• vom 12.09.2012, 20:29 Uhr

Naher Osten - Aktuelle Berichte

Update: 12.09.2012, 20:36 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Krisendiplomatie in Kairo

Kämpfe in Syrien: Mindestens 30 Soldaten bei Angriffen getötet



  • Jordaniens König warnt vor Ausweitung des Konflikts.

Bei einem Bombenangriff auf einen Militärposten in der Provinz Idlib wurden ihren Angaben zufolge am Mittwoch mindestens 18 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. In der Provinz Latakia starben laut Aktivisten mindestens zwölf Soldaten, als ihr Fahrzeug in einen Hinterhalt geriet. Mehr als 40 weitere sollen verletzt worden sein.

Bei einem Bombenangriff auf einen Militärposten in der Provinz Idlib wurden ihren Angaben zufolge am Mittwoch mindestens 18 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. In der Provinz Latakia starben laut Aktivisten mindestens zwölf Soldaten, als ihr Fahrzeug in einen Hinterhalt geriet. Mehr als 40 weitere sollen verletzt worden sein.APAweb/REUTERS/Zain Karam Bei einem Bombenangriff auf einen Militärposten in der Provinz Idlib wurden ihren Angaben zufolge am Mittwoch mindestens 18 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. In der Provinz Latakia starben laut Aktivisten mindestens zwölf Soldaten, als ihr Fahrzeug in einen Hinterhalt geriet. Mehr als 40 weitere sollen verletzt worden sein.APAweb/REUTERS/Zain Karam

Istanbul/Libanon. Diplomatieversuche und neue Gewalt im Syrien-Konflikt: Kurz vor der ersten Reise des neuen UN-Sondervermittlers Lakhdar Brahimi nach Damaskus melden Rebellen blutige Anschläge auf Regimesoldaten. Bei einem Bombenangriff auf einen Militärposten in der Provinz Idlib wurden ihren Angaben zufolge am Mittwoch mindestens 18 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. In der Provinz Latakia starben laut Aktivisten mindestens zwölf Soldaten, als ihr Fahrzeug in einen Hinterhalt geriet. Mehr als 40 weitere sollen verletzt worden sein.

Der algerische Diplomat Brahimi wird an diesem Donnerstag in Syrien erwartet. Das verlautete aus libanesischen Diplomatenkreisen. Geplant ist auch ein Treffen mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.

Brahimi, Syrienbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, hatte sein Amt als Nachfolger des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan am 1. September angetreten. Seinen Plan zur Beilegung der 18 Monate langen Krise will er erst vorlegen, wenn er mit allen betroffenen Parteien gesprochen hat. Mit einem schnellen Durchbruch rechnet er aber nicht.

Warnungen vor Ausbreitung und Auseinanderbrechen von Syrien
Am Mittwoch kam Brahimi mit Vertretern der Arabischen Liga in Kairo zusammen. Auch Gespräche mit der syrischen Opposition waren anberaumt. Syrische Oppositionelle berichteten unterdessen von neuen Gefechten in Homs, Hama, Aleppo, Deir As-Saur und Damaskus. Landesweit kamen demnach mindestens 110 Menschen ums Leben.

Im Libanon kam ein als Geisel verschleppter Türke nach fast einem Monat frei. Der schiitische Al-Mokdad-Clan hatte den Geschäftsmann Tufan Tekin und etwa 30 Syrer entführt, um einen Angehörigen freizupressen, der in Syrien von Rebellen verschleppt worden sein soll. Der Mann sei der türkischen Botschaft in Beirut übergeben worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

Jordaniens König Abdullah II. warnte vor einem Auseinanderbrechen Syriens und einem Übergreifen des Konflikts auf die Nachbarländer. "Ich bin extrem besorgt über die Gefahr der Fragmentierung Syriens. In den vergangenen Monaten haben wir eine Zunahme interkonfessioneller Gewalt erlebt", sagte Abdullah II. am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Amman.

"Dies gefährdet nicht nur die Einheit Syriens, sondern könnte auch der Auftakt zu einem Übergreifen des Konflikts auf Nachbarländer mit einer ähnlichen konfessionellen Zusammensetzung sein."

Eine Formel für den Übergang
Es gebe Zeichen, dass diese Gefahr "näher komme", warnte das jordanische Staatsoberhaupt und forderte eine "Formel für einen politischen Übergang" unter Einschluss aller Bestandteile der syrischen Gesellschaft, einschließlich der Alawiten. "Ein inklusiver Übergangsprozess ist der einzige Weg, die Eskalation der konfessionellen Gewalt zu stoppen", sagte der Monarch.

Nach UN-Angaben entwickelt sich der Aufstand in Syrien zunehmend zu einem Kampf zwischen Sunniten und Alawiten. Der syrische Staatschef Präsident Bashar al-Assad gehört der Minderheit der Alawiten an. "Ich habe stets gesagt, die Frage ist nicht das Individuum, sondern das System. Würde Präsident Bashar (al-Assad) morgen gehen, doch das System bleiben, was hätte das syrische Volk erzielt?", fragte Abdullah II.

Er warnte, nicht alle der mehr als 200.000 syrischen Flüchtlinge in Jordanien wollten allein der Gewalt entkommen. Einige versuchten vielmehr, Informationen zu Flüchtlingen zu sammeln oder Jordaniens Stabilität und Sicherheit zu untergraben. Dieser Umgang mit den Nachbarn berge die "Gefahr der Eskalation".




Schlagwörter

Lakhdar Brahimi, Syrien

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-12 20:34:46
Letzte Änderung am 2012-09-12 20:36:21


Der Globalist-Blog

Hier in Damaskus heißt der Bürgerkrieg harmlos: "Die Situation"

20120905bombe - APAweb / Reuters, Sana "Let us shape the future together – not wait for it", "Lasst uns die Zukunft gemeinsam gestalten und nicht darauf warten"... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Solidarität, Unverständnis, aber auch Furcht und Hass machen sich in London breit. - APAweb/REUTERS/Luke MacGregor
  • Islamistischer Tathintergrund: Polizei geht von "einsamen Wölfen" aus.
  • weiter

In knapp mehr als vier Minuten - 20 hätte er gehabt - handelte Faymann, ganz ohne einleitende Worte, die 15 Fragen ab. - APAweb/Jäger
  • Kanzler versicherte mehrfach, dass das Bankgeheimnis für Steuer-Inländer nicht angetastet wird.
  • weiter

"Totally sexy" lautet hier das Motto. Und das um jeden Preis. - Luiza Puiu
  • Label balanciert auf dem schmalen Grat zwischen sexy und ordinär.
  • weiter

16 Aufführungen sind in der Saison 2013/14 geplant, darunter acht neue Produktionen. Zu Ehren Verdis wird neben "La Traviata" auch "Il Trovatore" und "Simon Boccanegra" aufgeführt. - APAweb/EPA/CARLO FERRARO
  • Name des neuen Intendanten soll spätestens bis Juli bekannt gegeben werden.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Reinhard Göweil Die fünf Agrarkonzerne Monsanto, Pioneer, Syngenta, Limagrain und Bayer kontrollieren weltweit zirka 63 Prozent des Saatguts...weiter





Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

23.05.2013: Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung