Ägypten - Meinung & Analysen

Barack Obama

Obamas Wette auf die Muslimbrüder1

  • Die USA müssen sich mit den neuen Machtverhältnissen in Ägypten arrangieren. An den Islamisten kommt man dabei nicht vorbei.

Dass US-Präsident Barack Obama zum ersten Mal seine Hand in Richtung Muslimbruderschaft ausstreckte, war im Juni 2009, in seiner berühmten Rede in Kairo. Zehn Mitglieder der Bruderschaft waren unter den Gästen, und sie bekamen einen Passus zu hören, der speziell für sie gefertigt war: "Amerika respektiert überall auf der Welt das Recht aller... weiter




Ägypten

Das Chaos in Kairo1

  • Dass in Ägypten NGO-Mitarbeiter angeklagt werden, ist bitter. Aber die USA sollten nicht überstürzt darauf reagieren.

Was für eine Art von demokratischer Revolution ist das in Ägypten, bei der 19 US-Mitarbeiter von NGOs, die sich für die Demokratie eingesetzt haben, angeklagt werden? Die Antwort: eine konfuse Revolution. Die USA sollten ihren Ärger aber vorerst runterschlucken und ein übereiltes Einstellen der Hilfe... weiter




Ägypten

Die unvollendete Revolution frisst ihre Kinder

Der Abgang von Hosni Mubarak vor einem Jahr fühlte sich an wie der Beginn einer neuen Ära. Umso größer ist nun der Frust darüber, dass sich kaum etwas geändert hat. Viele Ägypter haben resigniert, andere suchen die Konfrontation. "Verschwinde!", riefen die Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz vor einem Jahr ihrem Langzeitpräsidenten zu... weiter




Clemens M. Hutter war Ressortchef Ausland der "Salzburger Nachrichten". - © Copyright 2008

Christen

"Schutzbefohlene" müssen kuschen und zahlen

  • Die blutigen Attacken radikaler Islamisten auf Ägyptens Kopten verraten, was "Ungläubigen" in islamischen "Gottesstaaten" widerfährt.

"Bekämpft jene, die weder an Allah noch an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und sich nicht zur wahren Religion bekennen. Bekämpft sie so lange, bis sie demütig ihren Tribut entrichten." Dieser Satz aus dem Koran (Sure 9, Vers 29) gilt für die Dhimmi, die sich seit dem 7... weiter




Ägypten

In Mubaraks blutigen Fußstapfen

Der Militärrat hat im Februar die Macht in Ägypten allein mit dem Vorsatz übernommen, einen friedlichen Übergang zur Demokratie zu gewährleisten. Das zumindest behaupteten die Generäle, und viele Ägypter haben es ihnen geglaubt. Doch mittlerweile ist für die Aktivisten offenbar geworden, dass den Offizieren die Demokratiebewegung von Anfang an ein... weiter




Armee

Am Gängelband der Generäle1

Ägyptens Revolutionäre haben mit dem Sturz ihres Langzeit-Präsidenten Hosni Mubarak nur einen Etappensieg errungen. Jetzt blockiert die Armee, die das Land am Nil seit acht Monaten führt, den Weg in Richtung Demokratie. Der Militärrat will auch in Zukunft am Ruder bleiben, die ranghohen Uniformträger denken nicht daran... weiter




Muslimbruderschaft

"Säkularen fehlen die Konzepte"

  • Muslimbrüder haben Chancen auf Wahlsieg, langfristig droht Spaltung.

"Wiener Zeitung": Einige Beobachter blicken zurzeit besorgt auf die Muslimbrüder. Zu Recht? Nabil Abdel Fattah: In der Geschichte der Muslimbrüder sind unterschiedliche Konzepte entstanden. Seit 1995 haben einige Muslimbrüder neue Ideen entwickelt, die zu einem Bruch mit manchen ihrer bisherigen Konzepte und damit zu Spannungen zwischen den... weiter




Muslimbruderschaft

Braucht Ägypten die stärkste Armee Arabiens?

  • In Kairo hat das Volk den Platz seines Sieges gereinigt. Der Oberste Militärrat setzte zum Großreinemachen an: Das Parlament mit der im Vorjahr von Hosni Mubarak erschwindelten Vier-Fünftel-Mehrheit für dessen Lakaien ist aufgelöst, seine Willkür-Verfassung gestrichen, die Garantie der Machtübergabe an eine Zivilregierung geschworen und eine demokratische Wahl in sechs Monaten festgelegt. Dazu bedarf es aber einer neuen Verfassung, über der schon eine Verfassungskommission brütet. Nicht zuletzt hat die Revolte der Jugend und der Frauen die Dunstglocke der Angst über Ägypten verblasen.

Doch der Armee steht jetzt ein gründlicher Hausputz bevor. Zwar hat sie ein blutiges Chaos verhindert, weil sie sich neutral verhielt und damit Mubarak die Machtbasis entzog. Aber jetzt ist die Abrechnung fällig: Das von Mubarak getürkte Budget dotiert die Armee mit rund 4,5 Milliarden Euro, also rund 17 Prozent der Staatsausgaben oder fast so viel... weiter




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