Nach einem Massaker an Armeniern
Ab dem 24. April 1915 wurden im Osmanischen Reich etwa 1,5 Millionen Armenier systematisch ermordet. Verantwortlich dafür war das von den Jungtürken gebildete Parlament, das die vor allem vom Innenminister Talaat Bey organisierten Massaker und Todesmärsche rechtfertigte. Wie zahlreiche Dokumente belegen, war das Ziel der Massaker die völlige Vernichtung des armenischen Volkes.

Armenischer Genozid


Es war Völkermord26

  • Österreichisches Parlament verurteilt den osmanischen Genozid an den Armeniern.

Wien. Alle sechs Nationalratsfraktionen haben sich zu einer gemeinsamen Erklärung zusammengefunden, die den vor 100 Jahren begangenen Massenmord an Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid verurteilt. Verwiesen wird in dem der APA vorliegenden Papier auch auf die historische Verantwortung... weiter




Ines Scholz

Der geleugnete Völkermord8


Sie wurden erschlagen, erstochen, erschossen, zu Todesmärschen durch die syrische Wüste getrieben und dem Tod durch Erschöpfung oder Verhungern überlassen. Dass dies vor 90 Jahren das Schicksal von bis zu 1,5 Millionen Armeniern in der heutigen Türkei war, ist nicht mehr umstritten... weiter

Der gezielte Massenmord an den Armeniern diente der NSDAP und Adolf Hitler als Vorbild bei ihrer Vernichtungspolitik gegen die jüdische Bevölkerung Europas.



WZ-Korrespondent Frank Nordhausen

"Hier haben wir gelebt"1


Istanbul/Diyarbakir. "Hier haben wir gelebt, der Erker war unser Wohnzimmer, unten waren Küche, Bad und Lagerräume", sagt Ergün Ayik und deutet auf die Ruine des alten Steinhauses in der Altstadt der Millionenmetropole Diyarbakir im kurdischen Südosten der Türkei... weiter

Ergün Ayik, rechts das Bild seiner Großmutter, zeigt Grundbuchauszüge für die Felder in Lice. - © reuters/Frank Nordhausen



Barbara Eder

Das Trauma der Vergangenheit7


Im Jahr 1921 ging ein junger Orientreisender aus Amerika in Venedig an Bord eines Schiffes, das ihn nach Istanbul bringen sollte. Unter den Mitreisenden befanden sich besonders viele Armenier, darunter einer, "dessen Vater, Mutter und drei Schwestern in Trapezunt vor seinen Augen von den Türken in... weiter

Das Mahnmal für die Opfer des Genozids auf der Schwalbenfestung in Armeniens Hauptstadt Jerewan. - © CTHOE/ Wikimedia Commons



Heinrich Neisser

Das Recht auf Wahrheit10


Der 24. April 1915 war ein Schicksalstag des armenischen Volkes. Mit diesem Datum begann im Osmanischen Reich die Deportation, die in einen Völkermord mündete bzw. mit diesem Ziel gestartet wurde. Obwohl diese gezielte Vernichtung des armenischen Volkes mehr als 1... weiter

Die alten Kirchen und Gebäude - wie hier in der Provinz Syunik - prägen Armenien und das historische Gedächtnis des armenischen Volkes. - © Jane Sweeney/ JAI/ Corbis



WZ-Korrespondent Gerd Höhler

Trauma und Paranoia2


Athen. (n-ost) Vor fünf Monaten, beim Besuch von Papst Franziskus in der Türkei, war die Welt noch in Ordnung. Eine Visite im Prunk-Palast von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, ein gemeinsames Gebet mit dem Istanbuler Mufti Rahmi Yaran in der Blauen Moschee - die Reise war auf Harmonie und... weiter




WZ Online, APA/AFP

Gedenken an den Genozid29


Vatikanstadt. Die offizielle Türkei leugnet bis heute, was im Rest der Welt als Genozid gilt. Deshalb gelten Worte, wie sie Papst Franziskus am Sonntag bei einer Gedenkmesse im Petersdom fand, als Affront, und diplomatische Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten... weiter




WZ Online

"Die Armenier erdulden unerhörte Verfolgungen"


In der "Wiener Zeitung" ließ sich 1915 trotz Propaganda der Genozid an den Armeniern nachvollziehen. weiter

Bereits 1896 berichtete die "Wiener Zeitung" über organisierte Hetze und Morde gegen Armenier: "Einflussreiche Fanatiker schüren fortdauernd." - © WZ Online / Moritz Ziegler





Armenische Diaspora

Zusammengeschweißt im Exil

Antitürkische Parolen sind in Bourj Hammoud allgegenwärtig. Bourj Hammoud. Als Kind, sagt Hagop Pakradounian, habe er seinen Vater oft mit Fragen nach seinem Großvater gelöchert... weiter




Armenier

Kurz: Armenier-Erklärung ist "zu respektieren"

Wien/Ankara/Eriwan. In einer Reaktion auf den scharfen Protest aus Ankara gegen die Erklärung des Nationalrats zum Völkermord an den Armeniern hat... weiter




Armenier

Völkermord beim Namen nennen

Wien/Ankara. Nicht einmal ignorieren war die Devise: Während Armenier zu Hunderttausenden abgeschlachtet wurden, übten sich die Verbündeten des... weiter




Armenischer Genozid 1915

Das Risiko des Vertrauens

Der armenische Heilige Gregor von Narek. - © Joachim Schäfer: Ökumenisches Heiligenlexikon. Armenien ist das erste christliche Land der Welt. Ist das wichtig? Was spürt man heute davon, ob als Armenier in Kanada oder als Tourist in einem... weiter




Literatur

"Das Buch endet in Auschwitz"

Der vielfach ausgezeichnete Erzähler Edgar Hilsenrath. - © Ken Kubota "Wiener Zeitung": Sie haben sich in Ihrem 1989 erschienenen Roman "Das Märchen vom letzten Gedanken" eingehend mit dem Genozid an den Armeniern... weiter




Literatur

Die Musik als Rettung der Welt

Dieses armenische Kreuz wurde Franz Werfel als Dank zum Geschenk gemacht. - © Podhradsky/ Pro Oriente Der Gast aus Österreich darf auch ungeladen in den schattigen Innenhof des armenischen Hauses, wo ermüdete Katzen vor der Sonne flüchten... weiter




Türkei

Empörung in der Türkei über französisches Genozid-Gesetz

Genozid an Armeniern Ankara/Paris. (czar) Dieses Gesetz ist "null und nichtig". Wenn es nach dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan geht... weiter





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