• vom 30.10.2012, 20:16 Uhr

Naher Osten - Aktuelle Berichte

Update: 30.10.2012, 20:23 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Mehrere Rebellen-Stellungen bombardiert

Syrien: Luftwaffe startet neue Offensive



  • Opposition berichtete von mehreren Dutzend Toten.

Rauch steigt über Häusern in Maarat al-Numan auf. Die syrische Luftwaffe nahm zahlreiche Ziele ins Visier. - APAweb/Reuters/Zakwan Hadeed/Shaam News Network/Handout

Rauch steigt über Häusern in Maarat al-Numan auf. Die syrische Luftwaffe nahm zahlreiche Ziele ins Visier. APAweb/Reuters/Zakwan Hadeed/Shaam News Network/Handout

Damaskus. Nach dem Ende des kaum beachteten Waffenstillstands hat die syrische Armee eine neue Offensive von Luftangriffen gestartet. Durch Flugzeugattacken auf Stellungen der Aufständischen starben nach Oppositionsangaben am Dienstag mehrere Dutzend Menschen. Rebellen töteten einen Luftwaffengeneral in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, wie das Staatsfernsehen berichtete. Dies war der jüngste Anschlag auf führende Gefolgsleute von Präsident Bashar al-Assad. Im Juli waren bei einem Bombenattentat vier ranghohe Assad-Vertraute ums Leben gekommen, darunter ein Schwager des Staatschefs und der Verteidigungsminister.

Werbung

Aktivisten zufolge flog die syrische Armee am Nachmittag einen Angriff mit einem Jagdbomber auf die Hauptstadt Damaskus. Es seien vier Bomben über dem Viertel Jobar im Osten der Stadt abgeworfen worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Explosionen waren in ganz Damaskus zu hören, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Acht Menschen seien ums Leben gekommen.

Auch in den Außenbezirke von Homs und der von Rebellen eingenommenen Stadt Maarat al-Numan im Norden des Landes habe es Luftangriffe gegeben. Laut Aktivisten sarben in Maarat al-Numan 28 Zivilisten. Und bei einem Luftangriff auf die Ortschaft al-Mubarkije bei Homs seien zwei Rebellen getötet und zehn verletzt worden. Ziel sei es gewesen, die Belagerung eines Armeestützpunktes in al-Mubarkije zu beenden. Den Rebellen zufolge wurden von der Militärbasis wiederholt sunnitische Dörfer an der Grenze zum Libanon beschossen. Der Ort sei bereits im März von der Armee dem Erdboden gleichgemacht worden.

Armee setzt verstärkt auf Luftangriffe
Die syrische Armee hat zuletzt verstärkt die Luftwaffe im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt. Diese verfügen über keine effektive Luftabwehr. Die meisten Einwohner der Millionenmetropole Homs sind aus der Stadt geflohen. In ihr wohnen sowohl Angehörige der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit als auch der Gruppe der Alawiten, der Präsident Assad angehört.

Eine vom internationalen Syriengesandten Lakhdar Brahimi vermittelte viertägige Waffenruhe wurde von den Konfliktparteien weitgehend ignoriert.




Schlagwörter

Syrien

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-30 20:16:46
Letzte Änderung am 2012-10-30 20:23:45


Der Globalist-Blog

Hier in Damaskus heißt der Bürgerkrieg harmlos: "Die Situation"

20120905bombe - APAweb / Reuters, Sana "Let us shape the future together – not wait for it", "Lasst uns die Zukunft gemeinsam gestalten und nicht darauf warten"... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Neun Menschen erzielen die besten Resultate bei geringstem Aufwand. - corbis
  • Forscher untersuchten das Verhalten von Naturschützern in China.
  • weiter

Ein Unwetter hat Dienstagabend eine Mure verursacht, die den historischen Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat...weiter

Dr. Ernest G. Pichlbauer ist unabhängiger Gesundheitsökonom und Publizist.
  • Alle wissen es: Die Ausbildung für Jungärzte - Turnus genannt - ist schlecht. Turnusärzte sind Systemerhalter, mehr nicht...
  • weiter

Bernd Wiegand konnte es nur falsch machen. Er hatte keine andere Chance. Bernd Wiegand - das ist der Oberbürgermeister von Halle an der Saale...weiter

Kindergarten ab eins und Ganztagsschule: für Brandsteidl die beste Lösung. - Radule Bozinovic/KOSMO
  • Stadtschulratspräsidentin hält Trennung von deutsch- und nichtdeutschsprachigen Kindern für wenig sinnvoll.
  • weiter

Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak
  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.
  • weiter

Die US-Geheimdienste lesen mit. - © Andrea Danti - Fotolia.com
  • Unter Barack Obama wurde das Programm noch ausgeweitet.
  • weiter





Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung