• vom 28.09.2012, 20:35 Uhr

Naher Osten - Aktuelle Berichte

Update: 28.09.2012, 21:07 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Gut bewaffnete Armee leistet erheblichen Widerstand

Syrien: Rebellen-Offensive in Aleppo gerät ins Stocken



  • Clinton kritisiert Irans Unterstützung für Syriens Regime.

Ein Mitglied der Freien Syrischen Armee feuert mit seinem Maschinengewehr während heftiger Gefechte in Aleppo. - APAweb/Reuters/Zain Karam

Ein Mitglied der Freien Syrischen Armee feuert mit seinem Maschinengewehr während heftiger Gefechte in Aleppo. APAweb/Reuters/Zain Karam

In Syrien sind die Rebellen bei ihrer neuen Offensive in der Metropole Aleppo auf heftigen Widerstand der Truppen von Präsident Bashar al-Assad gestoßen. Kämpfer berichteten am Freitag per Telefon, in mehreren Vierteln gebe es schwere Gefechte. Ausgerüstet nur mit Maschinengewehren und selbst gebauten Raketen falle ihnen der Kampf gegen die Regierungstruppen schwer, die sie mit Artillerie und Kampfflugzeugen ins Visier nähmen. Die Wirtschaftsmetropole Aleppo ist ausschlaggebend für die Entwicklung der seit Februar 2011 dauernden Proteste gegen Assad, die sich mittlerweile zum Bürgerkrieg ausgewachsen haben.

"Wir haben einige Viertel befreit", sagte ein Kämpfer. "Daher bin ich noch immer optimistisch. Aber ich mache mir Sorgen um unsere Organisation. Wir können das Regime nicht rauswerfen. Bestenfalls können wir an einigen unserer Stellungen vorrücken." Die Regierungstruppen kamen in Aleppo offenbar in mehreren Stadtteilen unter schweren Beschuss. Das staatliche Fernsehen berichtete, "terroristische Gruppen" feuerten Granaten-Salven im Südosten der Stadt. Drei Menschen seien getötet worden, darunter zwei Kinder.

Clinton kritisiert Irans Unterstützung für Syriens Regime
US-Außenministerin Hillary Clinton kritisierte vor der UN-Vollversammlung in New York die Unterstützung der syrischen Führung durch den Iran. Die Islamische Republik werde alles tun, um die verbündete Assad-Regierung zu schützen, sagte Clinton am Freitag bei einem Treffen von Außenministern in New York. Die Ministerin kündigte zudem an, dass die USA die Rebellen in Syrien mit zusätzlichen Hilfen in Höhe von 45 Millionen unterstützen.

Die Rebellen sind in Sorge, dass sich auch militante Anhänger der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei, die Beziehungen zu Assad unterhalten, in den Bürgerkrieg einmischen könnten. Die Rebellen drohten solchen PKK-Angehörigen, sie würden auch gegen sie kämpfen. Im kurdischen Stadtviertel von Aleppo nahmen Rebellen nach eigenen Angaben mindestens acht Männer der Assad-treuen Schabbhia-Milizen gefangen. Ob es sich um Kurden handelte, war zunächst unklar.

Die Türkei unterstützt die Opposition in ihrem Nachbarland und bietet Tausenden geflohenen Syrern Unterschlupf. Nun wachsen Befürchtungen, die nach Autonomie strebende PKK könnte versuchen, Vorteile aus dem Bürgerkrieg in Syrien zu ziehen und auf türkischer Seite Unruhen anzetteln. (Reuters)




Schlagwörter

Aleppo, Syrien

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-28 16:04:51
Letzte Änderung am 2012-09-28 21:07:52


Der Globalist-Blog

Hier in Damaskus heißt der Bürgerkrieg harmlos: "Die Situation"

20120905bombe - APAweb / Reuters, Sana "Let us shape the future together – not wait for it", "Lasst uns die Zukunft gemeinsam gestalten und nicht darauf warten"... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Freundliches Lächeln zwischen Vizemarschall Choe Ryong-hae und Präsident Xi Jinping. - ap
  • Erstmals unter Kim Jong-un besucht ein nordkoreanischer Gesandter Peking
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • Folgt Johann Strobl als neuer Chef von Raiffeisen International?
  • weiter

Mehr als 5000 "Siemensianer" arbeiten derzeit noch in der neuen "Siemens-City" in Wien-Floridsdorf. - apa
  • Auch in Österreich wackeln bis zu 1000 Arbeitsplätze
  • weiter

Wer braucht Gewerkschaften, wenn die Mitarbeiter eingebunden sind? Frank Stronach regelt Konflikte lieber selbst. - apa/Michael Gruber
  • Salzburger Stronach-Mann weicht in Debatte um Gewerkschaft vom Chef ab.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Reinhard Göweil Die fünf Agrarkonzerne Monsanto, Pioneer, Syngenta, Limagrain und Bayer kontrollieren weltweit zirka 63 Prozent des Saatguts...weiter





Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers. Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

"Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Werbung