Untertanen". Es ist eine mythologisierende Darstellung aus dem Jahr 1852, die die Beziehung zwischen dem Kaiser und seinem jüdischen Volksteil treffend illustriert. Die Juden des k.u.k... weiter




Ein Offiziersbad in der Tonne: Isonzofront 1917. - © K.K. Kriegspressequartier/ÖNB/picturedesk.com

Erster Weltkrieg

Der Krieg, der irgendwie passierte16

  • Europa trägt bis heute schwer an den Folgen des Ersten Weltkriegs, ist der Politologe Herfried Münkler überzeugt.

"Wiener Zeitung": Die wortgewaltigste, wahrscheinlich auch wirkmächtigste Reaktion aus Österreich auf den Ersten Weltkrieg ist wohl Karl Kraus’ "Die letzten Tage der Menschheit", eine "Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog", die der Autor zwischen 1915 und 1922 verfasste. Wie bewerten Sie das Stück und seine Folgen? Herfried Münkler:... weiter




Auf dem schlichten Kriegsfriedhof wurden zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 in den Isonzo-Schlachten gefallene österreichisch-ungarische Soldaten begraben. Lediglich 2.500 Gefallene sind identifiziert, alle anderen liegen in Sammelgräbern. - © APA/dpa

Isonzofront

Grenzenlos im ehemaligen Kriegsgebiet5

  • Friaul entdeckt Friedenstourismus.
  • 14.550 k. u. k. Soldaten ruhen in Fogliano Redipuglia, wo sich Überreste von Gefallenen aus den zwölf Isonzo-Schlachten befinden.

Görz. Das Triestiner Karstgebiet erlebte den Ersten Weltkrieg hauptsächlich zwischen dem 24. Mai 1915 mit dem Kriegseintritt Italiens und dem 28. Oktober 1917, mit der Niederlage von Caporetto/Karfreit und der Verschiebung der Frontlinie an den Fluss Piave. In diesen Jahren ereigneten sich die zwölf "Isonzo-Schlachten", bei denen rund 500... weiter




Kaiser Karl I. bei den Truppen, die an der 11. Isonzoschlacht teilnahmen. - © k.u.k. Kriegspressequartier/Österreichische Nationalbibliothek

Erster Weltkrieg

Als Europas Mitte in Brüche ging3

  • Die aktuelle Gefahr eines bewaffneten Konflikts in Europa bringt uns 1914 nahe.

"An Meine Völker!" stand über dem berühmten und folgenschweren Text vom 28. Juli 1914, mit dem Kaiser Franz Joseph seine Entscheidung für einen Krieg gegen Serbien bekanntgab. "An Meine getreuen österreichischen Völker" richtete sich am 16. Oktober 1918 der Aufruf von Kaiser Karl, mit dem er die Völker der Donaumonarchie in die Selbstbestimmung... weiter




Alfred Kubin kennt in seiner Reaktion auf den Ersten Weltkrieg keine heroischen Posen: "Ende des Krieges". - © VBK Wien, 2014

Ausstellungskritik

Zwischen Stolz, Angst und Trauer1

Die schlichte Stube mit der Blumentapete zeigt die ganze Ambivalenz des Krieges. Was hier mit wenigen Objekten nachgebaut ist, offenbart die Erschütterungen des Privaten. Gerahmt sieht man die Erinnerung an den stolzen Moment der Musterung: Der taugliche Sohn mit Blumen auf dem Hut, die getrockneten Blüten, ein Bild des Kaisers... weiter




Oberleutnant Robert Musil (l., mit dem Edelweiß, dem Zeichen der Gebirgstruppen, am Kragen) in einer Tafelrunde im Offizierskasino von Palai. - © Museo storico italiano della Guerra, Rovereto

Ausstellungskritik

Der singende Tod3

  • Ausstellung in München: Robert Musil und der Erste Weltkrieg.

Wie das verklärende "In Stahlgewittern" des Deutschen Ernst Jünger, Georg Trakls "Grodek" und "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus, gehören Robert Musils Werke zur Literaturgeschichte des Ersten Weltkrieges. Dies zeigt eine Ausstellung im Literaturhaus München an Hand neuer Funde und Interpretationen... weiter




Das Leid des Krieges stellt Albin Egger-Lienz etwa in seinem Gemälde "Kriegsfrauen" (1918-1922) dar. - © Museum Schloss Bruck, Lienz. Vaverka

Ausstellungskritik

Moderner Künstler im Zwiespalt

  • Die Orangerie im Belvedere zeigt "Totentanz. Egger-Lienz und der Krieg".

Es ist eine Schau zu mehreren Gedenkjahren, die durch Forschung der Gastkuratorin Helena Pereña, nun im Ferdinandeum in Innsbruck tätig, möglich wurde: Gemeinsam mit Stephan Koja wirft sie mit etwa 70 Exponaten neues Licht auf den Maler Albin Egger-Lienz, der 1868 als Ingenuin Albuin Trojer nahe Lienz geboren wurde, in Wien, Weimar und Tirol lebte... weiter




Satirisch-propagandistische Karte von Europa 1914 von Walter Trier (1890-1951). R. & l. Außenminister im Sommer 1914: 1. Gottlieb von Jagow (Dt. Reich), 2. Leopold Berchtold (Ö-U), 3. Edward Grey (GB), 4. René Viviani (Frankreich), 5. Sidney Sonnino (Italien), 6. Sergej D. Sasonow (Russland). Karte: Staatsbibl. Berlin - PK/Fotostelle; Porträts: Archiv. Collage: I. Friedenberger

Erster Weltkrieg

Verhängnisvolle Partnerschaften1

  • Europa vor 1914 durch Netzwerke gefesselt.

Am 28. Juni 1914 fällt der fatale Schuss in Sarajevo, einen Monat später folgt die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Doch nicht allein der Konflikt zwischen Wien und Belgrad riss die Welt mit in den Abgrund. Ganz Europa war schon vor 1914 in diverse Bündnisse und Interessenskonflikte verstrickt. Mit der kleinen Nuss Nro... weiter




Klaus-Peter Josefs Großonkel Karl Sedlmayer (rechts). - © K.-P.Josef

Erster Weltkrieg

Erinnerungsstücke unserer Zeitreisenden4

  • Bilder aus dem Ersten Weltkrieg.

Mehr dazu: Was Großvater (nicht) erzählte: Zeitreisende öffnen ihre (Familien-)Archive. Die Online-Redaktion der "Wiener Zeitung" freut sich über weitere  ausgewählte Fotos aus Ihren Archiven zu dieser Zeit... weiter




Ob.: Bilder von der Front: auf dem linken Foto stehend ganz rechts Josef Baumgartner, auf dem rechten Foto sitzend mit Kappe sein Bruder Anton, DI E. Baumgartners Großvater. Unten l. & r.: Aus dem Spital gesandte Ansicht von Pola/Brioni (Sammlung Prof. B. Sokop). Mitte r.: Wandbehang aus dem Besitz von E. Somogyi. Fotos: privat. Repros: Moritz Ziegler

Erster Weltkrieg

Was Großvater (nicht) erzählte3

  • Zeitreisende öffnen ihre (Familien-)Archive.

Eine vergilbte Feldpostkarte, wie sie zuhauf in Archiven liegen, ist Oberst i. R. Dietmar Klabuschnig, Wr. Neustadt (Ihre Reverenz machte Freude!), von seinem Großvater Josef Ebner übrig geblieben. Es ist ein winziges Stück Geschichte eines einfachen Soldaten, doch sagt es uns vielleicht mehr als historische Abhandlungen zum Ersten Weltkrieg... weiter




Sotschi blieb auch nach dem Krieg ein Kurort (Bild: Sanatorium "Ordschonikidse"). - © Picturedesk/Hubertus

Geschichte

Schöne Tage in Sotschi

  • Russlands Riviera zählte 1914 zu den beliebtesten Kurzentren der Welt.

Sotschi. Als der russische Großherzog Michael Nikolaijwitsch vor 150 Jahren im Bergdorf Krasnaja Poljana das Ende des sogenannten Kaukasischen Krieges verkündete, hätte er sich wohl nie vorstellen können, dass an derselben Stelle einmal die Alpin-Bewerbe der XXII. Olympischen Winterspiele ausgetragen werden sollten... weiter




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Vorstadt Landstraße

Der wilde Tanz vor dem Stubentor

Blick um 1800 über die Wien (rechts Stubenbrücke) auf Vorstadt Landstraße (links Invalidenhaus). Stich der Zeit (Ende 18. Jh.) Kleiner Zeitensprung, ehe wir uns dem 19. Jahrhundert in dem Ort vor Wiens Mauern widmen, der einmal Nikolaivorstadt hieß: Am 17... weiter




Fundstück

Stafa und Gara

Faksimile: Stefan Koch "La Stafa" hieß das Wiener Kaufhaus auf der Mariahilfer Straße bis zur Schließung 2014. Doch der italienische Klang des Namens täuscht... weiter




Depeschen

Galileo bis Einstein - lauter Tüftler!

Ein Tüftler, aber kein Pitzler: Galileo Galilei. Bild: Archiv Tüfteln oder nicht tüfteln? Das war hier die Frage - in den vorigen Zeitreisen wurde zur Debatte gestellt, ob die Bezeichnung "Tüftler" bzw... weiter




Kraut und Rüben

Trojanische Pferde für Radiobastler

Zeitung aus dem Lautsprecher: eine mediale Zukunftsvision vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Bild: Villemard 1910 Humanistisch gesinnte Menschen (im Gegensatz zu den Elektrotechnikern) befreunden sich schwer mit einer neuen Erfindung"... weiter





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Eine Fähre mit 459 Menschen an Bord ist vor der Küste Südkoreas gesunken.

16.04.2014: Die Statue Imperia in Konstanz am Bodensee (Baden-Württemberg). Sie erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414-1418). Das Konstanzer Konzil jährt sich zum 600. Mal - dieses Jubiläum wird von Ende April an ganze fünf Jahre lang in der Stadt am Bodensee gefeiert. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich erneut zu. Hier eine Barrikade der pro-russische Seperatisten vor dem Parlament in Slovyansk.

Die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE), der auch die SPÖ angehört, kürte ihren Spitzenkandidaten am 1. März in Rom:
<span style="font-weight: bold;">Martin Schulz</span>: Der 58-jährige Deutsche gilt als wortgewandt, streitlustig, ehrgeizig. 2004 übernahm der gelernte Buchhändler den Fraktionsvorsitz der Sozialisten, 2012 wurde er Präsident des Europaparlaments. Schulz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Migranten, die ihre Flucht aus Honduras mit dem Verlust von Extremitäten bezahlten. Den Zug, mit dem sie in die USA gelangen, bezeichnen sie als "La Bestia" (Die Bestie), da es hier oft zu bestialisichen Übergriffen an Einwanderern kommt.

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