Sanaa. Im Süden des Jemen sind bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Armee habe in Lawdar in der Unruheprovinz Abjan 28 Männer getötet, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida zugerechnet würden, meldete am Samstag die staatliche Nachrichtenagentur Saba. Auch zwei Stammesangehörige, die das Militär unterstützten, seien bei den Kämpfen ums Leben gekommen. Die jüngste Offensive am späten Freitagabend sei von Jemens neuem Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi angeordnet worden.
Seit den Massenprotesten gegen den früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh im vergangenen Jahr haben Al-Kaida-Anhänger im Südjemen zunehmend an Einfluss gewonnen. Die Terroristen, die sich den Namen Ansar al-Scharia gegeben haben, kontrollieren bereits große Teile von Abjan sowie einzelne Ortschaften in der Provinz Lahdsch. Jemens neuer Präsident Hadi hatte bei seinem Amtsantritt im Februar versprochen, Al-Kaida zu bekämpfen. Seither hat es immer wieder blutige Terroranschläge auf die Sicherheitskräfte gegeben.
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