Antakya. Die syrischen Regierungstruppen haben nach Angaben der Deserteure der "Freien Syrischen Armee" ihre Artillerieangriffe auf Wohnviertel mit Beginn der Waffenruhe am Donnerstag eingestellt. "Es hat seit heute Morgen keine Attacken mit schweren Geschützen mehr gegeben", bestätigte der Kommandant der "Freien Syrischen Armee", Oberst Riad al-Asaad, der Deutschen Presse-Agentur in einem Telefoninterview. "Bis jetzt ist es ruhig geblieben", fügte er hinzu.
Gleichzeitig betonte der Oberst, der seit dem vergangenen Sommer von der türkischen Provinz Hatay aus operiert, die Razzien gegen mutmaßliche Regimegegner gingen weiter. "Es gab heute an verschiedenen Orten wieder Festnahmen", sagte Asaad. Die Deserteure hatten angekündigt, sie wollten sich ebenfalls an die Waffenruhe halten, falls die Truppen von Präsident Bashar al-Assad ihr Angriffe einstellen sollten. Der Vorsitzende des oppositionellen "Syrischen Nationalrates" (SNC), Burhan Ghalioun, hat unterdessen die Bevölkerung zu Massendemonstrationen nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe aufgerufen. Das Recht zu demonstrieren sei ein Kernpunkt des Befriedungsplanes des Internationalen Sondergesandten Kofi Annan, erklärte Ghalioun.
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