• Artikel vom 05.02.2012, 12:36 Uhr

Arabische Revolution

Update: 05.02.2012, 12:45 Uhr
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Nach Doppelveto von Russland und China

Syrische Opposition nennt UN-Veto "Lizenz zum Töten"


  • Türkischer Außenminister Davutoglu: Kalter-Krieg-Logik muss ein Ende haben.

Kairo/München. Der Nationalrat der syrischen Opposition (SNC) hat das Nein von Russland und China zu einer UN-Resolution als Lizenz zum Töten für das Regime von Bashar al-Assad kritisiert. Moskau und Peking seien damit für die Eskalation der Gewalt verantwortlich, erklärte das Gremium am Sonntag in Istanbul. Die Opposition forderte die Veto-Mächte auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben. Zuvor hatten Russland und China gegen eine Mehrheit aller anderen 13 Mitglieder im UN-Sicherheitsrat mit einem Doppelveto die Syrien-Resolution verhindert. Auch die Türkei beklagt das Nein Russlands und Chinas zu einer Resolution des Weltsicherheitsrates gegen das gewalttätige Regime in Syrien.

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  Vor der Abstimmung waren bei einem Einsatz der syrischen Armee in der Rebellenhochburg Homs Hunderte von Menschen getötet worden. Im Internet kündigten anschließend Aktivisten an: Wir nehmen die Revolution selbst in die Hand.

Blutvergießen geht weiter  
Am Sonntagmorgen ging das Blutvergießen in Syrien weiter. Nach Angaben von Oppositionellen wurden in der Provinz Idlib nahe der türkischen Grenze mindestens neun Regierungssoldaten bei einem Angriff von Deserteuren getötet. Auch im südlichen Daraa seien Kämpfe zwischen der Assad-Armee und fahnenflüchtigen Soldaten ausgebrochen.

  Bei der Sicherheitskonferenz in München sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu zum Veto: "Wir werden dafür den Preis bezahlen." In der arabischen Welt gebe es noch immer ein Blockdenken wie im Kalten Krieg zwischen dem Westen und dem Kommunismus. Auch das erkläre, warum Russland zu dem Regime von Assad halte. "Wir wollen den Kalten Krieg in unserer Region beenden", sagte der türkische Minister. Ein Anfang sei mit der Demokratiebewegung, dem arabischen Frühling, gemacht. "Wir können sehr optimistisch sein, wenn wir nach Nordafrika blicken."



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-05 12:38:27
Letzte Änderung am 2012-02-05 12:45:32


Zerstörte Geböude in Juret al-Shayah in Homs - gehen laut Opposition auf das Konto von Regierungstruppen.


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