Brüssel. Die EU-Außenminister haben am Montag drei weitere Personen und zwei Firmen aus Syrien auf die schwarze Liste gesetzt. Sie werden mit Einreiseverboten, Kontensperren und einem Handelsverbot belegt. Bei den Personen handelt es sich um zwei syrische Geschäftsleute und um den Gouverneur der syrischen Zentralbank, die Unternehmen sind im Öl- und Tabaksektor tätig.
Schon bisher befanden sich 126 Menschen auf der Liste der Personen mit EU-Einreiseverbot. Die Liste der Unternehmen und Organisationen, die keine Geschäfte mit der EU machen dürfen, stieg auf 43.
In der Europäischen Union wächst die Sorge über die andauernde Gewalt in Syrien. Die Außenminister bekräftigten am Montag in Brüssel ihre Unterstützung für den Friedensplan des UNO-Sonderbeauftragten Kofi Annan. Schwedens Außenminister Carl Bildt warnte vor einem raschen Abgleiten in einen Bürgerkrieg, falls es nicht gelinge, einen Dialog zwischen Präsident Bashar al-Assad und der von ihm verfolgten Opposition zu beginnen.
Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle warnte vor einem Flächenbrand in der Region. Es gebe erste, besorgniserregende Anzeichen, dass die Gewalt auf Nachbarländer wie den Libanon übergreife.
Unterdessen sollen nach einem Bericht der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter Deserteure in der syrischen Provinz Homs mehr als zwei Dutzend Soldaten der Regierungstruppen getötet haben. In Damaskus hätten Unbekannte vor einer Moschee einen schiitischen Geistlichen ermordet.
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