Aktuelle Berichte

Rebellen kreisen Tripolis langsam ein

Brandrede Gaddafis soll Moral stärken

  • Libyscher Innenminister reist mit Familie nach Ägypten aus.

Tripolis. Erstmals seit dem Beginn des jüngsten Vorstoßes der libyschen Rebellen hat sich Machthaber Muammar Gaddafi zu Wort gemeldet und die Bevölkerung zu einem verstärkten Kampf gegen die NATO aufgerufen. Die Aufständischen befinden sich auf dem Vormarsch und haben nach eigenen Angaben zuletzt wichtige Küstenstädte erobert... weiter




Rebellenkommandant spricht von zahlreichen Opfern

Libyen: Rebellen und Regierungstruppen kämpfen um Stadt Sawija

  • Weiteres Stadtviertel der Hafenstadt Brega erobert

Zawiyah. Nach heftigen Kämpfen um die westlibysche Stadt Zawiyah (Sawija) haben die Rebellen einen Teil der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die Aufständischen drangen am Samstagnachmittag in großer Zahl bis ins Stadtzentrum vor, wie ein Fotograf berichtete. Auch am Sonntag gingen die Kämpfe mit den Gaddafi-treuen Truppen in der 40 Kilometer... weiter




Beisetzung der durch den Nato-Angriff Getöteten. - © REUTERS

Gaddafi-Sohn wird im TV gezeigt

  • Widersprüchliches zu toten Zivilisten.

Tripolis. Für das libysche Staatsfernsehen war es ein doppelter Propaganda-Coup: In einem Krankenhaus wurde ein Mann in Uniform gezeigt, bei dem es sich um Khamis Gaddafi handeln soll - die Rebellen hatten vergangene Woche seinen Tod verkündet. Dieser Mann, der Khamis zumindest sehr ähnlich sieht, besuchte angeblich durch einen Nato-Angriff... weiter




Der Chef des Übergangsrats der libyschen Rebellen, Mustafa Abdel Jalil, will die Führungsriege der Aufständischen austauschen. - © EPA

Köpferollen bei libyschen Rebellen nach dem bisher ungeklärten Tod des Militärchefs

Übergangsrat der Rebellen in Libyen entlässt Regierung

  • Führungsriege soll ausgetauscht werden.
  • Rebellen konnten wichtige Kleinstadt auf dem Weg nach Tripolis behaupten.

Benghazi. Nur eine Woche nach dem Tod des Militärchefs der libyschen Rebellen, Abdel Fatah Junes hat der Präsident des Nationalen Übergangsrats der Rebellen, Mustafa Abdel Jalil, am Montag seine Regierung entlassen. Das Exekutivbüro sei suspendiert worden, sagte Rebellensprecher Mohammed al-Kish. Abdel Jalil habe die Nummer zwei des Übergangsrats... weiter




Hintergrund

Probleme bei Entwaffnung

Machtprobe in Tripolis: Rivalitäten zwischen "Revolutionstruppen"

  • Der libysche Übergangsrat hat Mühe, für Sicherheit und Frieden zu sorgen.
  • "Wir werden unsere Waffen erst dann abgeben, wenn es Sicherheit und Polizisten auf den Straßen gibt."

Tripolis/Istanbul. Der libysche Übergangsrat hat Mühe, für Sicherheit und Frieden zwischen den verschiedenen "Revolutionstruppen" zu sorgen. Nachdem es am vergangenen Wochenende Schießereien in der Nähe des internationalen Flughafens Tripolis gegeben hatte, kehrte am Montag zwar nach Angaben von Augenzeugen wieder Ruhe ein... weiter




Meinung & Analysen

Analyse

Nicht nur für die Türkei spielt beim Libyen-Einsatz Innenpolitik eine Rolle

  • Waffen gegen Libyer richten? Das komme für die Türken überhaupt nicht in Frage, machte am gestrigen Dienstag der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan deutlich. Doch auch wenn sich seine Erklärung in die Kritik aus Ankara am Militäreinsatz des Westens gegen Libyen fügt, will die Regierung Aktionen gegen das Regime von Muammar Gaddafi unterstützen.

Einmal mehr muss die Türkei nun einen Drahtseilakt vollführen. Zum einen kann das einzige muslimische Nato-Land nicht so ohne weiteres dem Angriff auf einen muslimischen Staat zustimmen. Zum anderen trachtet es danach, seine deklarierte Vermittlerfunktion zwischen Ost und West nicht zu gefährden. Denn schon rümpft so mancher westeuropäische... weiter




Gastkommentar

Freiheit für die Libyer - ohne Wenn und Aber!

  • Während Muammar Gaddafis Getreue mit der Luftwaffe den Aufstand niederringen, spielen Europa und die USA auf Zeit, in der Hoffnung, nicht auf das falsche Pferd zu setzen. Das ist ein Skandal.

Die Motive sind klar: Europa sähe die Flüchtlingsströme am liebsten erst gar nicht anschwellen. Doch das werden sie - so oder so. Und die USA fürchten einen zweiten Irak, für den Fall, dass sie militärisch eingreifen - und die Verbündeten nicht mitziehen. Zu Recht: Westliche Werte wurden im Irak-Krieg ökonomischen Interessen geopfert und werden es... weiter





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