• vom 10.08.2012, 07:44 Uhr

Naher Osten - Aktuelle Berichte

Update: 10.08.2012, 17:35 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Weiter heftige Kämpfe in der Wirtschaftsmetropole

Syrien: Armee will Rebellen in Aleppo zurückgeschlagen haben



  • Neue Spekulationen über türkische Intervention in Syrien.
  • Algerier Brahimi als Annan-Nachfolger im Gespräch

Kämpfer der Freien Syrischen Armee wollen im Kampf um Aleppo nicht kleinbei geben. - APAweb/Reuters/Zohra Bensemra

Kämpfer der Freien Syrischen Armee wollen im Kampf um Aleppo nicht kleinbei geben. APAweb/Reuters/Zohra Bensemra

Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben einen Angriff der Aufständischen auf den internationalen Flughafen von Aleppo zurückgeschlagen. Die "meisten" der Angreifer seien getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA am Freitag. Ein Anführer der oppositionellen "Freien Syrischen Armee" bestätigte den Angriff, machte aber keine Angaben zu Einzelheiten. Armee und Rebellen kämpfen in der nordsyrischen Wirtschaftsmetropole erbittert um die Vorherrschaft.

Die Rebellen planen nach ihren jüngsten militärischen Rückschlägen eine Gegenoffensive in der Millionenstadt. Er habe seine Kämpfer an der Front neu aufgestellt, sagte Rebellen-Kommandant Abu Jamil am Freitag. Ein Hauptproblem stellten jedoch die Scharfschützen der Armee von Präsident Bashar al-Assad dar.

Bei dem Versuch die Kontrolle über die Wirtschaftsmetropole zurückzuerlangen, hatten Regierungstruppen die Rebellen am Vortag aus einigen Stellungen vertrieben. In der umkämpften Stadt gingen die bewaffneten Auseinandersetzungen am Freitag weiter.

Zitadelle offenbar beschädigt
Nach Oppositionsangaben beschädigte die syrische Armee die berühmte Zitadelle von Aleppo mit einer Mörsergranate. Das zum Weltkulturerbe gehörende Gebäude sei von einem solchen Geschoss getroffen worden, über das niemand in Syrien außer den Regierungstruppen verfüge, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat am Freitag. Demnach schlug die Mörsergranate am Eingang der Zitadelle ein, die als Juwel der islamischen Militärarchitektur des Mittelalters gilt, und zerstörte eine Marmortafel mit dem Namen der Stätte.

Ein kurzes Abflauen der Kämpfe nutzten viele Einwohner Aleppos, um zu fliehen. Seit Beginn des Aufstandes vor 17 Monaten haben nach Angaben der Vereinten Nationen 150.000 offiziell registrierte Flüchtlinge Schutz in der Türkei, Jordanien, im Libanon oder im Irak gesucht. In der Türkei lebten mittlerweile mehr als 50.000 Flüchtlinge - allein in dieser Woche seien 6000 Menschen über die Grenze gekommen.

Neue Spekulationen über türkische Intervention in Syrien
Kurz vor einem Besuch von US-Außenministerin Hillary Clinton in Istanbul gibt es in der Türkei indes neue Spekulationen über eine bevorstehende Militärintervention in Syrien. Unter Berufung auf Regierungskreise in Ankara berichtete die Zeitung "Cumhuriyet" am Freitag, die Pläne sähen die Einrichtung von insgesamt fünf "Sicherheitszonen" auf syrischem Gebiet vor. Diese Gebiete sollen sich demnach von der türkischen Grenze aus rund 20 Kilometer tief auf syrisches Gebiet erstrecken. Clinton will an diesem Samstag mit der türkischen Regierung über den Konflikt in Syrien sprechen.




Schlagwörter

Aleppo, Syrien

4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-10 08:11:53
Letzte Änderung am 2012-08-10 17:35:34


Der Globalist-Blog

Hier in Damaskus heißt der Bürgerkrieg harmlos: "Die Situation"

20120905bombe - APAweb / Reuters, Sana "Let us shape the future together – not wait for it", "Lasst uns die Zukunft gemeinsam gestalten und nicht darauf warten"... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



  • Streikaufrufe der Gewerkschaften werden als illegal gebrandmarkt.
  • weiter

Der tschechische Ministerpräsident Petr Necas ist nach einem Korruptionsskandal nun auch offiziell von seinem Amt zurückgetreten...weiter

Snowden auszuliefern, würde das Image Hongkongs "für immer beflecken". - APAweb / Reuters / Bobby Yip
  • Computerexperte deckte lediglich "Bürgerrechtsverletzungen" auf.
  • weiter

Der Alpine-Konzern kämpft erneut ums Überleben. - apa/Gindl
  • Bedingung: Neue Kapitalspritze durch FCC und Beteiligung der Anleihegläubiger.
  • weiter

Krystian Zimerman ertappte in Essen einen Bootlegger. Der Pianist brach kurzfristig sein Konzert ab. - APAweb / EPA, Grzegorz Michalowski
  • Eklat bei Auftritt in Essen.
  • weiter

Bernd Wiegand konnte es nur falsch machen. Er hatte keine andere Chance. Bernd Wiegand - das ist der Oberbürgermeister von Halle an der Saale...weiter

Kindergarten ab eins und Ganztagsschule: für Brandsteidl die beste Lösung. - Radule Bozinovic/KOSMO
  • Stadtschulratspräsidentin hält Trennung von deutsch- und nichtdeutschsprachigen Kindern für wenig sinnvoll.
  • weiter

Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak
  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.
  • weiter





Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

17.06.2013: Die Zwanziger Jahr des vergangenen Jahrhunderts leben beim Jazz Age Picnic in New York wieder auf. Zum achten Mal findet die Veranstaltung an zwei Wochenenden im Sommer auf Governor's Island statt. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne". Ein Farbenrausch während der Eröffnungszeremonie.

Werbung