
New York. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) hat am Sonntagabend (Ortszeit) die syrische Regierung wegen des Massakers in der Stadt Houla mit mehr als 100 Toten scharf verurteilt. Die Verantwortlichen müssten zur Verantwortung gezogen werden, erklärte das Gremium, dem auch Russland angehört, am Sonntag (Ortszeit) in New York. Zuvor hatte Damaskus jede Verantwortung zurückgewiesen und "Terroristen" die Schuld an dem Massaker gegeben.
Bei dem Massaker in Houla sind nach Angaben der UN-Beobachter Artillerie- und Panzergranaten eingesetzt worden. Die Vertreter der Vereinten Nationen hätten in einer Moschee des Ortes 85 Leichen gesehen, darunter die von 34 Kindern, hieß es am Sonntag in einem vertraulichen Brief von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon an den UN-Sicherheitsrat. Das Schreiben liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.
Die Todesursache habe nicht immer sofort zweifelsfrei festgestellt werden können, heißt es weiter. Doch neben Verletzungen durch Schrotmunition seien auch Wunden gesehen worden, die durch Kanonen-und Panzergranaten verursacht wurden. Die Schäden an Gebäuden stammten ebenfalls von schweren Waffen. Über Panzer und Artillerie verfügt nur das Regime.
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